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  #1  
Alt 13.03.2004, 20:08
Berger OVATOR
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Standard Das ideale Meisterschaftssytem!?

Hallo Zusammen,

folgenden Artikel habe ich der Redaktion der Brieftaube mit der Bitte um Veröffentlichung zukommen lassen. Dieses unten beschriebene Meisterschaftssystem würde ich mir bundesweit einheitlich zur Ermittlung der "RV Meister des Verbandes" wünschen!

Das ideale Meisterschaftssytem!?

Meisterschaften sind das Salz in der Suppe. Viele Sportsfreunde streben danach, doch nur wenige kommen auch zu Meisterehren.

Leider sind Meisterschaften und besonders das Meisterschaftssystem oftmals Grund für Kontroversen innerhalb der jeweiligen Organisationen wie RV, Regionalverband und auch auf nationaler Ebene! Aber egal nach welchem Modus ein Meister ermittelt wird, am Ende einer Reisesaison kann immer nur ein Schlag an erster Stelle stehen. Dieses liegt in der Natur der Sache, denn Ziel jeder Meisterschaft ist es, eine Rangfolge nach vorher festgelegten Leistungskriterien zu ermitteln.

Bestärkt durch Diskussionen mit zahlreichen Züchtern möchte ich folgendes System als Diskussionsgrundlage für eine einheitliche RV Meisterschaft vorstellen. Erwähnenswert ist, dass bereits die RV Alsdorf durch Initiative von Gerd Zillekenz dieses System für das Reisejahr 2004 mit einigen Ergänzungen eingeführt hat. Ich hoffe auf eine zahlreiche und befruchtende Diskussion, auch um mögliche Nachteile zu überarbeiten oder Fehler zu erkennen.

Bedingungen:
1) Gewertet werden die Schlagersten Tauben pro Wettflug. Dabei zählen pro angefangene 5 gesetzte Tauben stets 1 Preistaube, mindestens jedoch immer drei Preistauben. Ausgewertet werden zuerst die Preise und anschließend die AS-Punkte.
Beispiele:
Taubenzahl Zu wertende Taubenzahl
0 bis 15 3
16 bis 20 4
21 bis 25 5
26 bis 30 6
31 bis 35 7
51 bis 55 11
76 bis 80 16
146 bis 150 30

Erläuterung:

1. Die Anzahl der zur Wertung kommenden Preistauben wird durch die Summe der über die gesamte Reisesaison mindestens einmal zum Einsatz gebrachten Tauben bestimmt.
Beispiel:
Züchter A bringt zum 1. Wettflug 24 Tauben zum Einsatz. Es zählen also die 5 Schlagersten Tauben.
Zum 2. Wettflug bringt der Züchter 28 Tauben, also 4 mehr als beim 1. Wettflug. Dadurch werden nunmehr die 6 Schlagersten gewertet.
Im Sinne dieses Systems, werden nun auch rückwirkend für den 1. Wettflug die 6 Schlagersten Tauben gewertet.
Zum 3. Wettflug bringt der Züchter erneut 28 Tauben. Bei diesen 28 sind aber drei Tauben die zum ersten mal eingesetzt werden. Dadurch erhöht sich die Summe der „zum Einsatz gebrachten Tauben“ auf nun 31! Es werden dementsprechend die 7 Schlagersten Preistauben für jeden Wettflug gewertet.
Fazit:
Durch dieses System hat die Größe eines Reisebestandes weder Vorteile noch Nachteile, da die zu wertende Zahl an Meisterschaftstauben von der Anzahl der Reisetauben abhängt.

2. Ziel ist es, zuerst einmal „volle Preiszahl“ zu erreichen. Zum Vergleich hierfür wird die prozentuale Ausbeute an „Meisterschaftspreisen“ ermittelt. Pro angefangene 5 Tauben wird 1 Preis gewertet (siehe oben).
Beispiel:
Züchter A setzt innerhalb der Reisesaison insgesamt 31 individuelle Tauben ein. Dadurch werden für jeden Wettflug 7 Preise gewertet. Bei 12 durchgeführten Wettflügen kann der Züchter mit voller Preiszahl 84 Preise erringen. Das entspricht einer vollen Preiszahl mit 100% „Meisterpreisen“. Bekommt dieser Züchter bei einem Wettflug nur 6 Tauben in die Preise, so summiert sich die Preiszahl auf 83. Diese 83 Preise entsprechen 98,81% „Meisterpreise“. Erreicht der Züchter 82 Preise, so entspricht dies 97,62% usw.
Fazit:
Man kann davon ausgehen, dass es sehr vielen Züchtern gelingen wird, bis zum Ende der Reisesaison eine volle Preiszahl zu haben, weil „nur“ ca. 20% Preise erreicht werden müssen. Dadurch wird eine Meisterschaft nicht vorzeitig entschieden und es bleibt für viele Züchter spannend bis zum Schluss.

3. Bei Preisgleichheit werden zum Leistungsvergleich die AS-Punkte herangezogen. Dafür dividiert man die Summer das AS-Punkte durch die Anzahl der errungenen Preise. Die dadurch errechneten durchschnittlichen AS-Punkte entscheiden über die endgültige Rangfolge.
Beispiel:
Züchter A erreicht mit 84 Preisen 6.930 AS-Punkte. Das entspricht durchschnittlichen 82,50 AS-Punkte. Züchter B erreicht mit 132 Preisen (52 eingesetzte Tauben) 10.824 AS-Punkte was einem Durchschnitt von 82,00 AS-Punkte entspricht. Züchter A ist demnach vor Züchter B plaziert.
Fazit:
Im Vordergrund steht die Mannschaftsleistung eines Züchters, wobei das Augenmerk auf schnelle Tauben gelegt wird.

4. Es werden immer die schlagersten Tauben gewertet, unabhängig von deren bis dahin geflogenen Preiszahl. Dadurch können Woche für Woche wechselnde Tauben in die Wertung fliegen.
Beispiel:
Züchter A setzt 31 Tauben ein. Dadurch werden fortwährend die 7 schnellsten Tauben gewertet. Im extremsten Fall könnte eine Taube auf dem letzten Preisflug ihren ersten Preis erringen, dabei sich unter den 7 schnellsten des Züchters plazieren und dadurch einen möglicherweise entscheidenden Preis für die Meisterschaft einfliegen. Für die Meisterschaft ist es nicht entscheidend wieviel Preise die einzelne Tauben insgesamt geflogen hat. Alleine der Preis unter den Schlagersten zählt.
Fazit:
Durch dieses System kann jeder Züchter, ohne dadurch seine Meisterschaftschancen einzubüßen, eine erfolgreiche Taube auch während der laufenden Reisesaison pausieren lassen. Ferner steigt das Interesse der Züchter alle Reisetauben „durchzuschicken“. Denn es kann sehr leicht vorkommen, dass gerade weniger erfolgreiche Tauben zum Ende der Reisesaison, bei vielleicht schwierigen Flugverlauf, für die Meisterschaft entscheidende Preise einfliegen. Dadurch steigt die Anzahl der gesetzten Tauben bis zum Endflug wovon jeder Züchter durch die höhere Auslastung der Kabinentransporter profitiert.
Als Nebeneffekt wird die regionale Diskrepanz der Einsatzgewohnheiten der Züchter abnehmen, was bundesweit zu einer gerechteren Verbandsmeisterschaft führen würde. So wird in den neuen Bundesländern mit hohen Satzzahlen bis zum Endflug gespielt. Von z.B. 3.000 auf dem ersten Wettflug gesetzten Tauben wurden zum Endflug immer noch 2.000 eingesetzt. Im Gegensatz dazu werden z.B. im Ruhrgebiet bereits nach wenigen Wettflügen deutlich weniger Tauben eingesetzt. Von Anfangs 3.000 zum Endflug nur noch 700. Das dadurch der 20. Konkurs gegen 2.000 Tauben mehr AS-Punkte erhält als z.B. der 10. Konkurs gegen 700 Tauben weis jeder engagierte Züchter. Im Bezug auf die Verbandsmeisterschaft würde durch obiges System dieser Effekt sehr schnell gemildert, da es ein Nachteil wäre Tauben nicht mehr einzusetzen.

Abschließendes Fazit:
Die große Diskrepanz der unterschiedlichen Satzzahlen pro Züchter wird dadurch aufgehoben. Der Unterschied zwischen „Großem“ und „Kleinem“ Züchter besteht im Bezug auf die Satzzahl nicht mehr. Eine gerechtere Chancenverteilung entsteht. Ein Vorteil für den deutschen Brieftaubensport in vielfacher Hinsicht.

Ich wünsche allen Züchtern Gut Flug 2004.

mfg
Alfred Berger

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  #2  
Alt 15.03.2004, 09:02
timo timo ist offline
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Registriert seit: 12.05.2002
Ort: hausheim
Beiträge: 1.024
Standard RE: Das "bessere" Meisterschaftssytem! !!

hallo sportfreund berger,
gestatten sie mir, daß ich aus dem idealen, das bessere meisterschaftssystem gemacht habe.
ganz einfach aus dem grund, da es etwas ideales, aus der sicht aller gesehen, nicht geben kann u. geben wird.

den ansatz zu diesem "besseren system" hatten wir bereits mehrfach im forum diskutiert, bzw. wurde er angesprochen.

der hinweis auf das holländische modell kam mehrfach.

der unterschied war lediglich, daß aus je angefangenen zehn, eine gewertet wird.
es ist jedoch nebensächlich ob 5 oder 10, wichtig ist die idee.

was mir persönlich etwas problematisch erscheint sind die wechsel, bei unterschiedlichen satzzahlen.

so sehe ich wenig sinn darin, die erforderliche preistaubenzahl eines züchters für die flüge 1-4 zu erhöhen, wenn bei flug 5 eine oder 2 tauben mehr gesetzt u. somit die nächste satzstufe erreicht wird.

dann erscheint es mir schon sinnvoller, dies nich rückwirkend´, sondern bezogen auf die zu beginn der reise eingesetzten tauben oder immer in dreier-schritten auszurichten.

der effekt, gerechtere verteilung u. höhere satzzahlen bei den letzten flügen wär doch der gleiche.

soweit mein beitrag, dem sicher, hoffentlich noch einige folgen werden.
viele grüße
gerhard
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  #3  
Alt 15.03.2004, 11:58
witwer
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Beiträge: n/a
Standard RE: Das ideale Meisterschaftssytem!?

Hallo Herr Berger,
ich finde Ihren Vorschlag von der Idee her sehr gut. Ich habe in meiner RV bereits mehrfach vergebens versucht, ein neues Meisterschaftssystem einzuführen. Aber die Barriere "die haben wir schon immmer so (5 beste nach Km)ausgefolgen" habe und werde ich in unserer RV nicht mehr überwinden.

Seit ca. 15 Jahre sammle ich Beiträge und Anregungen über Meisterschaftssysteme. Ihre Überlegungen sind mir tlw. noch nicht untergekommmen, aber nichts desto weniger sehr interessant. Ich muss mich den Ausführungen von Timo anschliessen mit der unterschiedlichen Wertung der Taubenanzahl. Vor allem verkompliziert es das Ganze. Und wenn ich eines gelernt habe, sobald es kompliziert wird, verabschieden sich die meisten von geplanten Veränderungen.

Am Ende des Jahres den Durchschnitt der gesetzten Tauben zu nehmen wäre ideal, verhindert aber ein aktuelles Bild der Meisterschaft während der Saison, da man ja noch nicht weiss, wieviel Tauben man zum Schluss durchschnittlich gesetzt hat. Die Anzahl der zu wertenden Tauben anhand der zu Beginn gesetzten Tauben zu nehmen ist auch problematisch, weil man dann ja u.U. für einen schlechten Flugverlauf (z.B. 10 Tauben bleiben aus) die ganze Saison bestraft wird.

Sie haben doch den richtigen Ansatz gemacht, setzt man z.b. am 5. Flug 25 Tauben zählen 5, setzt man am nächsten Flug 30 zählen 6, setze ich dann wieder nur 20 (z.B.Schonung der Jährigen oder der Nachzügler)dann zählen nur 4. Zweiflern, dass man darüber die zu wertende Taubenanzahl steuern kann, halte ich folgendes entgegen. Wer bitte weiss, was am Ende der Saison die gute Taube ist. Der, der eine Taube nach dem fünften, sechsten oder siebten Flug daheim lässt oder der, der die Taube 12 o.13 mal einkorbt? Wer Tauben den ganzen Winter füttert, um sie später wegen einer RV-Meisterschaft nur sporadisch zu setzen, der tut sich auf lange Sicht selbst aussortieren!

Was mich eigentlich an unseren Meisterschaftssystemen, ob Verband oder RV-Ebene, schon immer gestört hat, ist das Nichtberücksichtigen der Konkurrenzgrösse. Ein 1.Preis gegen 1.000 und 1 Preis gegen 10.000 dürfen m.E. nicht gleich gut bewertet werden. Ich weiss, dass es diesbezüglich schon tausendfach Diskussionen gegeben hat. Mehrmals wurde bereits anhand detaillierter Listenuntersuchungen bewiesen, dass die As-Pkt.System weder gerecht noch korrekt ist. Es würde aber hier zu weit führen, wieso und warum das so ist.(wer Interesse hat, dem faxe ich gerne diese Beiträge zu)

Wenn man jeden geflogenen Preis in einen Koeffizienten umrechnet und gemäss ihrem System mit den gesamten Meisterschftspreisen multipliziert ist der Meister, der den niedrigsten Koeff. aufweist. Das Kriterium der Konkurrenz dürfte m.E. nicht unter den Tisch fallen.

Ausserdem könnte man als Zusatzfaktor, noch die jeweilige Leistung des Schlages pro Preisflug einfliessen lassen. Als Bsp. 50 Tb. gesetzt, 50% Preise, gegen 2.500 Tb.:
Hieraus lässt sich ermittlen, wieviel Koeffizient die 25 Tauben erzielt haben. Nehmen wir an im Durchschnitt den 200. RV-Preis, d.h. Koeffizient von 0,08 mal 50% Preisquote errechnet sich ein Koeff. von 0,04. Dieser Koeffizient wird mit dem Koeff. der zu wertenden Tauben je Flug addiert. Bsp. Für meine 50 Tauben müsste ich nach Ihrem System 10 Tauben in die WERtung bringen. Diese erzielen im Schnitt den 50. RV-Preis = Koeff. 0,02. Beide Koeff. zusammen ergeben 0,06 für diesen Preisflug.

Fazit: Ein System, das Allem gerecht wird, gibt es nicht. Aber man sollte zumindest versuchen, alles was eine Taube Woche für Woche leistet, einzeln oder im Team, in ein Meisterschaftssytem einfliessen zu lassen. Geschwindigkeit, Konkurrenz, Kilometer und Beständigkeit. Die Parameter Kilometer und Beständigkeit fallen bei diesem System unter den Tisch. M.E. vor dem Hintergrund, dass beständige Tauben keiner mehr braucht und die Entfernungen auch nicht mehr die grosse Rolle spielen, ein akzeptables Manko.Aber auch hier gäbe es mögliche Alternativen, um das bei Ihrem System noch einzubauen.

Mit freundlich Grüssen
j.b.

P.S.
Es reicht,wenn unsere "Sportkommission" so kompetente Meisterschaftssysteme für den "Deutschen Meister" austüftelt. Auf RV-Ebene sollte man ruhig andere Wege einschlagen, denn wieviele kommen für diese elitäre Meisterschaft denn in Frage. Ein sehr geringer %-Satz. Deshalb sollte die Meisterschaft, die eigentlich die Grosszahl der Züchter wirklich aktiviert, ein gerechtes und vor allem nachvollziehbares Meisterschaftssystem sein. Wieso heutzutage ein System wie die 5 besten nach km noch als gerecht empfunden wird ist mir wirklich schleierhaft. Denn mit Gerechtigkeit hat das ja nichts zu tun. Anfänger haben doch hier absolut keine Chance gegen die alten Hasen, und in keiner "Sportart" muss ein Anfänger sofort gegen die Etablierten antreten. Vielleicht ist das auch mit ein Grund, warum man für dieses Hobby sehr schwer Nachwuchs findet. x( x(
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  #4  
Alt 15.03.2004, 14:58
joerg joerg ist offline
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Registriert seit: 26.04.2001
Ort: brechen
Beiträge: 86
Standard RE: Das ideale Meisterschaftssytem!?

Hallo Herr Berger,

gut, daß Sie hinter Ihrer Überschrift ein Ausrufezeichen bzw. ein Fragezeichen gesetzt haben. Wie wir alle wissen, gibt es kein ideales Meisterschaftssysten. Und es ist auch gut, daß wir hier ein Medium haben, wo jeder sachlich seine Meinung äußern kann. Vielleicht stehe ich ja mit meiner Meinung zum Meisterschaftssystem alleine, aber warum ist es eigentlich so schlecht die 5 Besten zählen zu lassen ?
Hiermit meine ich Benannt und nicht Unbenannt. Oder 4 aus 8 Benannt, wie im Moment.

Eine unterschiedliche Wertung der Taubenzahl pro Flug halte ich nicht für besonders glücklich. M.E. unterstützt dies die "Maurerermeister".
Bei 15 gesetzten zählen deren 3. Bei 26 deren 6. Was mache ich, wenn ich nur 6-7 sichere Flieger habe und der Rest sind Wackelkanditaten ? Meine Befürchtung ist, daß nach diesem System die "Kanditaten" eher zuhause bleiben. Genauso konträr wäre es, die % Leistung des Schlages pro Preisflug einfließen zu lassen. Das wäre völlig fatal! Die Setzzahlen gingen nach unten. Der Grund warum im Osten mehr gesetzt werden ist ein anderer. Doch zurück zur "idealen Meisterschaft".

Völlig außen vor sind hier die Kilometer. Auf Verbandsebene ist dies natürlich nicht machbar, da jede RV unterschiedliche Kilometer auf Ihrem Reiseplan stehen hat. Aber sollte dieses System auch auf eine RV übertragen werden, so finde ich, müssen die Kilometer ihren Niederschlag finden. Nach meiner Ansicht kann es einfach nicht sein, daß ein Preis über 105km dieselbe Wertigkeit hat, wie ein Preis auf 650km.
Genauso finde ich es nicht gut, nur noch auf Schnelligkeit und damit auf As-Punkte zu schauen. Wir züchten doch nur noch auf schnell, schnell, schnell. Selbst die letzte Preistaube lässt noch 2/3 hinter sich- ist das denn nichts mehr wert ? Was ist mit diesen Super schnellen durchgezüchteteten Tauben wenn´s mal hart wird ? Meistens kommen die Stunden später heim und schon wird gejammert- aber sind wir nicht alle selbst daran Schuld ?
Ist es nicht schön direkt nach dem letzten Preisflug auf den neuen RV Meister anzustoßen, wenn man schnell weiß wer es geworden ist? Gerne können wir ein neues System ausdiskutieren, aber bitte nicht zu kompliziert, und ohne Rechenschieber!
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  #5  
Alt 15.03.2004, 17:09
witwer
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Standard RE: Das ideale Meisterschaftssytem!?

hallo jörg,
verschiedene aspekte deines beitrages hatte ich versucht in meinem beitrag schon abzuarbeiten. vermutlich hast du meine etwas lang geratene stellungnahme nicht gelesen.

ist aber nicht schlimm. mit dem argument maurermeister kannst du eigentlich bei jedem neuen system, das du einführen willst argumentieren. auch bei deinem system der benannten. nach ein paar flügen weisst du wer die punktelieferanten sind und mehr müsstest du auch nicht mehr setzen.

aber das bringt uns in der eigentlichen diskussion nicht nach vorne. ich gebe dir recht mit dem argument kilometer. auch hier hatte ich h.berger bereits vorgeschlagen, dass man dies berücksichtigen könnte. ein 1.konkurs auf 200 km gegen 1200 tauben, ein 1. konkurs auf 500 km gegen 5000 tauben (möchte den unterschied mal verdoppelt darstellen, konkurrenz und entfernung)ist einfach ein unterschied und sollte in ein faires meisterschaftssystem einfliessen.

Ich hatte in unserer RV den vorschlag gemacht, preise und as-pkt in die meisterschaft gleichwertig einfliessen zu lassen (bsp.geflogener preis=100 pkt., 1.konk=100 pkt.), die kilometer aber nur so dosiert zu berücksichtigen, dass die meisterschaft nicht nach dem motto die 5 besten zuviel beeinflusst wird. dann hätten wir zumindest 3 kriterien berücksichtigt, die die gesamtleistung (preis, schnelligkeit, entfernung) einer taube wiederspiegelt.

das mit den schnellen tauben ist eine entwicklung, die nicht mehr aufzuhalten ist. klar bleiben die schnellen auf "krummen" flügen schnell aus, aber diese erfahrung hat jeder schon gemacht und trotzdem ist das oberste zuchtziel immer schnellere tauben zu züchten.

viele grüsse
j.b.
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  #6  
Alt 15.03.2004, 19:36
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carli carli ist offline
Erfahrener Benutzer
 
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Beiträge: 206
Standard RE: Das ideale Meisterschaftssytem!?

Hallo Herr Berger

Jeder Vorschlag, und sei er noch so gut gemeint, nützt doch nur den großen Schlägen, solange es keine Begrenzung der Tauben pro Schlag gibt.

Es gibt in Deutschland doch schon Unterschiede im Modus zur RV-Meisterschaft, trotzdem bin ich mir sicher, das mindestens 70-80% der 1. RV-Meister mit 50 – 100 Tauben oder noch mehr beginnen. Diese Daten dürfen kein Geheimnis sein und sollten auch mal vom Verband veröffentlicht werden, dann können wir vernünftig darüber diskutieren.

Zu ihrem Vorschlag:
Beispiel: Wer 80 Tauben setzt und seine Konkurrenten dagegen nur 20 bis 30, hat schon einen gewaltigen Vorteil. Es ist wesentlich schwieriger mit 20 Tauben 4 unter den ersten Zehntel der Preisliste zu bekommen, als mit 80 die 16.

Warum? 80 sind eine Armee für sich, die zum Teil gebündelt den Heimatschlag ansteuern. Da bleiben ganz einfach mehr zusammen, besonders bei kürzeren Flügen. Mit 20 dagegen, gibt es eine breitere Streuung in der Heimat, ganz gravierend bei großflächigen RV-en.
Sollten Sie selber mal ausprobieren, und werden mir recht geben. Wenn Sie ein Jahr nur 30 Alte und Junge setzen und am Ende RV-Meister sind, dann ziehe ich meinen Hut!

Es ist schon seltsam das Taubenzüchter weltweit kein einheitliches und vor allem ein faires System auf die Beine stellen können oder auch nicht wollen.

Ein sportlicher Wettkampf, ist ein Kräftemessen mit gleichen Mitteln, so steht es im Lexikon und dieses gilt bei allen anderen Sportarten auch.

Nur über eine Taubenzahlbegrenzung (z.B. 30) ist eine gerechte Lösung zu finden. Wenn das nicht bald geschieht, dann werden wir ganz schnell weniger.

Gruß Karl Herderich
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  #7  
Alt 15.03.2004, 21:47
Berger OVATOR
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Standard RE: Das

Hallo,

ich habe den Bemessungsgrad "zum Einsatz gebrachte Taubenzahl" gewählt, da ansonsten am Anfang einige Tauben zuhause bleiben die erst später zum Einsatz kommen und so mögliche Verluste ausgleichen sollen. Das kann aber nicht Ziel einer Meisterschaft sein.

Dies zur Erläuterung der in der Folge zitierten Anmerkung

mfg A. Berger

>was mir persönlich etwas problematisch erscheint sind die
>wechsel, bei unterschiedlichen satzzahlen.
>
>so sehe ich wenig sinn darin, die erforderliche
>preistaubenzahl eines züchters für die flüge 1-4 zu erhöhen,
>wenn bei flug 5 eine oder 2 tauben mehr gesetzt u. somit die
>nächste satzstufe erreicht wird.
>
>dann erscheint es mir schon sinnvoller, dies nich
>rückwirkend´, sondern bezogen auf die zu beginn der reise
>eingesetzten tauben oder immer in dreier-schritten
>auszurichten.
>
>der effekt, gerechtere verteilung u. höhere satzzahlen bei
>den letzten flügen wär doch der gleiche.
>
>soweit mein beitrag, dem sicher, hoffentlich noch einige
>folgen werden.
>viele grüße
>gerhard
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  #8  
Alt 15.03.2004, 22:08
Berger OVATOR
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Standard RE: Das ideale Meisterschaftssytem!?

Hallo,

ich möchte diesen Vorschlag als Modus für eine bundesweit einheitliche RV Meisterschaft vorschlagen.
Deswegen spielt die Konkurrenzgröße keine bedeutende Rolle. Die Züchter konkurrieren innerhalb der RV unter gleichen Bedingungen.

>Was mich eigentlich an unseren Meisterschaftssystemen, ob
>Verband oder RV-Ebene, schon immer gestört hat, ist das
>Nichtberücksichtigen der Konkurrenzgrösse. Ein 1.Preis gegen
>1.000 und 1 Preis gegen 10.000 dürfen m.E. nicht gleich gut
>bewertet werden.

mfg A. Berger
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  #9  
Alt 15.03.2004, 22:18
Berger OVATOR
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Standard RE: Das ideale Meisterschaftssytem!?

Hallo,

die Kilometer sind für die Auswertung durchaus von Bedeutung. Jedoch bestimmen die Mitglieder der jeweiligen RV´en bzw. Regionalverbände den Reiseplan und damit auch die Kilometer der Wettflüge. Es liegt also in der Hand der Züchter, die Entfernungen zu bestimmen und damit auch die Bedeutung dieser. Jeder Flug, ob kurz oder weit, ist hierbei wichtig, unabhängig von den Kilometern.
Die Beständigkeit sich in der Spitze der Preisliste zu platzieren ist von enormer Bedeutung! Es reicht nicht nur die ersten Wettflüge zu glänzen, aber es ist auch zu wenig nur die weiten Wettflüge zu dominieren, Beständigkeit auf allen Entfernungen ist gefragt!
Bei jedem Flug kann der letzte Preis von enormer Bedeutung sein, denn immer dann wenn die Beständigkeit nicht vorhanden ist und man einen schlechten Flug erwischt.

mfg A. Berger

>Fazit: Ein System, das Allem gerecht wird, gibt es nicht.
>Aber man sollte zumindest versuchen, alles was eine Taube
>Woche für Woche leistet, einzeln oder im Team, in ein
>Meisterschaftssytem einfliessen zu lassen. Geschwindigkeit,
>Konkurrenz, Kilometer und Beständigkeit. Die Parameter
>Kilometer und Beständigkeit fallen bei diesem System unter
>den Tisch. M.E. vor dem Hintergrund, dass beständige Tauben
>keiner mehr braucht und die Entfernungen auch nicht mehr die
>grosse Rolle spielen, ein akzeptables Manko.Aber auch hier
>gäbe es mögliche Alternativen, um das bei Ihrem System noch
>einzubauen.
>
>Mit freundlich Grüssen
>j.b.
>
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  #10  
Alt 16.03.2004, 00:11
timo timo ist offline
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Registriert seit: 12.05.2002
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Standard RE: Das ideale Meisterschaftssytem!?

hallo karl,
was ist ein gerechtes system nach deiner auffassung?

es kann doch nicht bedeuten dass einzelne sportfreunde die gerne mehr tauben setzen gezwungen werden nur noch die hälfte zu setzen.

wenn das ziel sein soll, dann kann ich dich wirklich nicht mehr verstehen.
dies schreibe ich, obwohl ich auch eine begrenzte zahl setze.

bei der nächsten diskussion kommen dann noch die forderungen nach gerechtigkeit bei der entfernung oder sonstiger lage,- zu weit östlich, nördlich westlich oder südlich, mit möglichen zeitgutschriften.

es wird kein system vollkommen sein u. kritiker wird es immer geben.

für mich persönlich scheint dieses vorgestellte modell in jedem fall ausgewogener u. fairer als alle bisher da gewesenen u. alle noch aus dem mittelalter existierenden.

oder denkst du das vorbenannten modell ist fair ?
ein modell wo der bessere tipper, nicht jedoch die bessere taube vorn liegt.

versuch aus vorliegendem vorschlag ein für eure rv vernünftiges modell abzuleiten u. viele werden zufriedener sein.

seh nicht alles gleich wieder von der pessimistischen seite.
viele grüße, gerhard
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