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  #1  
Alt 10.09.2001, 11:12
Barca Barca ist offline
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Standard Jungflug

Hallo Sportsfreunde,

ich bitte um Informationen und Anregungen zur Jungreise um gegen
die " Winterzüchter - Verdunkler - Witwerspieler " anzukommen !

In meiner RV ist so ein Züchter der mit den restlichen Teilnehmer
" Katz & Maus " spielt und dadurch sehrviel Streit verursacht.

75 % Preisausbeute, 5 - 15 min. voraus Tauben vor dem Rest der RV
die 1. 10 - 20 Konkurse Medaillen und Meisterschaften sowieso.

Wie kann ein berufstätiger Züchter dies Vorteile ausgleichen ?

Im voraus vielen Dank.
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  #2  
Alt 10.09.2001, 11:50
Champ Champ ist offline
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Standard RE: Jungflug

Hallo Barca,

gegen verdunktelte Jungtauben, die dann noch mehrmals unter der Woche zu Trainingsflügen bzw. auf freien Wettflügen gesetzt und obendrein noch auf Witwerschaft gehalten werden, ist man mit "normal" gehaltenen Jungtauben ohne Chance. Entweder ändert man sein eigenes System, oder man überlässt freiwillig den anderen Züchtern die Preise.
Sinnvoller wäre es natürlich, man würde das ganze Reisesystem im Brieftaubensport ändern. Es kann nicht angehen, dass ein RV-, Kreis- oder Verbandsmeister gegen einen Anfänger oder weniger erfolgreichen Züchter in einer Preisliste konkuriet. Soetwas gibt es in fast keiner anderen Sportart. Die Kreisklasse im Fußball spielt auch nicht gegen die Bundesliga. Es muß ein System her, mit verschiedenen Klassen in denen man auf- und absteigen kann. Wichtig dabei wäre, dass jede einzelne Klasse ihre eigene Preisliste hat.

Gruß
Champ
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  #3  
Alt 10.09.2001, 18:26
AllTimesIn
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Standard RE: Jungflug

Hallo Barca

Ja,Ja die Verdunkler ein mittlerweile jährlich wiederkehrendes Ärgernis für uns sog. kleine Züchter.
Auch wir haben in unserer RV solche Spezialisten nur mit dem Unterschied das sie zwar prozentual gut drehen aber in diesem Jahr nicht so extrem Spitze. Und aufgemerkt unter den ersten 10 RV Juntiermeistern sind nur 3 Verdunkler.
Auch ich habe meine Jungtiere nicht verdunkelt und ganz natürlich gehalten. Und trotzdem habe ich eine Reiseleistung von annähernd 44% erreicht. Natürlich drehe ich nicht so Spitze aber wenn die erste Taube bei mir fällt kammen Sie wie am Schnürchen.
Und... bei dem heissen Wochenende am 25.08. als in ganz Deutschland z.T. harte mit herben Verlusten gepaarten Flüge stattfanden fefhlten bei uns in der RV noch ca.50% bei der Uhrenabgabe auch bei den Verdunklern mir fehlten nur 5 wovon ich nur 1 verloren habe.
Auch das führe ich auf die von Anfang an natürliche Haltung und Fütterung meiner Jungtauben zurück.

Gruß AllTimesIn
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  #4  
Alt 16.09.2001, 10:11
Benutzerbild von juergen
juergen juergen ist offline
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Standard RE: Jungflug

Hallo Barca

Ich bin der Meinung, daß man diesem Phänomän nur mit gesunden und gut trainierten Tauben begegnen kann. Gerade bei der Gesundheit der Jungtauben wird in vielen Fällen geschludert. Doch hier nun mein Vorschlag:
Kläre doch mal ab, wie die Mehrheit eurer Züchter dazu steht, in der Woche (z.B. Dienstags u. Donnerstags) Trainingsflüge für Jungtauben auf RV-Ebene durchzuführen.
Es würden ca. 30 Km Luftlinie völlig ausreichen. Man könnte die Tauben in den Sommermonaten, in denen es lange hell ist, z.B. zwischen 16.30 - 17.30 Uhr einsetzen und bereits gegen 18.30 Uhr auflassen. Dies käme vor allem älteren Züchtern, die über kein eigenes Auto verfügen und berufstätigen Züchtern, denen die nötige Zeit fehlt, entgegen. Die Unkosten pro Taube wären in jedem Fall wesentlich geringer als bei Einzelfahrt der Züchter. Die Reinigungsarbeiten am Kabi kann man wesentlich reduzieren, indem man bei den Trainingsflügen auf das Tränken der Tauben verzichtet. (Sie sind ja auch nur ca. 1 Std. unterwegs). In unserer RV kann man die Tränken abdecken, es muß lediglich die Pappe gewechselt werden. Bei einem Korbgeld von z.B. 0,20 DM pro Taube und bei einer Beteiligung ca. 500 Tauben = 100 DM Transportkosten könnten die anfallenden Unkosten für Benzin und Reinigung gedeckt werden.(Vielleicht verfügt die RV ja auch über Mitglieder, die das Fahrzeug im Wechesl kostenlos zum Trainingsplatz fahren) Die Tauben werden auf Dauer wesentlich sicherer. Weiterhin erhalten "Spätheimkehrer" eine reelle Chance wieder in Tritt zu kommen. Dies würde sicherlich dazu beitragen, den Vorsprung zur "Elite" ein wenig zu redzieren.

Mfg
Jürgen
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  #5  
Alt 20.09.2001, 14:52
Stefan07226
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Beiträge: n/a
Standard RE: Jungflug

Hallo Jürgen,
Dein Vorschlag klingt sehr interessant.
Ich habe in diesem Jahr von einem guten Züchter Jungtauben geschenkt bekommen. Weil er so große Probleme mit dem Habicht hat, bot er mir an, dass ich die erste Runde, also Winterjunge bekommen könnte. Ich nahm das Angebot an, weil ich sonst ja keine Jungtauben zum Reisen bekommen hätte.

Mitte Mai begann ich die 20 Jungen langsam, etwa ein mal pro Woche zu trainieren. Ich habe dabei Entfernungen zwischen 20 und 45 km gewählt.
Ab Ende Juni habe ich dann auch meine eigenen Jungtauben, die im März/April geboren waren mitgenommen.

Auf den Jungtaubenflügen waren beide Gruppen etwa gleichgut. Die Winterjungen hatten teilweise gepaart. Trotzdem konnte ich nicht sagen: zuerst kommen die Winterjungen und 10 minuten später dann die Normalen.
Was mir aber aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass von den 20 Jungen 17 zur ersten RV Vortrour eingekorbt wurden und davon auch alle 17 nach dem 5. Preisflug noch auf dem Schlag saßen. Von den 25 normalen Jungtauben sind mir hingegen 7 ausgeblieben.
Es kam natürlich vor, dass auch einige Winterjunge mal übernachteten, aber sie kamen immer wieder zurück.

Ich vermute nun, dass ihnen das häufige Training auf Entfernungen von 20 bis 45 km gut bekommen ist. Ich habe sie insgesammt von Mitte Mai bis Mitte Juli etwa 12 mal weggebracht. Die normalen Jungtauben nahmen, schon wegen ihres Alters nur an 5 dieser Vorflüge teil.

Meine Frage an Dich ist, ob durch das mehrmalige kurze Training mit dem Kabinenexpress die späteren Verluste auf den RV Flügen reduziert wurde?
Wir haben in unsere RV zwei Kabinenexpresse und könnten auch am Wochenende solche Trainingsflüge veranstalten.
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  #6  
Alt 21.09.2001, 13:16
Barca Barca ist offline
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Standard RE: Jungflug

Hallo Jürgen,

dein Vorschlag mit den Trainingsflügen in der RV wird bei uns
schon seit 2 Jahren durchgeführt. Jeweils Mittwochs wird durch
die RV ein Trainingsflug von 40 km angeboten und dies vom 1.
Vorflug bis nach dem 3. Preisflug. Im Schnitt beteiligen sich
90 % der RV-Mitglieder ( 66 ) sowie 10 Züchter aus den Nachbar
RV'en. Der Vorteil dabei liegt in der Sicherheit der Jungen.
In diesen beiden Jahren hatten wir keinen Katastrophenflug!

In Sachen Gesundheit dürfe in unserer RV auch kein Mangel be-
stehen. Im näheren Umkreis befinden sich zwei sachkundige Tier-
ärzte die wissen wo bei einer Brieftaube hinten und vorne ist
und die auf Reisefragen sachkundige Antworten geben können.
Selbstverständlich auch fast alle Untersuchungen durchführen.

Da dies alles für alle Züchter zugänglich ist, kann kein Vor-
teil gegenüber den Verdunklern erzielt werden. Ein Verdunkeln
kommt für einen normalarbeiteten Züchter nicht in Frage, wenn
er von 6 - 16 Uhr außer Hause ist und Hilfe fehlt.

Hintergrund meines Schreibens war, evtl. die sogenannte (?)
Lichtmethode. Durch Licht eine vorgezogene Mauser der Tauben
zu bewirken und dadurch einen besseren Federstand zu haben.

Wer kann hierzu seine Meinung und Erfahrung mitteilen.

Gruß BARCA
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  #7  
Alt 29.09.2001, 17:30
Benutzerbild von belgier1
belgier1 belgier1 ist offline
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Standard RE: Jungflug

Ich habe ganz viel Erfahrung mit junge Tauben,weil ich früher in Belgien gespielt habe und da mit ein ganz anderes System gespielt wird.
Ich habe die Erfahrung gesammelt bei ganz viele gute Züchter die 100-350 und 350-600 km gespielt haben. Ich spreche jetzt von Van Hove-Uyterhoven, Engels&Sohn... Die Systeme sind immer dieselbe.
1) Mann spielt nur mit Junge die gebohren sind in Dezember. Warum? Die altere junge Tauben sind stärker, wöllen paren mit ein Partner und ihren Mauserzeit ist anders.
2) Die Tauben werden immer dunkel gemacht so die Mauserzeit nicht oder später kommt. Warum? Die Rendite pro Federschlag ist grosser (volle Flügel) und die junge Tauben bleiben am Haus fliegen(trainieren sich selbst, keine Not um selbst die Tiere weck zu bringen für die Trainung, was mann machen muss mit Tieren die eine Nest haben(die fliegen nicht so viel am Haus)).
3) Normalerweise werden dann auch die Vogel und Weibchen getrennt von bei die Trennung von die Elterparen. Auch getrennt frei gelassen. Warum? Ganz einfach. Mann muss nur 2 Stunden die Tauben Sammstags zusammen lassen und weckbringen. Sie sind jetzt genügend motiviert. Aber ich glaube das mann hier die Junge Vogel und Weibchen zusammen in der Korb setzt, undenkbar in Belgien.
4) Normalerweise sitzen die Junge Tauben dunkel von 8 bis 18 Uhr. Nicht ganz dunkel, mann kann noch der Trinkenpott sehen. Das dauert dann meistens bis ende Juni. So stehen die Tauben ende September noch auf 7 a 8 Feder. Nur muss mann sie 1 Stunde im Hellen setze vor sie frei zu lassen(zu viele Taubenverlusten).
5) Früher gebrauchte mann in Belgien "Cortisone" im Trinkwasser oder Augen. Dadurch werften die Tieren keine Feder, was naturlich jetzt nicht mehr möglich ist mit die Kontrolle die ständig statt finden und die Wiederstandsverlusten die aufgetreten sind mit viel Krankheiten als Folge(zbs. Herpes-Viren). Viele sehr gekannte Taubenzüchter haben so gespielt und viele Erfolge gehat. Wir kennen alle Nahmen. Sie haben so ganze Preiskampfe aufgerollt. Die erste 12 Tauben usw.Bis jeden gewusst hat was sie benutzt haben(Duifke lacht'96 Natural-De Scheemaecker).
6) Dann gibt es noch das "Auslichten". Das meint dafür sorgen das die Tiere schon ihre Feder geworfen haben und mit eine Volle Flügel die Flüge anfangen können. Engels&Sohn haben das früher gemacht und waren unschlagbar. 3 Tauben in die erste 10 von Bourges. Jetzt machen sie es nicht mehr, weil sie erfunden haben, das diese Tauben das nächste Jahr nicht mehr so gut fliegen und Probleme mit die Mauser, Hormonhaushaltung haben.
7) Es waren eigentlich die Niederländer, die dieses ausgefunden haben, sie brauchten junge Tauben(natürlich mit alle Feder) für national Orleans(200000 Tauben) das immer spät (mitte September)fiel. Sie wussten das sie mit Dezember Jungen nichts machen könnten, weil die keine Feder mehr hatten. Darum dunkel.
8) Mit ein Nest kann mann das natürlich etwas verzögern, aber die junge fliegen nicht mehr so gerne, werden schneller Krank(füttern die Junge, verlieren Kraften),haben mehr Probleme mit das Wetter(Wenn es heiss ist, Durstproblem)und sitzen nur im bestimmte Momenten in Topkondition(Junge, Eier).
9) Ich habe gesehen das Leute die Kurzstrecken spielen, die Jungen mittwochs noch mal fliegen lassen. Das ist auf Grunden von Trainung, lernen schneller nach Hause kommen. Es geht da um Sekunden. Aber die von 350 bis 550 km, spielen nur am Wochenende(aber jeden Wochenende, keine Pause(Mausern nicht so schnell)).
Das reicht. So ich denke das es nicht notwendig ist sie mittwochs noch mal fliegen zu lassen, natürlich wenn sie genügend vorher geflogen haben(Lernflüge).
10) Es gibt nur eine Methode um das alles nicht zu gebrauchen!!!
Wenn mann anfangt mit die Dezember Junge anfang Juni und fliegt bis ende Juli. Dann gibt es keine Mauserprobleme, keine unterschieden zwischen die verschiedene Züchter und mann kann die Jungen besser testen(8 Flüge). Dann gibt es nur unterschieden in die Flugmethode.
11)Zusammenfassung: Es ist perfect möglich die Tieren dunkel zu setzen, auch wenn mann arbeiten geht(eine Flug am tag reicht für getrennte Tieren). Es gibt nur die Arbeit jeden Tag morgens dunkel zu machen und abends weck zu nehmen.
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  #8  
Alt 29.09.2001, 17:45
haranni haranni ist offline
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Registriert seit: 16.05.2001
Beiträge: 104
Standard RE: Jungflug

Hallo Belgier!
Vielen Dank für deine sehr sehr ausführliche Stellungnahme.
Grüsse
Jan
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  #9  
Alt 30.09.2001, 10:43
Benutzerbild von belgier1
belgier1 belgier1 ist offline
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Standard RE: Jungflug

Hallo Jan,

Ich habe mich geirrt. Das "Lichten" war nicht bei Engels&Sohn, aber Florent("Ranne Goris")ein wahre spezialist mit junge Tauben.
Seine Tauben hatte er zusammen gesetzt der 26 November(nicht früher)und werden schon 10 Tage vorher beleuchtet von 6.30 bis 23 Uhr. Ab 26/11, der ganse Tag 24 Stunden.Das hat natürlich das Vorteil das die Tauben schneller Eier legen(weil sie denken das es schon Früjahr ist)und besser die Junge füttern können. Das wird gemacht bis die Junge weck sind. Danach wirden die Junge wieder von 6.30 bis 23 Uhr beleuchtet. Das machte er nur mit die Winterjungen. Er endet damit wenn bei ein Paar Tauben die fünfte Feder gefallen ist. Dann wird direkt aufgehört.
Das Vorteil ist natürlich in August und September. Die Tauben haben noch ganz viele Feder, weil sie schon ausgemausert sind.
Wie gesagt gibt es auch Nachteilen. Die jährige Taubensitzen in eine Sort Übergangsfase. Er hat sie auch in Dezember zusammen gesetzt, aber danach gibt es einige die schon mausern. Manche 2, andere 4 a 5 Feder. Als Alte ist alles wieder normal.
Aber sein zweite Runde wird nicht beleuchtet. So hat er auch gute Jährige.
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