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Little Smile - Brieftaubenzüchter Berend Ruwen in Sri
Lanka
Im Auftrag des Internet-Taubenschlags entstand
dieser Dokumentarbericht über den Besuch des Kinderdorfes „Little Smile“ in Anandapura.
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Berend Ruwen |
Anläßlich meiner Rundreise in Sri Lanka in Bezug auf die Benefizveranstaltung
vom März 2005 – Schirmherr Ministerpräsident Chr. Wulff – machte ich auch einen
Abstecher nach Anandapura zum Kinderdorf „Little Smile“, das von Herrn Michael
Kreitmeir aus Bayern aufgebaut wurde, geleitet und betreut wird.
Er berichtete mir voller Stolz, dass er sein eigenes ganzes Vermögen in dieses
Objekt investiert habe.
Little Smile ist ein Ort, der sehr schön in die Landschaft integriert wurde.
An den Hängen sind Bananenplantagen sowie sämtliche Früchte, die auf Sri Lanka
wachsen.
Wir erlebten einen herzlichen Empfang mit anschließendem Mittagessen. Unter
der Führung von Herrn Kreitmeir konnten wir besichtigen, was er in den letzten 6
– 7 Jahren hier aufgebaut hat. Durch gepflasterte Wege führte er uns von einem
Gebäude zum anderen, zuerst besichtigten wir die hauseigene Schreinerei mit
Sägewerk. Hier wurde ein Bürotisch für 4 Personen überwiegend durch Handarbeit
hergestellt.
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Michael Kreitmeir |
Vorbei an Bananenbäumen, Ananas- und Kokosbäumen – deren Früchte
zum Teil verkauft werden - gelangten wir zu seinem Privathaus in der Größe ca. 5
x 6 m mit einem wunderschönen Ausblick auf die nächste Bergkette. Er sagte mir,
„das ist alles, was ich besitze und dieses Haus habe ich mit meinen eigenen
Händen gebaut, insofern ist es für mich sehr wertvoll“.
Wir gelangten sodann zu einer Werkstatt, wo Handschnitzereien von den Kindern
gefertigt werden unter Schulung von einem Schnitzmeister der alten Kultur.
Kinder im Alter von ca. 7-8 Jahren entwarfen Zeichnungen, die später in Holz
geschnitzt wurden. Auch war zu der Zeit gerade ein Holzschild mit der
Aufschrift: „Brieftaubenzüchter aus Germany“ in Arbeit.
Bei unserem Rundgang führte uns Herr Kreitmeir zum Rohbau der vorgesehenen
eigenen Hausschule, die architektonisch in die Landschaft wunderbar sich
einfügte und wo aufgrund einer Idee von Herrn Kreitmeir sich über die
Unterrichtsräume durch Lichteinfall durch das Dach das Lernen der Kinder
angeregt werden sollte. „Sie sollen Freude am Lernen haben und es nicht als
Strafe empfinden“, waren die Worte des Herrn Kreitmeir. Zur Zeit befand sich
auch ein Theater sowie ein Sportplatz in Baubeginn.
Die Ernährung der zur Zeit 67 Heimkindern wird gewährleistet durch Eigenanbau
von Reis und Ernte der dort vorkommenden Früchte. Herr Kreitmeir legte u.a.
großen Wert auf Früchteanbau, da die Kinder dadurch mit Vitaminen versorgt
werden. Die Kinder sind in sauberen und zweckmäßigen Unterkünften untergebracht,
wobei die Liebe zum Detail nicht fehlt.
Selbst das Trinkwasser ist durch einen eigenen Brunnen gesichert. Das
ungeklärte Wasser wird gereinigt und in offenen Kanälen einem Bach wieder
zugeführt, der in einen Fluß mündet.
Mein Eindruck von diesem Anwesen war überwältigend. Die persönlichen
Leistungen und Aufwendungen des Herrn Kreitmeir sind vorbildlich. Die Gebäude
befanden sich in einem sehr guten Zustand und waren liebevoll mit
Handschnitzereien in die Landschaft eingepasst. Selbst für jede Konfession hatte
er kleine Tempel sowie Bethäuschen aufgebaut, wo an den Wochenenden Priester
ihre Predigten abhielten. Die verschiedenen Religionen in diesem Land werden
dadurch konfliktfrei gefördert und respektiert.
Ein Arzt steht dem Kinderdorf ständig zur Verfügung, was außen im Lande
leider nicht oft der Fall ist. Durch persönliche Kontakte mit deutschen Ärzten,
die hier im Kinderdorf ihren Urlaub verbringen, werden diese Kinder zusätzlich
noch einmal ärztlich überwacht.
Alles in allem wurde hier an alles gedacht. Sicherlich sind immer noch
Wünsche offen, die durch Spenden – wie Herr Kreitmeir selbst versichert –
Unterstützung finden mögen.
Durch meine Kontakte zu Brieftaubenzüchtern sowie Industriellen bot ich Herrn
Kreitmeir auch meine Unterstützung an, soweit es mir möglich ist.
Was Herr Kreitmeir dort leistet, um den Kindern eine schöne Kindheit zu geben
und eine gute Zukunft vorzubereiten, kann ich nicht in Worte fassen.
Ich persönlich denke, dass diese Kinder es ihm eines Tages danken werden,
wenn sie im Erwachsenenalter ihre Kulturen schützen und – vielleicht –
politischen Einfluß nehmen können.
Ich wünsche Herrn Kreitmeir für die Zukunft alles erdenklich Gute und
wünsche, dass er noch viele Jahre gesundheitlich dieses Engagement ausführen
kann.
Berend Ruwen.
Anmerkung der Redaktion:
Durch eine Aktion von Internet-Taubenschlag.de,
pigeon-auction.de, vielen Helfern und Spendern wurden im Im Frühjahr 2005 über
23.000 Euro und im darauf folgenden Dezember über 6.000 Euro in einer
Online-Auktion gesammelt.
Dieser Bericht bestätigt uns, dass wir das Geld an die
richtige Stelle gespendet haben. Die Arbeit hat sich gelohnt. Wir danken Herrn
Ruwen, der keine Mühen gescheut hat uns die Früchte unserer Arbeit etwas näher
zu bringen.
Hier noch weitere Bilder!
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