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Das "1:5-System" von Amerika
Fachbericht über die Augentheorie
Ich glaube, ich habe mindestens soviel Zeit wie jeder
andere damit verbracht, nach eventuell existierenden äußeren
Merkmalen zu suchen, die darauf hinweisen, ob eine bestimmte
Brieftaube ein außergewöhnlicher Flieger und/oder Zuchttier
ist. Wenn Sie meine Flugergebnisse und die Augenfotos meiner
Taubenfamilie sehen, werden Sie feststellen, daß ich mit meinem "Eins-zu-Fünf"-Augensystem
auf der richtigen Spur bin und daß all das keine reine Glücksache
ist. Glück ist bei allen anderen Auslese- und
Beurteilungssystemen der wichtigste Faktor. Das wird deutlich, wenn
man den enormen Ausschuß betrachtet, den man für jede gute
Taube, die man ausgesucht hat, in Kauf nehmen muß.
Die wichtigsten und wertvollsten Informationen, die
ein Taubenzüchter heutzutage bekommen kann, sind die, wie wir
unsere Tauben gesunderhalten können. Die besten Tauben sind
Verlierer, wenn sie nicht gesund und fit sind. Und sie können
nicht fit genug sein zum Gewinnen, solange sie nicht gesund sind. Das
hört sich einfach an, ist es aber nicht. Bei Jungtaubenflügen
und bei der Altreise über die Kurz- und Mittelstrecken können
Spitzenzüchter mit Tauben gewinnen, mit denen durchschnittliche Züchter
nicht gewinnen könnten. Langstreckenrennen sind ein anderes Paar
Schuhe; eine gute Langstreckentaube kann einen mittelmäßigen
Züchter aussehen lassen, als wüßte er, was er tut. Der
Standort des Schlages hat positive oder negative Auswirkungen auf die
Resultate, besonders auf Kurzstrecken und/oder an windigen Tagen. Wie
hart man trainiert, ist ebenfalls ein wichtiger Faktor. Wenn man nicht
regelmäßig an der Spitze der Tabellen steht, die Tiere
jedoch gesund sind und der Standort des Schlages nicht der Grund ist,
weshalb man hinterherhinkt, ist der beste Rat, vielleicht mehr zu füttern
oder mehr Kalorien zu füttern und härter zu trainieren.
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Ich habe nie ein Verdunklungs- oder Lichtsystem beim
Spielen von Jungtieren angewandt und habe auch Leute gesehen, die es
versucht haben, aber damit gescheitert sind. Ich habe jedoch auch
erlebt, daß gute Flieger damit noch viel besser geflogen sind
als zuvor. Was aber noch wichtiger ist, ich habe Züchter
beobachtet, die vorher meist am Ende der Tabelle dümpelten, dann
an die Spitze aufstiegen und durch diese Methoden zu fürchterlichen
Gegnern wurden. Deshalb würde ich jeden, der Zweifel daran hat,
ob er an der Jungreise konkurrenzfähig ist, ermutigen, eines
dieser Systeme auszuprobieren; es kann durchaus die Lösung für
seine Probleme sein. Wenn das auch nicht hilft, gibt es nur eines:
neue Tauben anschaffen!
Wenn Sie harte Konkurse fliegen, erkundigen Sie sich
nach der Durchschnittsgeschwindigkeit in der Gegend, aus der Sie Tiere
anschaffen wollen. "Je schneller die Geschwindigkeit, desto
weniger kann man den Tieren trauen", das ist ein Satz, der nicht
selten den Kern trifft.
Einige Taubenfamilien sind besonders leistungsfähig
bei Rückenwind, aber wenn der Wind sich dreht, und die Tauben
haben die Brise im Gesicht, trennt sich die Spreu schnell vom Weizen.
Seien Sie also vorsichtig.
Wenn Sie nicht an die Augentheorie glauben, haben Sie
bestimmt viele gute Gründe dafür. Schließlich - wenn
dieses Augenzeichengerede was wert ist, warum haben ihre Anwender
nicht die besten Tauben? Das ist eine berechtigte Frage. Bücher über
Augenzeichen, Artikel, Videobänder und die Leute, die uns die
Augenzeichentheorie in den Hals stopfen, sind keine Hilfe, um an der
Spitze mitzufliegen, weil nichts davon richtig erklärt wird. Aber
bei allem, was gesagt worden ist: Der einzig greifbare Beweis, den wir
haben, der gültig ist, um das Potential einer Taube als Züchter
und/oder Zuchttaube zu bestimmen, sind ihre Augen. Ich habe kein
Problem damit, diese Tatsache anhand meiner Tauben zu beweisen.
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Nehmen Sie zum Beispiel Tauben, die einigen gängigen
körperlichen Standards entsprechen mit einer hohen Punktzahl in
jeder Kategorie. Einige dieser charakteristischen Merkmale sind Größe,
Stärke des Brustmuskels, Kopfschnitt, Federqualität, Schnitt
und Größe der Schwing- und Flugfedern, Festigkeit. Einige
glauben, ein bestimmter Typ von Kropf ist wünschenswerter als
andere usw. Nun, einen Schlag mit solchen Tauben zu füllen ist
ganz einfach. Der Ärger ist, die meisten von ihnen können in
der Dunkelheit nicht fliegen und brüten außerdem nicht
viele Gewinner aus. Wenn das nicht so ist, warum müssen dann
alle, die auf solche körperlichen Maßstäbe wert legen
- ob es nun ihre eigenen oder die internationaler Richtlinien sind -,
Tauben zum Auffrischen ihres eigenen Bestandes kaufen? Warum müssen
sie Tauben kaufen, um eine Nachzucht zu bekommen, die sie dann an Sie
weiterverkaufen können? Warum verkaufen sie Ihnen nicht ihre
eigene Taubenfamilie? Die Antwort ist einfach. Die Standards, Systeme
und Methoden, die diese Züchter bevorzugen, erlauben ihnen nicht
den Luxus, einen entsprechend hohen Prozentsatz an Ia Brieftauben zu züchten,
um ihre eigene Schar aufzufrischen, geschweige denn die Ihre. Es ist
eine einfache Sache, Tauben zu züchten, die mit solchen
bevorzugten körperlichen Merkmalen ausgestattet sind, aber kein
Mensch wird Ihnen Flugerfolge garantieren, wenn Ihre Tauben den gewünschten
körperlichen Charakteristiken entsprechen, die verlangt werden.
Sie sehen also, es gibt nur wenige Zusammenhange zwischen
Auswahlmethoden und Flieger- und/oder Zuchtqualitäten. Der
einzige Grund, weshalb man nicht mehr Gewinner züchtet als man
beabsichtigt, ist die Unfähigkeit, genau den Vogel
herauszufinden, der es für Sie tun würde. Wenn es vielleicht
noch einen anderen Grund gibt, lassen Sie es mich wissen!
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Es gibt Leute, die sich im Netz der
Augenzeichentheorie verstricken, nachdem sie von ihren Geheimnissen
gehört haben. Sie hören Theorien über Augenfarbe,
Kreise, Linien, innere Muskeln, Adern und verfangen sich dabei tiefer.
Sie hören Theorien über das Zusammenzucken, kleine Pupillen,
große Pupillen, Pupillenerweiterung und so weiter und so weiter.
Bevor Sie es bemerken, sind Sie in diesem Netz von Theorien vollkommen
gefangen, und dann kommt die Spinne und nimmt Ihnen die Sinne. Dann
sind Sie plötzlich Anhänger irgend einer Augentheorie, und
Sie sind ganz sicher, daß diese Erkenntnisse Sie an die Spitze
der Taubenbewegung bringen und daß Sie reich und berühmt
werden. Wie auch immer, die niedrige Prozentrate von erstklassigen
Fliegern und Züchtungen, die tatsächlich mit der ausgewählten
Augenzeichentheorie produziert werden, weist eindeutig darauf hin, daß
Sie statt an Wettflügen teilzunehmen lieber Pingpong hätten
spielen sollen in ihren Bemühungen nach Ruhm.
Es gibt mächtig wenig Augenzeichenfreunde und
keine Augenzeichenkenner, an die ich mich erinnere, die aufgrund ihres
Fachwissens eine Taubenfamilie gezüchtet haben, die in der
Taubenwelt einen Ton, geschweige denn eine Melodie hinterlassen hat.
Auf der ganzen Welt gibt es viele Top-Züchter und jede ihrer
Flugmethoden oder Systeme funktioniert. Jeder von denen kann Ihnen ein
erfolgreiches Rennsystem weitergeben, aber wenn Ihre Tauben gut genug
sind, werden Sie sowieso Rennen gewinnen, da gibt es keinen Zweifel.
Keiner von denen kann Ihnen sagen, welche Tauben Sie miteinander
paaren sollen, um mehr Gewinner zu züchten als Sie es zur Zeit
tun, und keiner von ihnen züchtet einen besonders hohen
Prozentsatz außergewöhnlicher Tauben.
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Ein prominenter europäischer Züchter erklärte
einmal in einem Buch, daß er einen Top-Schlag aussucht und ungefähr
25 Spätjunge kauft, wohl wissend, daß 23 davon Nieten sein
werden!!! Aber er ist glücklich, wenigstens die beiden anderen zu
haben. Wenn ein belgischer oder holländischer Top-Schlag zwei
gute Tauben von 25 hervorbringt, was können wir dann wohl
erwarten? Richtig? - Falsch! Wir sollten erwarten, eine ganze Menge
mehr als zwei gute Tauben unter 25 zu züchten. Sie werden niemals
einen Milchbauern hören, der sagt: "Wenn eine von zwölf
meiner Kühe genug Milch gibt, bin ich zufrieden." - Oder
einen Eierproduzenten, der sagt: "Wenn eines meiner zwölf Hühnern
genug Eier legt, bin ich glücklich!" Wenn alle Bauern so
denken würden, wären wir schon alle verhungert.
Hier liegt der Unterschied. Taubenzüchter haben
nur andere Taubenzüchter, mit denen sie konkurrieren müssen.
Sie können eine ganze Lkw-Ladung Kies produzieren, um ein
einziges Goldklümpchen zu erhalten und kommen damit zurecht, weil
alle anderen es auch nicht besser können. Bis jetzt!
Ich versuche, die Sache mit den Augenzeichen so
simpel und einfach verständlich zu machen wie möglich. Ich
habe hier nicht die Zeit und den Platz, um das "1:5"-System
zu erklären, deshalb kann ich das Thema nur streifen. Ich weigere
mich, das Kauderwelsch anzuerkennen oder zu sprechen, das von
Augenzeichen-Gläubigen, einige schon lange tot, erfunden wurde,
die in der Vergangenheit keine guten Tauben, geschweige denn eine gute
Taubenfamilie gezüchtet haben. Je schneller sie und ihr dummes
Gerede aus der Welt sind, desto besser und einfacher wird es für
die zukünftigen Brieftaubenfreunde. Jeder Reiter wird Ihnen bestätigen,
daß es einfach ist, ein Pferd beim erstenmal zuzureiten. Die
Fehler, die ein Nichtkönner am Anfang gemacht hat, wieder
auszumerzen, ist dagegen ein wahrer Fluch.
Hier sind einige meiner Meinungen, die auf vielen
Jahren der Beobachtung beruhen.
Augenfarbe
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Glasaugen sind rezessiv, daher auch am vollsten. Hier
sind einige verrückte Beschreibungen von Glasaugen, die Sie
garantiert auf die letzten Plätze der Ergebnislisten bringen,
wenn Sie sie oft genug wiederholen. Einige dieser Beschreibungen sind:
violett, lavendel, grieß, weiß, und es gibt noch mehr, die
für die Beschreibung von Glasaugen nicht zu gebrauchen sind. Vom
weißesten Weiß zum dunkelsten Grau, mit Pink bis roter
Irisfarbe. Solange sie kein Braun, Gelb Grün oder Orange
enthalten und keine Bullaugen sind, sind sie für mich Glasaugen,
das ist das ganze Geheimnis. Einige Glasaugen haben Pupillenringe, die
beinahe weiß sind, jede Grauschattierung, zart-bläulich
gesprenkelt und manchmal schwarz. Keiner von ihnen ist für das
Rennen wichtiger als der andere. Tauben mit Glasaugen miteinander
gepaart, können keine Tauben mit orange-farbenen Augen ausbrüten.
Obschon mir gesagt worden ist, daß stetiges Einzüchten von
Glasaugen eventuell orangefarbene Augen hervorbringen. Ich habe noch
nie erlebt, daß das geschieht, und ich werde es auch nicht eher
glauben, bis ich es selbst gesehen habe. Bullaugen sehen auf den
ersten Blick schwarz aus, bei näherer Untersuchung werden sie
alle Charakteristika von orangenen und Glasaugen feststellen können.
Doch sie brauchen vielleicht mehr Sonnenlicht. Ich würde niemals
die Fähigkeiten einer Taube mit Hilfe der Augenfarbe versuchen zu
beurteilen, ohne dabei helles Sonnenlicht zur Verfügung zu haben.
Für die Uneingeweihten: Einige Bullaugen machen den Eindruck, als
ob der Vogel, zu dem sie gehören, wertvoller ist als seine Zucht-
und Fluggebnisse anzeigen, aber das können Sie vermeiden.
Bullaugen sehen normalerweise weißen Augen ähnlich, vor
allem bei einer gescheckten oder gehämmerten Taube. Doch wenn
eine Taube gräulich ist, hat sie in 99,9 Prozent der Fälle
Glas- oder orangefarbene Augen. Wenn Ihnen eine reinweiße Taube
mit Glas- oder Orangeaugen über den Weg läuft, eher als
Bullaugen, seien Sie versichert, sie wurde aus grauen Tauben gezüchtet.
Gebrochene Augen sind teilweise Bull- und Glasaugen oder Bull- und
Orangeaugen mit wechselnden Anteilen von einem davon. Für mich
sind Orangeaugen all die, die nicht Glas- oder Bullaugen sind. Sie
enthalten Gelb, Rot, Braun, Gold, Grün und alle Schattierungen
dieser Farben.
Ich habe nur sehr wenige wilde, gewöhnliche
Tauben mit Glasaugen gesehen. Ich bin sicher, das hat seinen Grund,
denn Glasaugen sind rezessiv und müssen schließlich gezielt
eingezüchtet werden. Auch die Tatsache, daß orangefarbene
Augen bei den meisten Langstrecken-Champions zu finden sind, wenn sie
auch in der Minderheit sind, ist wichtig, aber ich habe hier nicht die
Zeit, näher darauf einzugehen.
II. Teil
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Nun, da wir das Durcheinander der Farben geklärt
haben und unsere drei Grundfarben Orange-, Glas- und Bullaugen übrig
geblieben sind, können wir uns nun damit befassen, was wirklich
wichtig bei den Brieftauben ist. Eine Menge (vielleicht die meisten)
Meisterbrieftauben sind "Blender". Das heißt, sie
stammen von einem Taubenpaar ab, das mehr Verlierer als Gewinner ausbrütete,
wie bei den meisten Taubenpaare, und genau wie ihre Eltern brüten
diese "Blender" selbst auch nicht mehr Gewinner. Sicher,
einige von ihnen werden auch ein paar Top-Vögel ausbrüten,
aber die Prozentrate ist sehr niedrig bei den meisten von ihnen. Einer
der schnellsten Wege auf die untersten Plätze ist das Züchten
von Gewinnern und Gewinnern, die nur "Blender" Augen haben.
Das haben viele große japanische Käufer und andere, die
Championflieger gekauft und miteinander gepaart haben feststellen müssen.
Wenn Sie diese Zuchtmethode praktizieren (Gewinner mit Gewinner), ja,
dann werden Sie ein paar Gewinner züchten, wie Sie es mit jedem
anderen System auch tun. Gehen Sie aber jetzt einmal hinaus in Ihren
Schlag und zählen, wieviel Verlierer da drin sind. Deprimierend,
nicht war? Flug- und Zuchtfähigkeiten sind eine seltene
Kombination.
Pupille
Schauen wir uns jetzt den Ring oder das Gebiet um die
Pupille an. (Ich bevorzuge das Wort "Ring"). Nicht innerhalb
der Pupille, sondern direkt an der Außenseite. Dieser Ring kann
eventuell gar nicht vorhanden oder sehr breit sein. Es gibt
Brieftaubenchampions, die schmale Pupillenringe haben und beinahe
nichts an ihren Augen zeigt einem Freund der Augentheorie an, daß
diese Tauben tatsächlich Champions sind. Die überwiegende
Mehrheit der "Blender" fallen unter diese Kategorie. Deshalb
hört man auch oft: "man kann Zuchttauben, aber keine Flieger
mit der Augenzeichentheorie herausfinden". Das ist die
Feststellung eines Amateurs. Viele Gewinner, sowie viele große
Champions, die schmale Ringe und keinen inneren Muskel und blasse
Augen haben, haben sehr oft eine Eigenheit gemeinsam, die ihre
Flugqualitäten garantieren und sind deshalb genauso einfach zu
finden wie Gewinner/Brüter mit allem in ihren Augen. Sie müssen
nur wissen, wohin sie schauen müssen. Dieselben Tauben sind als
Zuchttiere unweigerliche Ausfälle, solange sie nicht mit einem außergewöhnlichen
Zuchttauben gepaart werden, der sie trägt. Aber warum soll man
solche tollen Zuchttauben verschwenden.
Natürlich, wir sollten unser Augenmerk nur auf
die wirklich besten Vögel haben, die, die auf allen Entfernungen
gewinnen und Nachkommen ausbrüten, die ebenfalls gewinnen. Es
gibt tatsächlich Tauben, die das können und tun, genau das.
Warum sollten wir uns mit weniger zufrieden geben, als mit dem Besten.
Wenn sie nach der Philosophie handeln, "laß die Guten
beiseite und behalte nur die sehr guten", oder noch besser "die
sehr guten sind nicht gut genug und werden es nie sein", wären
sie ein sehr viel gefährlicher Flieger, als sie es jetzt sind.
Jeder geht Kompromisse ein, aber derjenige, der am wenigsten
Kompromisse eingeht, ist der Beste. Die Preisfrage heißt
offensichtlich, woher bekommen wir diese Tauben.
Nehmen wir zum Beispiel Tauben mit wischi-waschi trüben
Augen (nicht wichtig, ob es Orange- oder Glasaugen sind) mit schmalen
Pupillenringen. Ob diese Ringe hell oder dunkel sind, macht keinen
Unterschied, die Tatsache, daß sie schmal sind, ist der
eigentliche Faktor mit Konsequenzen.
Vergessen Sie für immer diese Sache mit dem
stehenden oder liegenden Zeichen, weil es zu keiner Zeit wert war,
auch nur erwähnt zu werden. Diese Tiere mit schmalen Ringen gehören
zur Mehrheit der Tauben in der Mehrzahl der Schläge. Da so
ziemlich jeder mehr Verlierer als Gewinner hat, kann man also davon
ausgehen, daß die meisten Verlierer oder die wenigsten Gewinner
- ganz wie Sie wollen - aus dieser Gruppe kommen.
Generell kann man sagen, je besser die Tauben, desto
breiter der Ring um die Pupillen. Gehen Sie in einen Schlag, dessen
Besitzer dem Augenzeichen keine Bedeutung schenkt oder vielleicht
sogar darüber lacht. Finden sie die Vögel mit dem breitesten
Pupillenring heraus und fragen Sie ihn, ob er sie verkauft. Wenn diese
Tauben Preisflüge geflogen haben oder gebrütet haben, wird
er sie nicht verkaufen. Sie sind unweigerlich unter den Stars im
Schlag, unabhängig davon, ob der Besitzer irgend etwas vom
Augenzeichen weiß oder nicht. Auch wenn er kein Freund der
Augenzeichentheorie ist, wird er besonders scharf auf diese Vögel
sein, weil er nicht viel von Ihnen besitzt oder je besitzen wird.
Die meisten Tauben, die auf den Schlägen der
Taubenfreunde nicht zu verkaufen sind, haben breitere Pupillenringe,
als die meisten ihrer Schlaggenossen, auch wenn sie in der Minderheit
der Vögel in diesem Schlag sind. Wenn diese Vögel geflogen
sind oder gebrütet haben, haben sie ihren Wert mehr als alle
anderen Vögel unter Beweis gestellt.
So ist es einfach nur logisch, daß wenn ihr
Schlag aus mehr Tauben mit breiten Pupillenringen bestände, Sie
auf allen Distanzen und bei allen Geschwindigkeiten ein besserer
Flieger wären, als Sie es jetzt sind und das ist eine
unbestreitbare, positive Tatsache. Wenn Sie die letzten beiden Absätze
bezweifeln, gehen sie einfach in ihren eigenen Schlag und in den ihrer
Freunde oder in irgendeinen anderen Schlag, schauen sie nach und
vergleichen sie. Stellen sie sicher, daß es ein sonniger Tag
ist.
Pete Pobor
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