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48. Nationale Brieftauben-Ausstellung in der Schweiz
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Ing. Lutz Primes |
Ein Bericht vom österreichischen Präsident
Ing. Lutz Primes.
Freundlicherweise wurde ich vom Präsidenten des „Schweizer
Brieftaubensport- Verbandes“, Herrn Dr. Jean- Pierre Nell, zur
nationalen Ausstellung vom 7. bis 9. Jänner 2005 nach BERN
eingeladen. Ich habe spontan zugesagt, da ich neugierig war, wie
unsere Schweizer Freunde ihre Ausstellung aufbauen; auch war ich
noch nie bei den Schweizer Brieftauben Züchtern zu Gast.
Bedingt durch den guten Wetterbericht, habe ich mich entschlossen mit dem
Auto zu fahren. Auch interessierte mich die Strecke von Innsbruck durch den
Arlberg, die ich auch noch nicht kannte. Nachdem die Eröffnung der Ausstellung
schon um 15 Uhr 30 anberaumt war, musste ich die 920 km lange Reise schon um 5
Uhr Früh beginnen. Durch die guten Straßenverhältnisse und das geringe
Verkehrsaufkommen schafften wir, ich hatte ja auch meine Frau mitgenommen, bis
15 Uhr die Hinfahrt nach Bern.
Durch die Einladung hatten wir Kenntnis, dass die Ausstellung zum 130.
jährigen Bestandsjubiläum der „Schweizer Gesellschaft für Kleintierzucht“ im
Kongresszentrum der „BEA Bern expo“ stattfinden würde. Bei dieser gigantischen
Schau stellten 8.000 Züchter nahezu 14.000 Kleintiere vor. Darunter Rassetauben,
Geflügel, Kaninchen und Vögel.
Pünktlich wie die Schweizer Uhren erfolgte die Eröffnung dieser gewaltigen
Schau, bei der die Vertreter der Schweizer Kleintierzüchter sowie der
Europäischen Kleintierzüchter zu Wort kamen. Die Eröffnung erfolgte durch
Bundesrat Christoph Blocher.
Die Ausstellung unserer Schweizer Brieftauben Freunde war in der großen Halle
mit den anderen Taubenrassen untergebracht. 38 Züchter stellten 391 der
bestgereisten Schweizer Brieftauben in 5 Leistungs-Klassen vor.
- SPEZIAL-KLASSE
erforderlich 25 (20) Preise, davon mind. 4 im Jahr 2004
- SONDER-KLASSE
erforderlich 16 (12) Preise oder 4500 (4000) km. (2003/2004).
- LEISTUNGS-KLASSE
erforderlich6 (5) Preise oder 1400 (1200) km 2004.
- JÄHRIGEN-KLASSE
erforderlich 4 (3) Preise oder 1200 (1000) km 2004.
- JUNGTAUBEN-KLASSE
erforderlich 1 Preis oder 50 km.
Anm.: In Klammer die Bedingungen für die Weibchen!
Die Anforderungen sehen gering aus. Aber wer sich die geographische Lage der
Schweiz ansieht, kann sich vorstellen, dass diese Bedingungen nicht leicht zu
erreichen sind. Abgesehen davon waren Tauben mit bis zu 13 Preisen ausgestellt.
Dass in der Schweiz hervorragende Tauben zu Hause sind, untermauern die vielen
internationalen Erfolge bei den diversen „Freien Jungtauben- Wettflügen“ in
aller Welt. Für uns Brieftaubenzüchter waren aber auch die anderen Tauben-
Rassen und Kleintiere von großem Interesse.
Unsere Schweizer Freunde hatten für ihre Gäste ein schönes Programm
zusammengestellt. Der Einladung in die Schweiz Folge geleistet hat auch Herr C.M.
Prats, Präsident des FCI; Herr Luc Joris, Sekretär des FCI, Felicien Vermeulen
vom „Königlichen Belgischen Brieftauben- Verband“; Walter Klein, Vizepräsident
des „Verbandes Deutscher Brieftaubenzüchter; Herr Angelo Franza vom
„Italienischen Brieftauben- Verband“. Am Samstag war ein gemeinsames Mittagessen
im Restaurant D. u. P. Tschannen in Wohlen anberaumt, wo die Gäste die obligaten
Grußadressen überbrachten.
Auch der Festabend war gelungen, mit Schweizer Folklore und Tanzgruppen. Die
Einlage eines „Zauber- Künstlers“ war durch sein „Schwyzer Deutsch“ für
sprachenunkundige leider nicht so unterhaltsam.
Der Sonntag ging leider zur Gänze für die Heimreise auf. Jedenfalls war der
Besuch in der Schweiz ein großes Erlebnis. Wir konnten die Gastfreundschaft
genießen und die hervorragende Organisation kennen lernen. Vielen Dank an die
Veranstalter und unsere Freunde vom „Schweizer Brieftaubensport- Verband“.
Ing. Lutz Primes
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