Besuchen Sie unseren Werbepartner
Anzeige
Benutzername:  Passwort:   Registrierung! Passwort vergessen?
 Statistik  Netiquette  Disclaimer  Impressum
 
 
Home
 
Magazin
Podcast
Meisterschaft
1. Konkurse
International
Auktion
One Loft Races
Kids Corner
Preislisten
Taubengesundheit
Wetter
Photo Gallery
Forum
Office Tools
Umfragen
Verirrte Tauben
Züchter
Tauben-Shop
 
Partner Sites
Der Internet-Taubenschlag hilft!
Der Internet-Taubenschlag hilft!
 
Home  Magazin  Bundesarbeitsgruppe Stadttauben Teil 3 

C.03: Die Domestikation der Felsentaube
[ PDF Download:]

Unter Domestikation versteht man die Umwandlung von Wildtieren zu Haustieren durch Zähmung und Zuchtwahl.
Wann und warum die Felsentaube in die Obhut des Menschen kam, kann nur vermutet werden.
Wahrscheinlich geschah dies wegen des großen Verbreitungsgebietes der Felsentaube zu verschiedenen Zeiten an verschiedenen Orten mit der jeweiligen einheimischen Unterart der Felsentaube.

Drei Hypothesen der Domestikation werden diskutiert:

Erste Hypothese (Synanthropiehypothese):
Die Felsentaube schloß sich bereits im 8. Jahrtausend v. Chr. freiwillig den ersten Ackerbauern als Kulturfolger an. Sie ernährte sich auf den vom Menschen geschaffenen Getreidefeldern, brütete zunächst weiterhin an der Felsenküste, benützte aber später die Behausungen der Menschen als Ersatz für ihren Brutfelsen.
Mit der Ausbreitung des Ackerbaus erschlossen sich der Felsentaube immer neue Lebensräume.

Zweite Hypothese (Domestikationshypothese):
Die frühen Menschen sammelten Taubennestlinge an den Brutplätzen der Felsentaube ein, nahmen sie in ihre Siedlungen mit und zogen sie durch Mund-zuSchnabel-Fütterung auf.
Waren diese Tiere dann flügge und selbständig, nisteten und brüteten sie in der Nähe des Menschen.
Taube und Mensch lebten dann in einer Art Lebensgemeinschaft: Der Mensch konnte durch Eier und Jungtauben seinen oft kargen Speisezettel bereichern, und die Tauben genossen in der Obhut des Menschen Schutz vor Feinden.

Dritte Hypothese (Tempelhypothese):
Die ersten Tempel im Mittelmeerraum wurden an der Küste auf Höhen und Bergen errichtet, dem natürlichen Lebensraum der Felsentaube.
Taubenpaare besiedelten diese heiligen Bereiche und ernährten sich unter anderem von den Opfergaben wie Getreide und Brot.
Die Tauben wurden entsprechenden Göttern zugeordnet und als heilige Vögel gehegt und verehrt.

Warum machte der Mensch gerade die Taube zu seinem ersten Haustier?
Die Taube bringt eine Reihe von biologischen Voraussetzungen mit, die sie zum idealen Haustier machen:

 
  • Ihre starke Bindung an den Brutplatz und an den Partner ermöglichen eine einfache Freiflughaltung.
 
  • Als sozialer Brüter kann die Taube in großer Zahl gehalten werden.
 
  • Tauben sind Körnerfresser. Ihre Nahrung kann von Ackerbauern leicht erzeugt und gelagert werden. Während der Vegetationsperiode können sich Tauben selbständig ernähren. Im Kropf werden Körner gespeichert, was längere Fütterungsintervalle zulässt und die Haltung vereinfacht.
 
  • Tauben können vielfältig genutzt werden: Fleisch, Eier, Kot (Dünger).
 
  • Tauben gewöhnen sich schon nach kurzer Zeit an den Menschen. Ihr Abwehrverhalten ist für den Menschen harmlos.
 
  • Tauben sind schöne und attraktive Tiere (Kindchen-Schema), die einige Besonderheiten aufweisen, die beim Menschen Interesse wecken: Saugtrinken, Einziehen des Kopfes beim Schlafen, Trippeln, Gurr-Laute, die dem Lallen des menschlichen Babys ähneln.

Die geographischen Schwerpunkte der Domestikation lagen wahrscheinlich in drei verschiedenen Regionen:

 
  • in Indien und Pakistan
 
  • in Persien und im südlichen Russland
 
  • im Mittleren Osten (Syrien, Libanon, Irak und Osttürkei)

Zuerst verbreitete sich die Haustaubenzucht in der westlichen Türkei, in Griechenland, auf dem Balkan, in Italien, Ägypten, Nordafrika, Spanien und Portugal und von da aus ins übrige Europa.
Mit der Ausbreitung des römischen Imperiums gelangte die Haustaube nach Mitteleuropa.
Im 17. Und 18. Jahrhundert wurde die Haustaube schließlich nach Kanada, USA, Südafrika und Australien gebracht.

Aus diesen Beständen entwickelten sich durch Züchtung weitere Haustaubenrassen, und aus deren verwilderten Nachkommen die lokalen Stadttaubenpopulationen.


[Home]  [Magazin]  [Podcast]  [Meisterschaft]  [1. Konkurse]  [International]  [Auktion]  [One Loft Races]  [Kids Corner]  [Preislisten]  [Taubengesundheit]  [Wetter]  [Photo Gallery]  [Forum]  [Office Tools]  [Umfragen]  [Verirrte Tauben]  [Züchter]  [Tauben-Shop]  [Brieftaubenzüchter helfen]  [Bannerwerbung]  [Adressen-CD]  [Newsletter]  [Statistik]  [Netiquette]  [Disclaimer]  [Impressum