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Zum zweiten Mal in Folge Jungtaubenmeister
Schlaggemeinschaft Roland und Denis Faber und Klaus Matschinski
Hinter
diesen Namen verbergen sich der 45-jährige Roland Faber, sein Sohn Denis (18)
und der 59-jährige Klaus Matschinski. Die SG existiert seit 1991. Sie spielt in
der Hamburger Reisevereinigung v. 1889, die mit 142 Mitgliedern und mehr als 100
reisenden Schlägen eine der größten des Verbandes ist. Entsprechend stark ist
die Konkurrenz. Mehrere RV-Meisterschaften, bestgereiste Tiere und
Spitzenplatzierungen auf Kreis- und Bezirks- und später auch auf RegV- Ebene in
den letzten 10 Jahren machten das Trio zu einem der Spitzenschläge in der
Region. Für die Erfolge mit den Jungtauben ist Denis zuständig, der in den
beiden letzten Jahren der Alleinverantwortliche für den Nachwuchs der SG ist.
Das geht so weit, dass die beiden anderen Sportfreunde nur sporadisch die beiden
Jungtierschläge betreten, um die auf Denis fixierten Tiere nicht zu
verunsichern. Der intensive Umgang mit dem Bestand spiegelt sich in der
Zutraulichkeit der Tiere wider, die ihm teilweise bis auf die Terrasse
nachfliegen, um sich dort auf Kopf oder Schultern niederzulassen.
2007 entschloss er sich, die älteren Jungen zu verdunkeln und setzte auch in
diesem Jahr diese Praxis fort. Da jedoch mehr als 20 Schläge der RV mit
verdunkelten oder früh geborenen Jungtauben spielt, war das alleine kein Garant
für Spitzenplatzierungen und Meisterschaften. Vielmehr war es wichtig, dass der
Nachwuchs in beiden Jahren nicht von der gefürchteten Jungtaubenkrankheit
betroffen wurde. Zum einen führt man dieses auf den frühen Geburtstermin der
Masse der Tiere zurück, denn beim Einsetzen der Stressfaktoren Training und
Reise hatten die meisten von ihnen bereits ein Alter erreicht, in dem die Gefahr
von „Kinderkrankheiten“ nicht mehr so hoch war. Da aber auch die „Spätgeborenen“
den gleichen guten Gesundheitszustand zeigten, glaubt man dieses mit dem
konsequenten Einsatz von ColumSan begründen zu können, das bereits Monate vor
den Preisflügen zur Anwendung kam. Ein dritter Grund war das intensive
Privattraining, das man mit einigen befreundeten Sportfreunden gemeinsame bis zu
einer Entfernung von 45 km durchführte. Hier einige erfolgreiche Flüge der
gerade abgelaufenen Saison:
- Neustadt, 3930 gesetzte Tauben, selbst 99/ 69 Preise, darunter 13., 14.,
15a., 15b., 17a., 17b., 19a., 19b. Konkurs, insgesamt 30 Tiere mit 90 u.
mehr Ass-Punkten.
- Wittstock, 3903 gesetzte Tauben, selbst 100/ 76 Preise, darunter 3., 8.,
9a.,. 9b.,9c.,9d..,13a., 13b., 15a., 15b. Konkurs, insgesamt 24 Tiere mit 90
u. mehr Ass-Punkten.
- Gransee, 3407 gesetzte Tauben, selbst 100/ 71 Preise, darunter 1., 2.,
3a., 3b., 5a., 5b., 7., 9., 10. Konkurs, insgesamt 38 Tiere mit 90 und mehr
Ass-Punkten.
Hinzu kam ein freier Flug über 330 km, bei dem man sich mit Größen aus drei
Nachbar-RVen maß. Und auch hier brillierte die SG mit 51/ 32 Preisen und den
Platzierungen 1a, 1b, 3, 4, 5a, 5b, 7, 13, 15, 16 usw. Am Ende stand, wie
bereits 2007, der 1. Platz bei der Jungtiermeisterschaft. Fünf Tiere konnten
sich unter den ersten Zehn auf RV-Ebene platzieren.
Trotz Verdunkelung, Training usw.- im Mittelpunkt stehen die Tauben. Und
diese stammen nicht von schlechten Eltern. In den letzten drei Jahren wurden,
zusammen mit dem Zuchtgemeinschaftspartner H. J. Ohl, mehr als 20 Tiere bei John
und Jan Baeck (Brasschaat) aus allen Assen des Zuchtschlages erworben. Zwei
Kinder aus dem „Highlander“, aber auch Söhne und Töchter aus dem „Presto“,
„Lord“, „Jakhals“, „Kibbelaar“, „Magnum“, „Nero“, „Satan“ und „“Lyncher“ traten
ihren Weg nach Hamburg an. Ohne zu übertreiben kann die Zuchtgemeinschaft heute
als deutsche Filiale dieses belgischen Erfolgsschlages bezeichnet werden. Hinzu
kamen mehrere Enkel aus dem „Kannibaal“ von Dirk van Dyck, vier Jungtiere von
André Bellens und jeweils Enkel aus dem 1. Ass-Vogel der Union Antwerpen 2005
und Söhne aus dem 1. Ass-Vogel der Union Antwerpen 1997 von Cyriel Verbeeck aus
Vorselaar, der mit einer nur 12 Köpfe umfassende Witwermannschaft der Konkurrenz
seit geraumer Zeit das Fürchten lehrt. Durch einen glücklichen Umstand kam man
Ende 2006 an 14 Tiere von Jos und Jules Engels, aus denen man für drei Monate
züchten durfte. Darunter befanden sich jeweils ein Sohn und eine Tochter des „Argenton“,
Kinder des „178“, ein Sohn aus der Olympia-Taube „Marieke“, Kinder ihrer Eltern
und Kinder vom „734“. Mittlerweile sitzt die Masse dieser Tiere bei dem
polnischen Sportfreund Marek Rzepka, einige Tiere verblieben jedoch in Hamburg.
2007 wurden darüber hinaus u.a. Kinder des „Tieke“ bei Maurice u. Luc De Laere,
des „Gladiators“ (3. nat. Asduif KBDB HF 2004 u. 2. Olympiade duif snelheid
Porto 2005) bei Luc und Bart Geerinckx und sowohl vom „Figo“ als auch von dessen
Bruder, dem „Keizer“ bei Antoon u. Hilde Reynaert erworben. Nicht zuletzt müssen
10 Tauben vom 2. nationalen Meisters auf Bundesebene 2005, Hans Rausch aus
Döbeln, erwähnt werden, die dieser im Spätsommer 2006, also noch vor dem Verkauf
des Bestandes, der Schlaggemeinschaft kostenlos überlies, stammten sie doch aus
seinen besten Zuchtpaaren.
Die Nachzucht dieser Erwerbungen konnte 2007 und auf der diesjährigen
Jungtierreise ihre Klasse ebenso unter Beweis stellen wie 10 Jungtiere der neuen
deutschen Meister Karsten und Matthias Ploog, die im Frühjahr 2008 als Eier nach
Hamburg kamen.
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