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Riesevögel "On Tour"

Am Freitag, den 06. März 1998 war es wieder einmal soweit, es wurde „eingekorbt" zur Züchterreise nach Holland und Belgien mit dem Endziel Taubenmarkt Lier.

Die erste Einsatzstelle war München, hier mußten die ersten Reiseteilnehmer bereits um 23.00 Uhr einsteigen. Freising, Vohburg und Ingolstadt waren die nächsten Einsatzstellen. Um 1.00 Uhr verliesen wir Denkendorf die letzte Einsatzstelle und Reiseleiter Gerd Lörch konnte nun 48 Reiseteilnehmer begrüßen. Dann ging die Post in Richtung Fa. Eijerkamp, Zutphen ab.

Nach einer langen Nachtfahrt kamen wir dann überpünktlich um 8.30 Uhr im Wohnboulevard der Fa. Eijerkamp an und wurden durch den Junior Evert-Jan aufs herzlichste begrüßt. Ein reichhaltiges Büfett entschädigte uns für die lange Anfahrt, es war köstlich und lies wahrlich keine Wünsche offen.

Ja, und dann kam das, worauf viele Züchter gewartet hatten, der Besuch der Ponderosa. Hier erwartete uns Dick Scholten, ein guter Freund und Urgestein der Fa. Eijerkamp. In seiner unnachahmlichen Art der freundschaftlichen Begrüßung und Vorstellung der vorhandenen Tauben auf der Ponderosa war es doch für viele Züchter ein besonderer Moment, als sie den legendären „James Bond" in Händen hielten. Ein gelungener Besuch, von dem unsere Züchter sehr angetan waren und der noch lange für Gesprächsstoff sorgen wird.

Aber die Zeit bleibt nicht stehen und so machten wir uns zum nächsten Höhepunkt der Reise auf den Weg zu Mariette van de Weyer in Booischot. Mariette, eine reizende Dame, die Taubenkönigin von Belgien begrüßte uns ebenfalls aufs herzlichste und hieß uns willkommen. Mit unverkennbarer Sachkenntnis stellte sie uns ihre Hofkens- und Schellens-Tauben vor -ein Eldorado- Tauben die viele von uns begeistert haben und so nimmt es nicht wunder, daß auch einige Jungtauben den Weg un unseren Bus gefunden haben. Ein herzliches Danke für die unkomplizierte, nicht selbstverständliche Führung durch ihre Tauben-schläge.

Unser Freund Louis Vangramberen lotste uns dann in unser Hotel, daß er für uns gebucht hatte, „Het Kasteel Nieuwland", ein Tagungshotel erster Güte. Zu unserem gemeinsamen Abendessen waren noch die belgischen Spitzenzüchter Franz Lodewijk, das reizende Ehepaar Libert Naulearts, Mariette v. de Weyer und Louis Vangramberen geladen. Ein netter, internationaler Züchterabend schloß sich an, der im Hintergrund von Pianomusik untermalt wurde. Kerzenlicht, leise Musik und gutes Essen, Gespräche über Tauben - Züchterherz was willst du mehr.

Am Sonntag Morgen hieß es früh aufstehen, um 6.30 Uhr startete schon die erste Partie zum Taubenmarkt nach Lier. Da waren unsere Taubenzüchter vielleicht wach und es war eine ganz besondere Freude dies zu beobachten. Leider war uns das Wetter nicht so gut gesinnt, aber das tat dem Tatendrang keinen Abbruch, es wurden doch einige Körbe voll mit Jungtauben geladen.

Viel zu früh mußten wir Abschied nehmen, aber die 900 km Fahrstrecke mußten ja auch noch bewältigt werden. Müde, aber glücklich versanken dann für eine kurze Zeit unsere Reisenden in den Sitzen und träumten wohl von den kommenden Erfolgen.

Um 18.00 Uhr kamen wir dann in der Gastwirtschaft unseres Sportfreundes Norbert Schuh in Möhrfelden an, wo uns unser Abendessen und frisches bayrisches Weißbier erwartete. Hier wurden die gestifteten Tauben von der Fa. Eijerkamp, und von Mariette von de Weyer versteigert, ein ansehnlicher Betrag kam zusammen und wurde der Gemeinschaftskasse für das Abendessen zugeführt. Ein herzliches Danke an die Spender und viel Glück für die Käufer.

Satt, glücklich und zufrieden wurde dann zum Endspurt der letzten Kilometer angesetzt und gegen 21.15 Uhr konnten die ersten Sportsfreunde dem Bus entsteigen, bei vielen hat es noch etliche Zeit länger gedauert, bis sie nach Hause kamen.

Vielen Dank an alle Teilnehmer, ich bin mir auch sicher, daß es jedem gefallen hat und ich möchte schon heute darauf hinweisen, daß wir im nächsten Jahr wieder dabei sind. Es war eine ausgesprochene nette Gruppe, vielen Dank für Eure Pflegeleichtigkeit und viel Glück mit Euren neuen „Belgiern".

Ein Dank auch an Louis Vangramberen, der mir bei der Organisation geholfen hat.

Ingolstadt, 17.03.1998
Gerd Lörch

 
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