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GEBR. POUW

Janssen-Tauben bringen es noch immer!

Nederhorst den Berg - Ein Dorf mit zwei Kirchen und einer Kneipe. Es strahlt Ruhe und Gemütlichkeit aus. Am Rembrandt van Rijnhof 32, einem malerischen kleinen Platz, umringt von Arbeiterhäusern, einen Katzensprung vom Zentrum entfernt, trafen wir Louis und Herman Pouw.
Tauben waren der Familie Pouw völlig unbekannt, als ein Zuflieger auf Nummer 32 landete, und Louis sich berufen fühlte, diese Taube wieder auf die Beine zu bringen. Der Kanichenstall wurde umfunktioniert und im Handumdrehen zu einem Mini-Taubenschlag umgebaut. Mit der Liebhaberei wuchs auch die Schlaganlage. Aus zwei Metern wurden vier Meter, aus vier Metern sechs, und dann war der kleine Garten vollgebaut. Es musste sich also in erster Linie um Qualität drehen. Diesem Prinzip sind die Gebrüder Pouw immer treu geblieben.
1981 wurden zum ersten Mal Jungtauben eingesetzt. Anfang 1983 kam Herman seinem Bruder zu Hilfe, und seitdem wird unter dem Namen Gebr. Pouw gespielt.
Im Nachhinein betrachtet, muss man Kobus de Weerd aus Hilversum sehr dankbar sein. Er war es, der den Brüdern den richtigen Weg wies. Er half ihnen beim Bau des Schlages und brachte ihnen die Tricks und Kniffe des Handwerks bei. Er verhalf ihnen auch zu den ersten Tauben, Janssen-Tauben wohlgemerkt. Vor allem die Linien "Sohn Jonge Merckx", "019", "Geeloger" und "Stier" wurden intensiv ausgebaut und bilden noch heute die Basis-Linien dieser niederländischen Schlaggemeinschaft.

Klassische Witwerschaft
Die Gebr. Pouw bringen jedes Jahr 32 Witwer (2012 soll mit 24 Witwern und 24 Weibchen begonnen werden, doch darüber später mehr) und 70 Jungtauben an den Start in die neue Saison. Das ist alles, was in dem Mini-Garten untergebracht werden kann. Die Zuchttauben sitzen bereits an einem anderen Ort.
Eine Woche vor Weihnachten wird angepaart. Wenn die Jungen 14 Tage alt sind, werden sie zusammen mit den Weibchen auf den Jungtierschlag gesetzt. Die Männchen sitzen bis zur ersten Aprilwoche getrennt. Danach werden sie zum zweiten Mal angepaart und beginnen die neue Saison auf einem Nest. Wenn die Jungen drei Wochen alt sind, werden sie weggenommen, und für die Männchen beginnt die Witwerschaft.
Motivation ist das Schmiermittel für eine gut eingespielte Reisemannschaft. Während der ersten Wochen wird sie aus der richtigen Nestposition bezogen. Aber Witwerschaft bedeutet bei den Gebr. Pouw viele Variationsmöglichkeiten. Jede Woche wird etwas anderes gemacht: kurze Zeit zusammen, längere Zeit zusammen, Nistschalen und Tabakstängel bei der Heimkehr, ein ganzer Tag zusammen usw.
Auf medizinischem Gebiet ist man auch nicht gleichgültig. Jan van Wanrooij von Belgica-de Weerd ist hier der wichtigste Berater. Vor dem Anpaaren wird in der Regel eine blinde Kur gegen Trichomonaden und Kokzidien gemacht. Auf den Eiern des zweiten Geleges wird fünf Tage lang mit Baytril behandelt. Wenn die Reisesaison vier Wochen alt ist, wird ein paar Tage mit Belgamix Trichostop behandelt, und alle sechs Wochen gibt es eine Appertex. Bei der Heimkehr ist das Futter mit Edlen Ölen und Bierhefe präpariert und am Sonntagabend kommt immer Traubenzucker über das Futter.

Motivierte Jungtauben
Will man auf den nationalen Jungtierflügen ein Wörtchen mitreden, muss selbstverständlich verdunkelt werden. Wenn die Jungtauben 5 bis 6 Wochen alt sind, wird mit dem Verdunkeln begonnen, und zwar von 18.00 Uhr bis 10.00 Uhr und das bis Anfang Juni. Während der Verdunkelungsperiode bleiben Männchen und Weibchen zusammen. Nach Beendigung dieser Periode hofft man, dass sich so schnell wie möglich Pärchen bilden. Es wird auch versucht, die Jungtauben zu motivieren. Sie sitzen auf einer dicken Strohschicht, die alle drei Wochen erneuert wird. Auf dem Fußboden werden gemütliche Eckchen gebaut, und hinter die abgeschirmten Türen der Nistzellen werden Nistschalen gestellt. Auf diese Art und Weise wird versucht, das nötige Leben in die Bude zu bringen. Sollte eventuell das Adeno-Virus zuschlagen, wird auf "4 in 1 Mix" zurückgegriffen. Während des Winters wird regelmäßig Kräutertee gegeben.

Zukunft
Im Laufe des September 2011 soll der alte Reiseschlag vollständig abgerissen werden. Anschließend wird ein neuer Schlag von der Firma P&P aus Mill errichtet. Dieser Schlag wird 9,30 Meter lang und 2,30 Meter tief sein. Darin werden vier Abteile eingerichtet: 2 Abteile für insgesamt 24 Witwer, 1 Abteil für 24 Witwerweibchen (2012 soll mit der totalen Witwerschaft begonnen werden) und 1 Abteil für zirka 50 Jungtauben. Dieser Schlag ist mit allen modernen Errungenschaften ausgerüstet, denn auch hier soll nichts dem Zufall überlassen werden.
In den letzten zwei Jahren sind diverse Tauben von C. & G. Koopman und Gaby Vandenabeele eingeführt worden. Den Kreuzungen aus diesen Tauben mit den alten Janssen-Arendonk-Linien wird jetzt kräftig auf den Zahn gefühlt. Die ersten Erfolge mit diesen Kreuzungen konnten schon verzeichnet werden.
11.6.2011 Bourges (606 km): 1. gegen 1.381 Tauben
NPO (Nord & Süd): 4. gegen 7.633 Tauben
26.6.2011 Châteauroux (652 km): 1. gegen 1.392 Tauben
NPO (Nord & Süd): 21. gegen 7.714 Tauben


Einige Ergebnisse der letzten Jahre:

2007 - 2008
(35 x 1. Preis)
Duffel: 1./19.077 Tauben
Duffel: 1./3.668 Tauben
Duffel: 1./17.091 Tauben
Duffel: 1./4.843 Tauben
Duffel: 1./3.132 Tauben
Nijvel: 1./15.051 Tauben
Nijvel: 1./3.613 Tauben
Nijvel: 1./2.011 Tauben

2009 - 2011
Strombeek: 5.418 Tauben: 1., 2., 3.
Duffel: 11.597 Tauben: 1., 3., 8., 10.
Nijvel: 11.690 Tauben: 1., 2.
Strombeek: 6.356 Tauben: 1., 5.
Nijvel: 1.329 Tauben: 1.
Bourges: 1.381 Tauben: 1.
Châteauroux: 1.392 Tauben: 1.
Pommeroeul: 1.577 Tauben: 1.


In der ganzen Welt spielen Züchter erfolgreich mit Tauben von den Gebr. Pouw.

Ein Beispiel:
Boudewijn Pouw aus Utrecht in den Niederlanden.
Sein NL 08-1298105 gewann u.a. den 1. von Mantes la Jolie gegen 1.992 Tauben, den 1. von Peronne gegen 1.469 Tauben und den 2. von Peronne gegen 2.171 Tauben. 2010 wurde er 9. nationale Ass-Taube auf der Kurzstrecke NPO und 9. nationale Ass-Taube auf der Kurzstrecke WHZB. Dieser Vogel wurde aus einem 100 %igen Janssen-Vogel von den Gebr. Pouw aus Nederhorst den Berg (einem Bruder des NL 07-1614715, 1./1.469 Tb. Breteuil) und einer Täubin aus zwei Originalen von den Gebr. Borgmans gezogen.
Die Gebr. Pouw züchteten schon den NL 08-1298122, 1. Ass-Taube auf der Kurzstrecke CCG 8 2010.
Über die Gebr. Pouw aus Nederhorst den Berg kamen schließlich einige Janssen-Tauben, u.a. aus "Nasser" (1. gegen 32.950 Tauben) und aus der Linie des "Gebroken Poot" (Enkel 019 von den Gebr. Janssen). Diese Linien brachten u.a. den NL 07-1614715, 1. Epehy gegen 3.453 Tauben.

Gisela Zoland (Übersetzung aus dem Flämischen) und Wim van Elsland (Verfasser)

 


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