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Erwin Zucker – 2. Regionalmeister 2006 Allround im RegV 255


Harald von Behren

Im niedersächsischen Staatsbad Bad Nenndorf, etwa 20 km westlich von Hannover gelegen, hat an der Wincklerstraße der 68-jährige pensionierte frühere selbständige Malermeister Erwin Zucker sein Domizil. Erwin Zucker gehört der RV Lindhorst an. Auch seine Brüder Willibald (RV Lindhorst), Alfred (RV Hannover-West) und Ewald (RV Deister-Süntel) sind aktive Brieftaubenzüchter. Eine wahrscheinlich einmalige Konstellation in Deutschland, dass in der heutigen Zeit des Mitgliederrückgangs vier Brüder jeweils auf eigene Flagge den Brieftaubensport seit Jahrzehnten betreiben. Mit einer zugeflogenen Taube fing in den 50-er Jahren seinerzeit alles an; der Taubenvirus infizierte die Gebrüder Zucker und seitdem sind sie dabei. Erwin Zucker reist seit 1959 eigenständig. Bedingt durch zwischenzeitliche gesundheitliche Probleme, die im Jahr 1991 zur Frühverrentung führten, wurden die Tiere in den letzten 15 Jahren mit unterschiedlicher Intensität betreut und versorgt. Seit etwa 4 Jahren hat sich seine Gesundheit jedoch glücklicherweise wieder stabilisiert; seinen persönlichen Motivationsschub aus dieser Situation übertrug Erwin Zucker auch wieder auf seine Tiere und ist erneut mit vollem Engagement dabei.

Schläge und Schlagverhältnisse

Die Hauptschlaganlage befindet sich auf dem Dachboden des zweigeschossigen Wohnhauses. Von hier aus wird von einem Jungschlag, einem Reiseschlag für die Reiseweibchen und zwei Reiseschlägen für die Witwervögel am Reisegeschehen teilgenommen (siehe Foto von links nach rechts). Ein kleiner Gartenschlag mit Voliere beherbergt die Zuchttauben und rundet die Gesamtanlage ab.

Die Tauben – Familienzucht seit 1975

Die heutigen Leistungstauben gehen fast ausschließlich auf Stichelbout-Tauben der 70-er Jahre zurück. Seinerzeit erhielt Erwin Zucker von August Klahr aus der RV Rinteln mehrere Tiere dieses Stammes, der seinen Ursprung im belgischen Lauwe hat. Aus diesen Tieren zog Erwin Zucker u.a. den AS-Vogel „2098“, der sich im Jahr 1975 ganz vorne im damaligen KV 69 platzierte. Die direkten Kinder des „2098“ wurden ebenfalls hervorragende Reisetiere und seitdem wird in Linienzucht mit dieser Familie gezüchtet. Ab und an werden vereinzelt Janssen-Tiere in den Bestand eingekreuzt. Aus der alten Stichelbout-Basis waren im Jahr 2006 die Nestbrüder „111“ (siehe Foto) mit 12/11 Preisen, 2 x 1. Konkurs und 808,36 AS-Punkten als RV-Bester sowie der „110“ mit 12/10 Preisen und 760,59 AS-Punkten Fahnenträger des Schlages. Eine erfolgreiche Ergänzung des Bestandes gelang mit dem „340“ vom Lindhorster Züchter Karl-Heinz Dreßler (als Ei), der sich sofort zu einem der Leistungsträger entwickelte, in den letzten 3 Jahren 32 Preise flog (2006: 12/10 – 748,80 AS-Punkte) und regelmäßig bei den „Zählern“ war.

Erfolge mit den Tauben

Neben den bereits erwähnten Erfolgen aus der Vergangenheit ist das Reisejahr 2006 sicherlich ein Highlight in der Züchterkarriere von Erwin Zucker. Geprägt von der neuen Eigenmotivation und das richtige Gespür für den Umgang mit den Tieren gelang ihm wieder der Sprung in die absolute Spitze.

Haltung und Fütterung

Mit einem Winterbestand von 80 Tauben hat Erwin Zucker eine überschaubare Taubenzahl und kann sich genügend Zeit für die Betreuung nehmen. Die Zuchttauben werden Anfang Februar verpaart, während die Reisetauben etwa Anfang März zu Nest kommen. Aus den besten Reisetauben werden die Jungen behalten und einzeln hochgezogen. Nach der erneuten Eiablage der Weibchen erfolgt nach 8 Tagen die Umstellung auf Witwerschaft. Erwin Zucker spielt beide Geschlechter im Prinzip nach der totalen Witwerschaft; die allerbesten Vögel haben jedoch feste Partnerinnen, die nicht am Reisegeschehen teilnehmen. So setzt sich sein Bestand an Reisetauben aus 32 Witwern und 20 Witwerweibchen zusammen. Vor Saisonbeginn erfolgt 2-mal Privattraining aus Entfernungen bis zu 30 km. Während der Saison werden die Tauben nicht zu privaten Trainingszwecken weggebracht. Als einzige Motivationsmaßnahme werden die Weibchen bzw. Vögel grundsätzlich vor dem Einsetzen gezeigt. Als Futter wird den Tieren Mischfutter der Firmen Spinne und Beyers gereicht. Bei der Rückkehr erhalten sie Spinnes Superdiät, nachfolgend bis Dienstagmorgen Beyers Phase 1, ab Dienstagabend Beyers Phase 2 und ab Donnerstag Beyers Phase 3. Am Einsatztag wieder Spinnes Superdiät. Je nach Anforderung werden diese Mischungen mit Mais und/oder Hanf ergänzt. Als Tränken- und Nahrungsergänzung gibt Erwin den Tieren am Donnerstag B-Vitamine von Dr. Bachmann; ferner erfolgt bis zu 4-mal wöchentlich die Futteranreicherung mit einem selbst hergestellten Natur-Mix. Dabei sind Honig aus dem Aldi, pürierte Knoblauchzehen und Zwiebeln sowie Obstessig Bestandteile der Rezeptur. Außerdem wird in Abständen Zell-Oxygen von Dr. Wolz oder Bierhefe von Natural gegeben. In medizinischer Hinsicht arbeitet Erwin Zucker mit den Produkten von Dr. Henk de Weerdt. In regelmäßigen Abständen von 2 bis 3 Wochen erhalten die Tauben nach der Rückkehr und am Wochenanfang das Produkt BS. BS ist ein Kombimittel zur Vorbeugung und Heilung von Trichomoniasis, Kokzidiose und Hexamithiasis. Ferner wirkt es gegen bakterielle Kropfschleimhaut- und Darmentzündungen. Als Prophylaxe gegen Erkrankungen der oberen Atemwege verwendet Erwin Zucker 2-mal während der Saison das Produkt OrniSpecial. Ansonsten wird vor der Saison eine Tricho-Kur mit dem Wirkstoff Ronidazol und die übliche Paramyxo-Impfung durchgeführt.

Ausblick

Es ist beachtenswert, dass Erwin Zucker seit mehreren Jahrzehnten auf hohem Niveau spielt. Dies zeugt von Klasse und züchterischer Weitsicht. Bei seiner Erfahrung wird er dies nicht mehr verlernen und auch voraussichtlich morgen noch zu den Siegern gehören.

Harald von Behren


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