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Home  Magazin  SG Michael & Dominik Brandes  Der Regionalverband 255 Minden-Schaumburg und seine Besten 2005/2006 

Torsten Schäffer - Der Shooting-Star im Regionalverband 255

4. Jährigen Regionalverbandsmeister 2005 Bundesebene
9. Jährigen Regionalverbandsmeister 2006 Bundesebene


Harald von Behren

Die ostwestfälische Gemeinde Hille liegt im Herzen des Mühlenkreises Minden-Lübbecke und grenzt unmittelbar an das Bundesland Niedersachsen. Die schöne Landschaft mit den vielen Mühlen, ausgedehnten Wäldern, weiten Feldern und dem großen Torfmoor lädt auch gerne Touristen zum Verweilen ein. Im Ortsteil Holzhausen II ist der 33-jährige Sparkassenkaufmann Torsten Schäffer zu Hause. Schon seit seiner Kindheit beschäftigt er sich mit den Brieftauben. Sein Vater Friedel Schäffer führte ihn an das Hobby heran und ist auch heute noch aktiv dabei; u.a. als selbständiger Betreuer und Versorger der Reiseweibchen. Torsten Schäffer reist in der RV Minden. Nach den üblichen Anfangsproblemen geht seit Mitte der 90er-Jahre der Weg steil nach oben. Insbesondere die Ergebnisse seit der Jahrtausendwende haben ihn auch bundesweit bekannt gemacht. Heute ist Torsten Schäffer in der Riege der absoluten Spitzenzüchter angekommen; seine überragenden Leistungen insbesondere mit den Jährigen stehen dafür Pate.

Schläge und Schlagverhältnisse

Die zweckmäßigen Schlaganlagen auf dem elterlichen Grundstück sind nach Osten ausgerichtet. Sie bestehen aus einem Gartenschlag in üblicher Holzbauweise sowie Dachbodenschlägen oberhalb eines Anbaus, der mit dem Wohnhaus verbunden ist. Zusätzlich steht den Tieren eine Freiluftvoliere zur Verfügung. Die Witwerschläge sind während der Reisesaison teilweise mit Stroh ausgelegt.

Die Tauben – Gezielte Einführungen bilden die Basis für die dominante Schnelligkeit

Die Säule des Bestandes besteht aus Tieren von Jan Huijbregts aus Bladel / NL, dessen Tauben während seiner aktiver Zeit in der niederländischen Provinz Brabant kaum zu schlagen waren. Torsten Schäffer war in den Jahren 1997/1998 mehrfach bei Huijbregts zu Besuch und nahm seinerzeit hauptsächlich Eier und vereinzelt Tauben mit. Heute führen auf dem Schlag Schäffer alle 1. Konkurs-Sieger zumindest 25% Huijbregts-Blut. Eine weitere Säule bilden Tiere von Wal Zoontjens aus dem niederländischen Riel, einer absoluten Größe auf den Flügen der Eintagesweitstrecke. Die Tiere von Wal Zoontjens sind seit 50 Jahren in Linie gezüchtet und führen viel Janssen-Blut. Direkte Söhne von den Zoontjens-Assen "Raket", "Tim" und "Donkere Favoriet" züchten bei Torsten Schäffer. Als sehr guter Vererber zeigte sich auch der von Harald von Behren aus Hille als Geschenk gekommene „1338“. Er ist u.a. Vater vom As-Vogel 56 mit u.a. 2 x 1. Konkurs und der Top-Vererberin 310, deren Töchter 2 x 1. und 2 x 2. As-Weibchen RV und 2. As-Weibchen im RegV 255 (siehe Bild) werden. Zu den erfolgreichsten Neueinführungen der letzten Jahre zählen die Tauben von den Hiller Spitzenzüchtern Stefan und Heinz Koschnitzki aus deren Janssen-Oppermans-Basis. Der Spitzenflieger „194“ mit Jährig 1,1,2,5. Konkurs führt zu 50 % Koschnitzki-Blut. Von Jozef Goovaerts aus Beerzel / B kaufte Torsten einen Sohn des "Blauwe Argenton" aus dem Jahr 2003, der inzwischen Vater von Toppern mit 1,1,2,3,4,4,5,6,6,6,7,7.... Konkurs ist. Auch bei Cyriel Lambrechts aus Berlaar / B klopfte Torsten an, um 2 Söhne von dessen Top-Zuchtpaar "Blauwe Karel x Goudklompke" aus dem Jahr 2004 mitzunehmen. Der 05/579 einstammt den Lambrechts-Tauben, wurde 2006 = 2. AS-Vogel der RV Minden und flog dabei u.a. den 2,3,5,5,6... Konkurs. Weiterhin züchtet bei Torsten noch ein Sohn des „Donkere 12“ von Albert Marcelis aus Brecht/B., der Vater vom besten Vogel 2006 der RV Hille mit 13/13 Preisen ist.

Erfolge mit den Tauben

Sowohl im Reisejahr 2005 als auch 2006 platzierte sich Torsten Schäffer an vorderster Stelle innerhalb des RegV 255. Einzelheiten können der Übersichtstabelle entnommen werden. Auch auf Verbandsebene wurden mit der 9. Jährigen-Meisterschaft 2006 und 4. Jährigen-Meisterschaft 2005 Top-Ten Platzierungen in Deutschland erreicht. Bereits 2000 ließ Torsten mit der 11. Verbandsmeisterschaft der Jungtauben aufhorchen. Aber Meisterschaften sind nicht das Wichtigste; Spitzenpreise am laufenden Band bilden das Salz in der Suppe. Und besonders in den beiden letzten Jahren ist die Suppe im Hause Schäffer besonders salzig:

  • Seit 2000 = 35 x 1. gegen Ř 1.841 Tauben und insg. 293 x bis zum 10. gegen Ř 1.935 Tauben
  • In 2005 und 2006 = 15 x 1., 16 x 2., 17 x 3. Konkurs
  • Reiseleistung 2005: Alt 63 %, Jung 61 %
  • Reiseleistung 2006: Alt 63 %, Jung 71 %
  • 01.05.05 Irxleben 181 km 1.552 Tauben 57 / 42 Preise: 1,2,3,4,5,6,7,7,9,10,11,12,13,14,15,16... Konkurs
  • 08.05.05 Theessen 214 km 1.507 Tauben 58 / 46 Preise: 1,2,3,5,10,11,12,18,23,24,29,45,48... Konkurs
  • 29.05.05 Groß-Kienitz 318 km 1.306 Tauben 52 / 41 Preise: 1,2,3,4,5,6,7,8,9,10,22,35,36,38... Konkurs
  • 12.06.05 Groß-Kienitz 318 km 910 Tauben 48 / 36 Preise: 1,2,3,9,10,10,12,13,15,17,18,22... Konkurs
  • 26.06.05 Groß-Kienitz 318 km 850 Tauben 45 / 36 Preise : 1,2,3,4,5,6,8,9,14,15,16,23,29,32... Konkurs
  • 16.07.05 Groß-Kienitz 318 km 564 Tauben 41 / 29 Preise: 1,2,3,4,5,6,7,9,10,11,13,14,25,28... Konkurs
  • 07.08.05 Braunschweig 125 km 1.329 Jungtauben 83 / 62 Preise: 1,2,3,4,5,5,7,8,18,21,22,23,24... Konkurs
  • 28.08.05 Theessen 214 km 1.021 Jungtauben 48 / 29 Preise: 2,4,5,6,7,18,42,43,71,94,97... Konkurs
  • 30.04.06 Irxleben 181 km 1.355 Tauben 65 / 50 Preise: 1,2,3,6,7,9,17,17,29,31,32,33,34,35,35... Konkurs
  • 28.05.06 Groß-Kienitz 318 km 1.158 Tauben 56 / 42 Preise : 1,6,7,8,9,10,12,13,16,21,29,30... Konkurs
  • 18.06.06 Müllrose 378 km 756 Tauben 46 / 35 Preise : 1,2,3,5,12,13,16,18,21,25,29,30... Konkurs
  • 09.07.06 Swiebodzin 441 km 571 Tauben 48 / 29 Preise: 2,3,5,7,11,12,13,14,20,24,25,25,31... Konkurs
  • 06.08.06 Braunschweig 125 km 1.299 Jungtauben 59 / 38 Preise: 2,3,4,5,5,7,7,9,10,18,18,20... Konkurs
  • 27.08.06 Irxleben 181 km 780 Jungtauben 57 / 47 Preise: 2,3,5,9,10,11,12,21,23,27,28... Konkurs

Eine beeindruckende Leistungsbilanz, die Zeugnis für die Schnelligkeit der Schäffer-Tauben ist.

Haltung und Fütterung

Mit ca. 70 Reisetauben geht es über den Winter (45 Witwer und 25 Reiseweibchen). Gereist wird nach der klassischen Witwerschaftsmethode mit festen Partnerinnen und Partnern. Sowohl die Witwer als auch die Reiseweibchen werden früh, jedoch ohne festen Termin gepaart und ziehen vor der Saison mindestens ein Jungtier auf. Die Reisetauben werden danach nicht erneut verpaart und sind daher schon mehrere Wochen vor den Preisflügen auf Witwerschaft. Da die Reiseweibchen eigenverantwortlich von Vater Friedel betreut werden, weicht die Versorgung der Witwer teilweise erheblich von denen der Reiseweibchen ab. Die folgende Beschreibung bezieht sich auf die Versorgung und Betreuung der Witwer. Als Basismischung wird Zoontjens Gelb von Beyers verwendet; je nach Anforderung erfolgen Ergänzungen mit Witwer 2000 von Betz und Super Optima (extrudiertes Futter) der Mühle Meier. Da die tägliche Futterration der Witwer als Standfutter gereicht wird, bekommen die Witwer als „Locker“ nach jeder Trainingseinheit einen Mix aus Erdnüssen, Käse, Hanf und Sämereien. Dieser wird als Vorspeise vor jeder Mahlzeit, auch ohne vorheriges Training, gereicht. Die Reiseweibchen werden etwas weniger gehaltvoll gefüttert, bekommen aber auch ihre tägliche Erdnussration. In der Tränke befindet sich nach der Heimkehr ein Elektrolyt und Propolis; in der Woche wird Aktives Eisen, Carbo Power und CMK von Dr. Brockkamp, Super-Elexier von De Reiger und Pro Biolec von BelgaVet verabreicht. Die Nahrungsergänzungen werden aufgrund der Standfütterung grundsätzlich über das Wasser gereicht. Auf Medikamente wurde in der Saison 2006 komplett verzichtet. Die Witwer trainieren in der Saison ab Dienstag 2-mal täglich für jeweils eine Stunde (Zwangstraining). Im Jahr 2005 wurde vom Privattraining regelmäßig Gebrauch gemacht, so fuhr man in der Saison insgesamt 8-mal auf 30 km. 2006 wurde auf diese zusätzlichen Trainingsflüge bis auf 2 Ausnahmen verzichtet. Am Einsatztag wird auf jede Form der Motivation verzichtet; die Partner(innen) werden nicht gezeigt und die Schläge für ein ruhigeres Einkorben komplett verdunkelt. Am Heimkehrtag dürfen die Tiere immer bis zum Abend zusammen bleiben.

Ausblick

Torsten Schäffer ist der neuen Generation der Brieftaubenzüchter zuzuordnen. Sein Informationsverlangen nach neuen Erkenntnissen im Brieftaubensport hat bei ihm zu einem hohen Informations- und Kenntnisstand geführt. Auch die regelmäßigen Besuche von Top-Schlägen im In- und Ausland, die oft mit seinen Stammtischfreunden erfolgen, haben zur stetigen Fort- und Weiterbildung im Hobby geführt. Die wichtigsten Erkenntnisse daraus werden teilweise in die tägliche Praxis übernommen. Aus dieser Vorgehensweise heraus ist eine professionelle Führung der Tiere und sein heutiger Leistungsstamm entstanden. Torsten Schäffer wird es gelingen, dieses Wissen sowie den Genpool seiner schnellen Tauben züchterisch zu nutzen und auf Jahre hinaus in der Spitze mitmischen.

Harald von Behren


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