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Wilhelm Wulfmeyer - Spitzenergebnisse in den Jahren 2005 und 2006


Harald von Behren

Die ostwestfälische Stadt Petershagen liegt etwa 15 nördlich der Kreisstadt Minden des Mühlenkreises Minden-Lübbecke. Hier ist der 67-jährige Landwirt Wilhelm Wulfmeyer zu Hause. Das riesige Grundstück mit dem Wohnhaus, den landwirtschaftlichen Gebäuden und der Schlaganlage grenzt direkt an die Weser. Wilhelm Wulfmeyer betrieb den Brieftaubensport zunächst von 1949 bis 1955 und ist seit 1991 erneut dabei. Es stellten sich sofort erste Erfolge ein, die im Laufe der Jahre regelmäßig gesteigert werden konnten. Heute ist Wilhelm Wulfmeyer in der Gruppe der langjährigen Spitzenzüchter angekommen; insbesondere die beiden letzten Jahre brachten nochmals einen Schub nach vorne. Wilhelm Wulfmeyer ist ein viel beschäftigter Mann; der landwirtschaftliche Betrieb bindet unabhängig von der Übergabe an den Sohn einen Großteil seiner Arbeitskraft. Weiter verlangen andere häusliche Aktivitäten viel Energie. Wilhelm Wulfmeyer erhält daher auch regelmäßig Unterstützung in allen Bereichen von seinem Helfer Klaus Thielke, der früher ebenfalls langjährig den Betrieftaubensport ausübte. Es verdient Respekt, dass Wilhelm Wulfmeyer trotz seiner Arbeitsbelastung auch noch die Funktionen als 1. Vorsitzender der RV Lahde-Petershagen und als Flugleiter der Transportgemeinschaft Minden ausübt. Bei den 9 Regionalflügen 2006 war er auch für den Regionalverband 255 als Flugleiter zuständig.

Schläge und Schlagverhältnisse

Die Schlaganlage ist in ein landwirtschaftliches Wirtschaftsgebäude integriert und mit einem Pultdach versehen. Im Obergeschoss des Gebäudes befinden sich in Südausrichtung die Reiseschläge der Jung- und Alttauben. Die Zuchttauben sind im Erdgeschoss untergebracht. Vor den Schlägen sind jeweils Volieren angebracht, die den Tieren viel Luftvolumen und Sauerstoff bieten. Die Schläge selbst sind komplett mit Metall-Gitterrosten ausgelegt. Der anfallende Kot unterhalb der Rosten wird innerhalb eines Jahres mehrfach, jedoch ohne feste Terminregeln entnommen. Insgesamt kann man die Schlagführung und das Ambiente rundherum als rustikal bezeichnen. Offensichtlich fühlen sich die Tauben hierbei pudelwohl; ansonsten wären die großen Erfolge nicht möglich.

Die Tauben – Starke Typen

Die Leistungstauben sind unterschiedlicher Herkunft. Nachdem beim Neuanfang 1991 Tiere von starken Spielern der Region geholt wurden, führte Wilhelm Wulfmeyer sukzessive zusätzlich Tiere von starken in- und ausländischen Züchtern ein, um seinen Bestand kontinuierlich zu verbessern. Die heutige Generation der Wulfmeyer-Tauben ist eine Kombination aus Schellens - Janssen - Vandenabeele und der alten Sorte. Die Schellens-Tiere wurden von Pfarrer Röder, Lichtenfels und Heinz Meier, Rahden erworben. Viele der Ursprungstauben des Schellens-Stammes wie „Argenton“, „Bibberke“, „Channel“, „Jose“, „Lichte Enjo 799“ und „Goede Engels“ sind an der Basis zu finden. Kenner wissen, dass in diesen Schellens-Tieren ein hoher Anteil Janssen-Blut enthalten ist. Von A. de Bruyn, Reusel/Nl wurden ergänzend Tiere aus dessen Janssen-Stamm dazugeholt. Diese Tiere gehen auf den alten Janssen-Adel wie „Jonge Merckx“, „Oude Raket“, „Donkere Stier“, „019“, „Witoger van 65“ etc. zurück. Von Gaby Vandenabeele gelangte durch die Einlösung eines Versteigerungs-Bons eine Tochter des „Bleken“ x „Witpen-Wittenbuik“ (Tochter des weltbekannten „Wittenbuik“ x „Black Beauty“) auf die Schläge in Petershagen. Alle genannten Stämme und Tiere sind züchterisch in irgendeiner Form an den guten Reisetieren und Meisterschaftstauben beteiligt. Einen züchterischen Glanzpunkt setzt jedoch die bereits erwähnte Täubin von Gaby Vandenabeele. Sie trägt die Ringnummer B-98-3158097 und hat sich als ein Zuchtjuwel erster Güte entwickelt. Alle direkten Nachkommen aus dieser Täubin mit verschiedenen Partnern, welche die Jungtierreise überstanden, entpuppten sich als schnelle und sichere Reisetiere sowie größtenteils als Reiseasse. So hatte Wilhelm Wulfmeyer in den Jahren 2005 und 2006 mehr als 10 direkte Nachkommen der Vandenabeele-Täubin, die zweistellig flogen und zum Teil sehr hohe Punktezahlen aufs Papier brachten. Ein weiteres Zuchtjuwel ist die Täubin 03465-95-373, die er selbst aus 2 Originalen von Pfarrer Röder züchtete. Das Schellens-Blut dieser Täubin hat sehr viel Schnelligkeit in den Wulfmeyer-Bestand gebracht und ist in vielen Reiseassen vertreten.

Erfolge mit den Tauben

Die Reisejahre 2005 und 2006 brachten für Wilhelm Wulfmeyer den Durchbruch in die absolute Spitze des RegV 255. Die vorderen Platzierungen bei den diversen Meisterschaften und Einzeltauben sind der Übersichtstabelle zu entnehmen.

Haltung und Fütterung

In der Winterzeit werden etwa 180 Tiere gehalten, von denen 40 zu Zuchtzwecken eingesetzt sind. Zusätzlich sind noch einige späte Tiere als Paarungsreserve für die Reiseweibchen bestimmt. Die Reisesaison wird in der Regel mit 120 Tauben beiderlei Geschlechts begonnen, wobei die Weibchen die Mehrzahl bilden. Die Verpaarung der Zuchttauben erfolgt in der Regel Anfang Februar. Die Reisetauben werden terminlich so verpaart, dass eine Umlegemöglichkeit des 2. Geleges der Zuchttauben besteht; demnach um den 15. März. Die Jungen aus den besten Reisetauben werden für Eigenzwecke behalten. In der Endphase der Aufzucht hat die neue Reisesaison bereits begonnen, so dass je nach Reiseplan der erste und ggf. der zweite Wettflug vom Nest mit großen Jungen erfolgt und anschließend auf Witwerschaft umgestellt wird. Nach der Umstellung wird die totale Witwerschaftsmethode praktiziert, wobei alle reisefähigen Tiere in den Korb kommen. Bei dieser Methode sind die Weibchen von den Ergebnissen her dominant. Sie platzieren sich in der Regel erheblich besser als ihre männlichen Partner und stellen sie in den Schatten. Das Fütterungskonzept ist bei Wilhelm Wulfmeyer relativ einfach. Die Tiere erhalten von der Rückkehr bis zum Donnerstag eine so genannte Zucht- und Reisemischung, hergestellt von der heimischen Firma Dralle. Dieser Mischung werden in unterschiedlichen Anteilen Erbsen und Junghennen-Presskorn sowie aus Eigenproduktion Weizen und Gerste zugemengt. Am Freitag und Samstag erhalten die Tiere die Natural-Witwermischung sowie bedarfsweise Hanf und geschälte Sonnenblumenkerne. In der Tränke wird den Tieren während der Wochentage täglich Obstessig gereicht. Lediglich am Rückkehrtag werden Elektrolyte von Natural und Traubenzucker aus dem Humanbereich gegeben. Bei der Jungtieraufzucht erhalten die Tiere zusätzlich das Eisen-Präparat Ferro Prodol. In medizinischer Hinsicht werden bei Notwendigkeit Ronidazol-Produkte gegen Trichomanaden verwendet. Dieses relativ einfache Versorgungsprinzip wird heute nicht mehr allzu häufig angewandt; wie die Erfolge der Tiere zeigen, ist es offensichtlich jedoch völlig ausreichend.

Ausblick

Bei wenig Aufwand zeigen die Wulfmeyer-Tauben schon ihr hohes Leistungspotenzial. Dies ist eine optimale Basis für die Zukunft; verbunden mit der Prognose, dass Wilhelm Wulfmeyer auch weiterhin vorne dabei ist. Wir wünschen ihm noch viele erfolgreiche Jahre.

Harald von Behren


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