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STADT FRIEDRICHSTHAL
Medienbeauftragter
Friedrichsthal, 14. Januar 2010
P R E S S E I N F O R M A T I O N
Neuer Fördergebietsbeauftragter organisiert Graffiti-Projekt
Der bisherige Fördergebietsbeauftragte Jochen Uwe Beyer scheidet Ende Januar
2010 aus dem aktiven Dienst aus. Um seinen Nachfolger mit dem Aufgabengebiet
vertraut zu machen, halbierte er seine Arbeitszeit und gab damit den Weg frei
für die Einarbeitung von Markus Arand.
Als erstes größeres Projekt stemmte er das bereits seit Jahren immer wieder
angesprochene Vorhaben, die von Schmierereien überzogene Garage der
Reisevereinigung Friedrichsthal – Köllertal e.V. Einsatzstelle Friedrichsthal am
Fußweg zwischen Hütten- und Arndtstraße in einen attraktiven Zustand zu
versetzen.
In Kooperation zwischen dem Jugendzentrum, der Edith-Stein-Schule und der
Vorsitzenden der Reisevereinigung, Barbara Simon, engagierte er zwei
Graffiti-Künstler, die an der Garage ein riesiges Kunstwerk anbrachten. In der
Mitte der Wand ist ein großer Schriftzug zu erkennen: „Brieftauben–Sport Hobby
mit Herz“. Darüber fliegen Brieftauben. Am rechten Rand der Garage findet man
die Abbildung der kath. Kirche, wodurch eine gelungene Verbindung zwischen dem
Verein und der Kirche entsteht, die Eigentümerin des Grundstücks ist. Auf der
hinteren Wand der Garage befindet sich das vor allem bei Jugendlichen beliebte „F-Town“
– Logo.
Zunächst konnten sich Jugendliche beim Graffiti- Workshop an sechs großen
Holzplatten ihre eigenen Graffiti- Kunstwerke erstellen. Die beiden Graffiti-
Künstler, Daniel und Kai, erklärten den Jugendlichen zunächst die Technik. Denn
einfach drauflos sprühen, ist nicht! Ein Kunstwerk muss gut geplant und
durchdacht werden. Die beiden stellten den Jugendlichen auch unterschiedliche
Motive für die Ideenfindung zur Verfügung. Einige Jugendliche hatten sich aber
auch schon vorher Gedanken gemacht und wussten ganz genau, welches Bild sie
entwerfen wollen.
Nach der Begrüßung durch den neuen Fördergebietsbeauftragten, Markus Arand,
konnten die 39 Jugendlichen dann mit ihren Kunstwerken anfangen. Dabei sind
tolle Bilder entstanden, die im JUZ Friedrichsthal in der Arndtstraße aufgehängt
werden. Die Jugendliche des JUZ Sulzbach, die ebenfalls an dem Workshop
teilgenommen haben, nahmen ihr Bild natürlich mit und werden es in ihrem
Jugendzentrum anbringen.
Es kamen auch viele in Friedrichsthal engagierte Leute wie die Erste
Beigeordnete, Anne Hauptmann –SPD-, Herr Noll von der Pfarrgemeinde St. Michael,
Ulrike Goebel von der Caritas GWA Friedrichsthal und der Rektor der Erweiterten
Realschule, Werner Hillen, der auch sein Team und die Kinder aus der
Nachmittagsbetreuung mitbrachte. Außerdem kamen auch einige interessierte
Bewohner, die einfach mal sehen wollten, wie dieses große Kunstwerk entsteht.
Anschließend an den Workshop machten sich die beiden Künstler dann an das große
Kunstprojekt: die Erschaffung des Kunstwerkes an der Garage. Im Laufe des Abends
haben sie erste Konturen an die gut 5m hohe und 18m lange Wand gebracht.
Nach mehreren Wochenendtagen und zahlreicher Arbeitsstunden ist nun das
Kunstwerk fertig gestellt und kann von allen begutachtet werden. Durch das
Graffiti-Projekt konnte einerseits ein maßgeblicher Beitrag zur Verbesserung des
Ortsbildes geleistet werden, andererseits wurde den Jugendlichen die Möglichkeit
gegeben, sich unter fachkundiger Anleitung in die Kunst des Sprayens einweisen
zu lassen.
Zu diesem Projekt kam es, als die Vorsitzende der Reisevereinigung
Friedrichsthal-Köllertal e.V. – Einsatzstelle Friedrichsthal, Frau Simon, sich
nicht nur über die aufgetretenen Schmiererein beschwerte, sondern auch
konstruktive Vorschläge gemacht hat, wie man aus dieser Situation das Beste
machen könnte.
Natürlich ließ sich das Vorhaben nur mit sehr viel Hilfe und Unterstützung
realisieren. Deshalb gilt der herzliche Dank allen Akteuren, die dieses große
Projekt unterstützt haben. Unter anderem sind das: die Vereinigte Volksbank eG
im Regionalverband, die Firmen Amman& Braun, Elektro Uder und Gerüstbau
Federkeil, die das notwendige Gerüst zur Verfügung stellte. Selbstverständlich
begleitete die Stadtverwaltung das Projekt von Anfang an mit Rat und Tat. Ein
herzliches Dankeschön geht auch an die Freiwillige Feuerwehr, die den Künstlern
mit einem Beleuchtungsmast die Nacht zum Tag machte.
Besonders im Bereich um den Marktplatz kam es in der Vergangenheit öfters zur
Schmierereien mit Graffiti bis hin zu Zerstörungen von Fensterscheiben und
anderen Sachbeschädigungen. In Zukunft ist ein Austausch der Betroffenen mit dem
Fördergebietsbeauftragten geplant, damit nach einer Lösung dieser Situation
gesucht werden kann. Ihm ist es wichtig, dass nicht nur Kritik an Jugendlichen
geübt wird, sondern für sie konkrete Angebote entwickelt werden.
Der Workshop hat auch gezeigt, dass Graffiti längst nicht nur Schmierereien sein
müssen. Mit der richtigen Technik und geeigneten Flächen können durchaus
richtige Kunstwerke entstehen.




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