Besuchen Sie unseren Werbepartner
Anzeige
Benutzername:  Passwort:   Registrierung! Passwort vergessen?
 Statistik  Netiquette  Disclaimer  Impressum
 
 
Home
 
Magazin
Podcast
Meisterschaft
1. Konkurse
Auktion
One Loft Races
Kids Corner
Preislisten
International
Taubengesundheit
Wetter
Photo Gallery
Forum
Office Tools
Umfragen
Verirrte Tauben
Züchter
Tauben-Shop
 
Partner Sites
Der Internet-Taubenschlag hilft!
Der Internet-Taubenschlag hilft!
 
Home  Taubengesundheit  Paramyxovirus (Teil 1)  Klinische Untersuchung und Labordiagnostik  Bedeutung medizinischer Betreuung 

Klinische Untersuchung und Labordiagnostik bei Brieftauben unter Berücksichtigung der Wettflugvorbereitung


Tiberius Mohr

Die Bedeutung einer fachgerechten und zielorientierten medizinischen Betreuung von Brieftauben

In den letzten Jahren scheint die medizinische Versorgung der Reisemannschaft immer mehr in den Mittelpunkt der Bemühungen um die Verbesserung der Reiseleistung gerückt zu sein - mit Recht!

Immer mehr Züchtern ist bewußt geworden, daß gute Tauben allein nicht die erwünschte Leistung erreichen können, wenn die Mannschaft nicht bei optimaler Gesundheit an den Start geht. Außerdem ist es für die Mannschaft nahezu unmöglich, sich bei den 12 bis 14 Wettflügen pro Saison im Kabinenexpreß nicht anzustecken, wenn wichtige Vorsorgemaßnahmen in der Saison unterbleiben - der Leistungsabfall nach dem 5. bis 6. Flug hat wohl schon jeden getroffen.

In Folge dieser Einsicht möchten immer mehr Taubenzüchter ihre Tauben tierärztlich untersuchen und den Bestand optimal versorgen lassen. Woraus besteht aber eine fachgerecht durchgeführte Untersuchung? Was ist medizinisch machbar, was sinnvoll und was im Brieftaubensport zweckmäßig umsetzbar?

All diese Fragen - und viele andere - werden wir im Rahmen dieser Serie unter die Lupe nehmen.

Wir möchten mit unserer Veröffentlichung vor allem die Taubenzüchter ansprechen, die mit einer modernen medizinischen Betreuung des Taubenbestandes noch nicht vertraut sind, diese aber anstreben. Wie unser Buch "Medizinische Versorgung im Brieftaubensport" setzt sich die Artikelserie zum Ziel, durch Aufklärung der Züchter den Brieftaubensport medizinisch zu modernisieren.

Alle Beispiele in dieser Artikelserie stammen aus unserer tierärztlichen Praxis bzw. aus unserem klinischen Laboratorium für veterinärmedizinische Diagnostik. Die technischen Möglichkeiten der Tierarztpraxen unterscheiden sich jedoch erheblich voneinander. Das heißt, daß die hier vorgestellten diagnostischen Verfahren nicht überall durchgeführt werden können. Wir wollen jedoch in der Besprechung dieser Untersuchungstechniken vom Optimum und nicht vom Durchschnitt ausgehen und haben als Ziel immer die Verbesserung der Reiseleistung durch adäquate Untersuchung und bestmöglichen Arzneimitteleinsatz vor Augen. Wir vertreten die Ansicht, daß eine zuverlässige Diagnostik den Einsatz moderner Geräte einschließt. Der Tierarzt muß - um eine korrekte Interpretation der erhobenen Befunde zu gewährleisten - mit seinem Fachwissen immer auf dem aktuellen Stand der Vogelmedizin sein. Eine gesteigerte Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft kann nur durch die Kombination von moderner Untersuchungsverfahren, adäquatem Arzneimitteleinsatz und solidem Fachwissen erreicht werden.

Mit anderen Worten:

Es nützt nichts, wenn man zwar weiß, was die Tauben haben bzw. was ihnen fehlt, aber mit veralteten und überholten Therapiekonzepten darauf Einfluß zu nehmen versucht. Man kann auch mit den besten Arzneimitteln nur wenig ausrichten, wenn sie nicht aufgrund präziser Labordiagnostik gezielt und bedarfsgerecht einsetzt werden.

Unbestritten ist die Gesundheit der Tauben Voraussetzung für die Freude an der Brieftaubenzucht und das Fundament für den Sieg im Brieftaubensport. Dementsprechend ist seitens der Taubenzüchter auch das Interesse groß, die Tauben fachgerecht untersuchen zu lassen - obwohl die meisten Züchter davon auszugehen scheinen, daß ihre Tauben gesund sind. Das stimmt jedoch nur bedingt: die Ansteckungsgefahr während des Transports zum Auflassort ist sehr groß, die Chancen, sich dennoch nicht anzustecken, bleiben folglich gering.

Warum aber gehen die Züchter trotzdem davon aus, daß sie gesunde Tauben haben?

Wenn man mit gesund den Zustand meint, in dem die Taube keine für den Züchter sichtbaren Anzeichen einer Krankheit erkennen läßt (die klinische Gesundheit also), dann ist die Beobachtung der Züchter oft richtig:

Hochleistungstauben wurde nämlich die Fähigkeit angezüchtet, Stoffwechselbelastungen besser abzupuffern als beispielsweise Schautauben. Wenn man sich vor Augen führt, was die Witwer Woche für Woche "einstecken" müssen, wundert dies nicht sonderlich. Linien, die dazu nicht in der Lage waren, sind aus dem Brieftaubensport bereits vor Jahrzehnten verschwunden.

Wenn man hingegen meint, die Tauben würden keinerlei Krankheitserreger beherbergen, die ihre Leistungsfähigkeit negativ beeinflussen, dann ist dies fast immer falsch.

Die meisten Tauben, die an Wettflügen teilgenommen haben, sind mit den unterschiedlichsten Krankheitserregern latent infiziert. Eine latente Infektion kann entweder in eine klinisch sichtbare Krankheit übergehen - wenn die Abwehrkräfte der Belastung nicht mehr standhalten - oder sich lediglich in einem Leistungsabfall äußern. In vielen Fällen trifft letzteres zu.

Auch klinisch gesunde Tauben, die mit Krankheitserregern infiziert sind, stellen eine potentielle Infektionsquelle für andere Tauben dar. Dabei ist zunächst an Nachzüglern zu denken, die sich während ihrer "Zwischenlandung" in anderen Schlägen oder Ackerrandtümpeln infiziert haben könnten und an zugekaufte Zucht- und Jungtauben. Wenn der Erfolg dann ausbleibt, suchen Züchter den Grund dafür überall, nur meistens nicht dort, wo er eigentlich zu finden wäre: in einem inadäquaten Gesundheitsstatus. Je nachdem, was gerade angemessen erscheint, werden der Flugleiter, das Wetter, der Platz der Box im Transportauto, der Erbsen-Anteil im Futter, der Habicht, die Wasseradern unter dem Schlag (oder sonst wo), die chinesischen Atomversuche, der Kaminrauch des Nachbarn, order sonst irgendwelche ungünstig erscheinenden Konstellationen für das Versagen der Tauben verantwortlich gemacht - Taubenzüchter sind in dieser Hinsicht sehr einfallsreich. Die wenigsten lassen den Gedanken zu, daß die Krankheitserreger, die die Tauben "versteckt" in sich tragen (latente Infektion), für den Leistungsabfall verantwortlich sein könnten - "meine Tauben sind gesund", hört man immer wieder. Und immer wieder werden gute Tauben leichtsinnig diesem Irrglauben geopfert.

Dabei ist die Lösung doch so einfach: Man braucht die Tauben nur rechtzeitig vor der nächsten Saison von einem Taubentierarzt gründlich durchchecken zu lassen und die Behandlungshinweise des Tierarztes gewissenhaft durchzuführen.

Gründliche Untersuchung

 
Allgemeine Bemerkungen
Bedeutung medizinischer Betreuung
Gründliche Untersuchung
Beginn einer Bestandsbetreuung
Strategisches Vorgehen
Wie wird was im Labor gemacht?
Worin besteht eine Untersuchung?
Die Kosten
Müssen Tauben getötet werden?
Zeitpunkt für eine Untersuchung

[Home]  [Magazin]  [Podcast]  [Meisterschaft]  [1. Konkurse]  [Auktion]  [One Loft Races]  [Kids Corner]  [Preislisten]  [International]  [Taubengesundheit]  [Wetter]  [Photo Gallery]  [Forum]  [Office Tools]  [Umfragen]  [Verirrte Tauben]  [Züchter]  [Tauben-Shop]  [Brieftaubenzüchter helfen]  [Bannerwerbung]  [Adressen-CD]  [Newsletter]  [Statistik]  [Netiquette]  [Disclaimer]  [Impressum