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Home  Taubengesundheit  Paramyxovirus (Teil 1)  Jungtaubenkrankheit  Therapiegrundsätze 

Jungtaubenkrankheit


Tiberius Mohr

Therapiegrundsätze

Jungtauben können die durch eine Krankheit verursachten Veränderungen ihres Stoffwechsels nicht so gut verkraften wie alte Tauben. Daher gilt in der Behandlung der Grundsatz: Symptomen durch allgemein unterstützende Maßnahmen entgegenzuwirken, bis der Erreger durch Laboruntersuchungen (die unter Umständen mehrere Tage dauern können) identifiziert ist oder die eingeleitete Verdachts-Notfallbehandlung greift.

Zu den allgemein unterstützenden Maßnahmen gehören beispielsweise:

  • Kropfspülung
    Spüllösung mit einem pH-Meter auf einen pH-Wert von 5,5 (5,0 bis 5,5) einstellen. Lösungen mit einem pH-Wert über 5,5 bringen keine Linderung, denn sie haben auf die Verursacher der Fäulnisprozesse keine entscheidende Wirkung, Lösungen mit einem pH-Wert unter 5,0 sind aber für die ohnehin angegriffene Kropfschleimhaut jedoch zu reizend.
  • Die Kropfspülung sollte ausschließlich vom Tierarzt z.B. mit einem Water Pik mit geeignetem Kropfaufsatz für Tauben durchgeführt werden, um während des Spülvorgangs, der einige Minuten dauert, die Aspiration (das Einatmen) der Spüllösung zu vermeiden (keine Taube wird über mehrere Minuten freiwillig die Luft anhalten!). Das Ergebnis der Spülung muss immer endoskopisch kontrolliert werden, da ein unvollständiges Entfernen des Kropfinhaltes keine Besserung verspricht (die übriggebliebenen Erreger vermehren sich anschließend und die "Mooskrankheit" tritt in einigen Tagen erneut auf).
    Nach der Spülung ist der Kropf zu ca. ¼ mit Electamin-Lösung zu füllen. Der Electamin-Lösung können kortisonhaltige Antibiotikatropfen (z.B. Betagentam Augentropfen) in geeigneter Dosierung beigemischt werden (jedoch nicht wenn bei der endoskopischen Kontrolle Geschwüre an der Kropfschleimhaut festgestellt wurden). Augentropfen sind besser geeignet als Lösungen für andere Anwendungen, da sie frei von Konservierungsmitteln sind und auch sonst keine reizenden Substanzen enthalten (schließlich sind sie für die Anwendung am menschlichen Auge bestimmt). Außerdem übt das darin enthaltene Antibiotikum Gentamycin einen synergistischen Effekt mit dem als Injektion zu verabreichenden Enrofloxacin oder/und mit dem Amoxicillin-Cavulansäure-Präparat Synulox® RTU.
  • Nahrungsentzug (bezogen auf Körnerfutter) für ca. 48 Stunden
  • Künstliche Ernährung mit hochenergetischen Lösungen (durch eine mehrfachgelochte Kropfsonde) in einer Electamin-Grundlage
  • Antibiotika (parallel bakteriologische Untersuchungen und Antibiogramme einleiten) Da oft Trichomonaden zumindest mitbeteiligt sind, ist oral TrichoStop Flüssigkonzentrat zu verabreichen. Bis das Antibiogramm abgelesen werden kann ist parenteral (durch Injektion) ein Antibiotikum zu verabreichen, das ein möglichst breites Erregerspektrum umfaßt und für die Taube wenig belastend ist. Enrofloxacin (Baytril) ist in diesem Fall das Antibiotikum der ersten Wahl in Kombination mit Amoxicillin-Cavulansäure (Synulox RTU). Dieses Antibiotikagemisch tötet mit hoher Wahrscheinlichkeit alle in frage kommenden bakteriellen Erreger ab. Sollte das nicht der Fall sein, liegt schließlich am nächsten Tag das Ergebnis der Antibiotika-Resistenzbestimmung vor, was ein gezieltes Eingreifen ermöglicht. Die "Standardbehandlung" ist lediglich als Überbrückungsmaßnahme gedacht, bis dieses Ergebnis vorliegt.

Antibiogramm

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Als Abschluss einer bakteriologischen Untersuchung werden die isolierten Krankheitserreger einer Antibiotika-Empfindlichkeitsprüfung, Antibiogramm genannt, unterzogen: Der Hemmhof der antibiotikabeladenen Plättchen muss eine standardisierte (DIN 58 940) und für jedes Antibiotikum spezifische Mindestgröße in genau 18 Stunden erreicht haben, um im Körper des Tieres den Erreger zuverlässig abzutöten. Ist die Größe des Hemmhofes geringer, wird mit Hilfe einer Schablone das Antibiotikum entweder als mäßig oder als nicht wirksam eingestuft.

  • Kortisonpräparate sollten ausschließlich nach der endoskopischen Inspektion der Kropfschleimhaut der Spüllösung zugesetzt werden, wenn Ulzerationen (Geschwüre) der Schleimhautauskleidung ausgeschlossen werden können (die nach einer Kortisonbehandlung schlechter oder gar nicht heilen würden).
  • Roborantia
    Als Roborans (um den Stoffwechsel zu unterstützen) eignet sich Roborans BT-1 oder Catosal in Kombination mit Electamin (bzw. Electamin in Kombination mit Catosal).

Electamin

Gebrauchsinformation (Muster)

Electamin
Tonikum und Immunstimulans für die Verabreichung über das Trinkwasser nach der Rückkehr vom Wettflug.

Eigenschaften:

  • Schnelle Erholung nach dem Flug
  • Stärkung des Immunsystems
  • Versorgung der Taube mit allen während des Fluges verbrauchten Wirkstoffen

Electamin ist ein modernes Roborans-Konzentrat, das eigens für die Anwendung im Hochleistungs-Brieftaubensport entwickelt wurde.

Zusammensetzung:

  • Roborantia
  • Elektrolyte (NaCl, CaCl2, KCl, MgCl2, NaH2PO4, NaH2CO3)
  • Aminosäuren
  • Leberschutzstoffe
  • Immunsystem-Stimulatoren
  • pH-Stabilisatoren
  • Energieträger

Anwendungsgebiete / Wirkungsweise:

  • Standardanwendung: nach der Rückkehr vom Wettflug
  • Erschöpfungszustände nach Wettflügen
  • Exsikkosen ("Austrocknung") infolge von Durchfällen ("Jungtaubenkrankheit") und nach schweren Flügen
  • Kräftigung und Unterstützung bei allen Stress-Situationen, insbesondere in der Zeit von Mauser, Zucht und Reise
  • Vorbeugung und Therapie von primären Leber- und Nierenschäden
  • Steigerung/Wiederherstellung der Fruchtbarkeit (unterstützende Maßnahme bei Hormonbehandlungen alter Tauben)
  • Stärkung des Immunsystems

Dosierung:

  • Nach der Rückhehr vom Wettflug: 8 Messlöffel / 1 Liter Trinkwasser
  • Andere Anwendungsbereiche: 4 Messlöffel / 1 Liter Trinkwasser (z.B. bei Zuchttauben)

Hinweis:

  • Electamin wird mit normalem Leitungswasser zubereitet
  • Nicht bei Tieren anwenden, die der Gewinnung von Lebensmitteln dienen
  • Trocken und lichtgeschützt lagern

www.brieftaubenmedizin.de

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