Besuchen Sie unseren Werbepartner
Anzeige
Benutzername:  Passwort:   Registrierung! Passwort vergessen?
 Statistik  Netiquette  Disclaimer  Impressum
 
 
Home
 
Magazin
Podcast
Meisterschaft
1. Konkurse
Auktion
One Loft Races
Kids Corner
Preislisten
International
Taubengesundheit
Wetter
Photo Gallery
Forum
Office Tools
Umfragen
Verirrte Tauben
Züchter
Tauben-Shop
 
Partner Sites
Der Internet-Taubenschlag hilft!
Der Internet-Taubenschlag hilft!
 
Home  Taubengesundheit  Paramyxovirus (Teil 1)  Das Gefieder - Spiegel der Gesundheit I  Das Gefieder 

Das Gefieder - Spiegel der Gesundheit I


Tiberius Mohr

Das Gefieder

Warum haben Vögel überhaupt Federn? Zum Fliegen brauchen sie diese nicht unbedingt, die Federn erleichtern die Sache bloß ein wenig. Die überwältigende Mehrheit aller flugfähigen Tiere kommen ohne Feder aus; Insekten, Fledermäuse, Flug-Echsen etc. Die Federn sind also für das Fliegen nicht zwingend erforderlich und scheinen – zumindest in frühen Stadien der Evolution – eine nicht sonderlich erfolgreiche Erfindung gewesen zu sein, denn von allen Tieren haben nur Vögel ein Federkleid entwickelt, Säuger und andere Klassen haben es offensichtlich nicht „für notwendig erachtet“, ein Federkleid zu entwickeln. Das Fliegen wurde von der Evolution 4-5x neu „erfunden“, jedoch nur ein einziges Mal mit Hilfe der Feder. Außerdem müssten die Federn entwicklungsgeschichtlich vor dem Fliegen da gewesen sein – also ursprünglich in keinem zwingenden Zusammenhang mit dem Fliegen.

Was aber haben evolutionsbiologische Überlegungen in einem veterinärmedizinischen Beitrag zu suchen? Sicher weiß ich das auch nicht, eine bestimmte Theorie könnte jedoch erklären, warum das Gefieder der Vögel auf allerlei Chemikalien stärker reagiert als andere Gewebearten. Diese Theorie besagt nämlich, dass die Feder sich ursprünglich als Ausscheidungsorgan für Tiere ohne Schweißdrüsen entwickelt haben. Schweißpflichtige Substanzen, die der Körper sonst nicht loswerden kann, wurden – und werden immer noch! – im Gefieder eingelagert. Damit wird mit jeder Mauser ordentlich Recycling betrieben – der erste „Grüner Punkt“ der Geschichte. Man kann behaupten, die Federn werden aus „Stoffwechsel-Müll“ gebaut. Hat die Feder die Endlänge erreicht, wird die Blutzufuhr unterbrochen und alle in der Feder eingelagerten Stoffe können diese nicht mehr verlassen und den Körper schädigen, alle diese Stoffe werden „kalt gestellt“. Bei der nächsten Mauser werden diese „Giftpakete“ abgeworfen. Zugegeben eine nicht ganz optimale Lösung, denn mit dem Erreichen der Endgröße können nicht nur keine Stoffe mehr aus der Feder heraus, es können auch keine mehr hinein. Dem Vogel steht folglich ein begrenzter Zeitraum für das „ausschwitzen“ in die sich im Wachstum befindliche Feder hinein zu Verfügung. Möglicherweise funktionierte dieser Mechanismus bei den ersten befiederten Dinosauriern etwas anders und viel effizienter. Die ersten befiederten Tiere waren „kleine“, flugunfähige Dinosaurier.

Warum diese lange Einleitung? Dieser „Ausflug“ ca. 65 Millionen Jahre zurück hat die Aufgabe, die Aufmerksamkeit des Lesers auf die Bedeutung der Feder als „Ausscheidungsorgan“ zu lenken.

Die meisten körperfremden Stoffe, die Tauben während der Mauser aufnehmen, wandern nach entsprechenden Umwandlungen in der Leber direkt in das Gefieder. Man kann sich diese Eigenart der Vögel zunutze machen, indem man während der Mauser dem Körper Wirkstoffe zur Verfügung stellt, die für eine stabile, bruchfeste, dabei aber geschmeidige Feder sorgen (Biotin etc.), oder aber den Körper mit „Chemikalien“ belasten, die zu einem mangelhaften Federkleid führen können. Züchter roter Farbkanarien beispielsweise füttern während der Mauser rote Farbstoffe (es gibt da mehrere Mixturen, vorwiegend Karotinoide oder Xanthinderivate), damit der rote Kanarienvogel auf der anschließend stattfindenden Ausstellung auch wirklich rot ist. Ohne die Hilfe des Züchters sind alle roten Kanarien nämlich „nicht so rot“, sie sind höchstens orange und das manchmal sogar ziemlich blass.

Weil das Federkleid so rasch und nachhaltig auf äußere und innere Einwirkungen reagiert, ist das Gefieder ein Spiegel der Prozesse, die im Körper ablaufen. Ein geübtes Auge kann anhand von Veränderungen im Gefieder den Gesundheitszustand und die äußeren Einwirkungen während der letzten Mauser – aber auch darüber hinaus – wie aus einem Buch ablesen. Das Gefieder als ganzes reagiert nämlich über den Zeitpunkt der Mauser hinaus: ein verändertes Putzverhalten bei bestimmten Erkrankungen, die von der Norm abweichende Zusammensetzung des Bürzeldrüsensekretes oder bestimmte Verhaltensmuster (z.B. das sich Aufhalten überwiegend an kühlen Plätzen) bewirken Veränderungen im Gefieder auch über die Wachstumszeit einzelner Federn hinaus. Dazu kommt noch, dass eigentlich immer irgendwelche Federn abgeworfen werden und sich neu bilden, so dass beispielsweise Arzneimittel, zu jedem beliebigen Zeitpunkt verabreicht, ihre Spuren im Gefieder hinterlassen können – und es für gewöhnlich auch tun.

 

Stresslinien

 
Das Gefieder
Stresslinien
Stresslinien - was tun?
(Ekto-)Parasiten
Arzneimittel gegen Ekto- und Endoparasiten
Behandlungsformen gegen Parasiten
Beurteilung im Vergleich
Behandlungen gegen Ektoparasiten

[Home]  [Magazin]  [Podcast]  [Meisterschaft]  [1. Konkurse]  [Auktion]  [One Loft Races]  [Kids Corner]  [Preislisten]  [International]  [Taubengesundheit]  [Wetter]  [Photo Gallery]  [Forum]  [Office Tools]  [Umfragen]  [Verirrte Tauben]  [Züchter]  [Tauben-Shop]  [Brieftaubenzüchter helfen]  [Bannerwerbung]  [Adressen-CD]  [Newsletter]  [Statistik]  [Netiquette]  [Disclaimer]  [Impressum