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Der Internet-Taubenschlag hilft!
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Home  Magazin  Florian Grundmeier, RV Hoher Westerwald 

Florian Grundmeier, RV Hoher Westerwald (RegV 407 Mittelrhein-Südost)

1. Platz "Deutsche Internet-Meisterschaft 2011"

Florian Grundmeier, das ist Taubensport pur! Fanatisch, ehrgeizig, fast besessen; einen derart getriebenen Liebhaber habe selbst ich in meiner langen Laufbahn als Berichterstatter noch nicht kennengelernt! Nein, Hobby kann man das wohl nicht mehr nennen, eher Berufung oder Hingabe. Dieser junge Mann lebt für seine Tauben, 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr. Diese Begeisterung, das Funkeln in den Augen, wenn er über Tauben spricht, und die Liebe zu seinen Tieren, die Vertrautheit, mit der er mit seinen Lieblingen umgeht, das muss man einfach gesehen, erlebt haben. Solche Typen lassen mich glauben, dass es mit unserem Sport noch lange nicht zu Ende ist. Diese Motivation, diese Kraft, wo nimmt er die her?

Florian Grundmeier vor der Schlaganlage
Florian Grundmeier vor der Schlaganlage

Ich fürchte, das nicht ganz ergründen zu können. Es ist wohl die angeborene Tierliebe und besonders die Achtung vor der gigantischen Leistung, die unsere Tauben zu bringen imstande sind. Alle Anfeindungen, Missgunst und Neid, die er wie fast jeder so erfolgreiche Züchter erfahren muss, motiviert ihn nur noch mehr, stachelt ihn zu immer größeren Erfolgen an. Zehn erste Konkurse in 2011 gegen durchschnittlich 3.700 Tauben, das ist Sport auf allerhöchstem Niveau! Florian ist erst 29 Jahre alt und steht noch am Anfang einer sicherlich großen Karriere im Taubensport. Er ist im öffentlichen Dienst in der Verwaltung tätig und sein Beruf lässt ihm auch den Freiraum, den er für sein Hobby benötigt. Verheiratet ist er nach eigener Auskunft mit seinen Tauben. Dieses schöne Hobby lässt ihm keine Zeit für eine Beziehung! Inzwischen hat sich Florian auch einen hervorragenden Ruf als Brieftaubenfotograf erworben. Auch dieses Hobby nimmt viel Zeit in Anspruch.

Erfolge 2011

  • National:
    • 5. Deutscher Verbandsmeister Weitstrecke
    • 5. Platz Klinikcup Deutschland
    • 7. As-Weibchen des Verbandes (0498-09-9089)
    • 30. As-Weibchen des Verbandes (0498-09-9086 )
    • 64. As-Vogel des Verbandes (0498-09-9077)
  • RegV 407:
    • 2. As-Weibchen des Verbandes im RegV (0498-09-9089)
    • 2. As-Vogel des Verbandes im RegV (0498-09-9077)
    • 2. Bestes Männchen auf den Regionalflügen (0498-09-9084)
    • 3. Platz RegV-Championat, 3. Regionalverbandsmeister
    • 4. Bestes Weibchen auf den Regionalflügen (0498-09-9089)
    • 5. As-Weibchen des Verbandes im RegV (0498-09-9086)
    • 5. Bestes Weibchen auf den Regionalflügen (B 09-6132828)
  • Sonstiges:
    • 1. Platz "Deutsche Internet-Meisterschaft 2011"
    • 1. Deutscher Monatsmeister Juli "Brieftaubensport International"
    • 2. Platz "Gouden Duif" Halve Fond Monat Juli Deutschland
    • 3. Bester Schlag Alttauben "Brieftaubensport International"
    • 5. Deutscher Monatsmeister Juli "Brieftaubensport International"
    • 10. Deutscher Monatsmeister Juli "Brieftaubensport International"

Taubensport in Brachbach

Florian: "Die neue Saison beginnt mit dem Ende der alten Saison. Nach der Reise lasse ich die Paare zusammen. Einige Weibchen legen schon nach ein paar Tagen und andere erst später. Wenn alle Täubinnen gelegt haben, nehme ich die Eier weg und lasse sie auf das nächste Gelege kommen, das sie nun hochziehen dürfen. Ich mache das, weil ich sie so etwas länger zusammen lassen kann. In dieser Zeit gibt es keine blinden Kuren, auch während und nach der Mauser nicht. Wenn die Tauben einen gesunden und fitten Eindruck machen, gibt es keine Veranlassung, ihnen Antibiotika zu verabreichen. Ich lasse meine Tauben bei Rene Becker untersuchen, und wenn der etwas feststellt, werden die Tiere natürlich behandelt.

Auch hier kann ich den Tauben im Winter keinen Freiflug mehr geben. Schon kurz nach dem letzten Preisflug waren die Angriffe durch die Greife so schlimm, dass ich alles sofort festgesetzt habe. Bei den Jungen war es sogar so, dass ich sie in der Woche vor dem letzten Preisflug schon nicht mehr fliegen lassen konnte. Ich habe sie dann nur noch weggebracht.

Der Witwerschlag
Der Witwerschlag

Anfang Februar habe ich gepaart, Schiebetür auf und alles zusammen, mehr war nicht zu tun, und sie konnten machen, was sie wollten. Die Zuchttauben wurden dieses Jahr, weil die Nachfrage so groß war, schon Anfang Januar gepaart. Die erste Runde habe ich an drei Züchter abgegeben. Normalerweise paare ich die Zuchttauben auch erst mit den Witwern, weil eine Winterzucht hier wegen der Krummschnäbel nahezu unmöglich ist. Besonders vorbereiten auf das Paaren muss ich meine Tauben nicht. Bei mir sind sie immer, auch im Winter, in bester Verfassung.
Ich bin ein Freund davon, die Tiere das ganze Jahr über mit dem besten Futter zu versorgen. Die Qualität des Futters ist mir sehr wichtig! Und das fängt natürlich in der Zucht an. Die Zucht ist das A und O. Während der Aufzucht müssen sie alles bekommen. Bei mir heißt das, ich gebe das beste Futter und noch viel Hanf und Sämereien dazu. Auch den ganzen Winter über. Hanf ist das beste Futter für heranwachsende Jungtauben. Jungtauben sind die Zukunft des Schlages, und wenn ich bei ihnen zu knausern anfange, kann ich nicht viel erwarten. Ausnahmen bestätigen natürlich auch hier die Regel! Selbstverständlich werden die Reisetauben genauso gut versorgt. Und ich muss aufpassen, dass sie mir nicht zu fett werden. Hungern lasse ich sie nie, aber wenn die erste Taube zur Tränke rennt, ist Schluss mit lustig, ist die Mahlzeit beendet.

Ich kann meine Reisetauben erst Anfang April nach draußen lassen, und auch das ist noch gefährlich. Die vier Wochen bis zum ersten Preisflug sind dann doch schon stressig und mit viel Arbeit verbunden. Ich könnte mir das natürlich einfacher machen und sie schon früher rauslassen, aber dann müsste ich die Verluste durch den Greif in Kauf nehmen. Das möchte ich aber nicht, ich halte meine Tauben nicht, um die Überpopulation der Räuber am Leben zu halten.

Anfang April wird der Schlag geöffnet und alle Tauben müssen dann raus und schnell im Schwarm fliegen. Ich stehe dann mit einer Schreckschusspistole dabei und schieße Heuler ab, wenn sich ein Räuber sehen lässt. Das größte Unheil kann man so vermeiden. Die Tauben sind dann schon auf Witwerschaft, ich spiele ja Vögel und Weibchen. Freiflug gibt es nur unter Kontrolle! Wenn sie dann vier- oder fünfmal draußen waren und so 20 Minuten fliegen, beginne ich mit dem Training. Aber ich bin da noch vorsichtig und bringe sie auf drei, sechs und acht Kilometer. Anfangs fahre ich jeden Tag, aber keine großen Entfernungen.

Die letzten Wochen im April habe ich Urlaub, das ist jedes Jahr so, und nun muss ich sehen, dass ich echt etwas an den Tauben mache. Das heißt fahren, fahren und noch mal fahren. Von den RV-Vorflügen mache ich höchstens den letzten Flug mit, vorher sind meine Tauben einfach noch nicht so weit. In der Saison fahre ich dann auch noch mindestens zweimal die Woche zwischen den Flügen, aber immer nur 40 Kilometer. Ich lasse sie dann mit zwei oder drei anderen Züchtern gemeinsam auf. Früher bin ich größere Entfernungen gefahren, aber mittlerweile bin ich der Meinung, dass es nicht so sehr auf die Entfernung ankommt.

Also, bis zum ersten 500-km-Flug fahre ich zweimal die Woche, meistens Dienstag und Donnerstag, später fahre ich nur noch am Donnerstag. Dieser Donnerstag ist mir heilig, denn er ist ein wichtiger Pfeiler in meinem System. Die Partner dürfen sich dann für einige Zeit sehen. Am Freitag vor dem Einsetzen zeige ich sie allerdings nicht mehr. Da gibt es auch keine besondere Motivation mehr. Ich korbe sie so ruhig wie möglich ein, und bevor ich dann zur Einsatzstelle fahre, stelle ich sie noch für mindestens eine Stunde in die dunkle Garage.

Vor dem Einsetzen dürfen die Tauben baden, ich stelle dann lauwarmes Wasser hin (in die kleinen Volieren vor den Schlägen) und sie nehmen das gerne an. Wenn die Zeit etwas knapp ist, passiert es auch schon einmal, dass sie noch etwas feucht in der Einsatzstelle ankommen. Das macht aber gar nichts, im Korb werden sie schnell trocken.
Alle meine Tauben sitzen ja auf Heizsteinen und nach dem Bad liegen sie dort besonders gerne.

Gefüttert wird Topp Mix von Röhnfried, die von Alfred Berger entwickelte Mischung. Die ist quasi das Basisfutter. Dazu gibt es Hanf, Paddy geschälte Sonnenblumenkerne und Sämereien. Alles wird nach Gefühl gegeben, ich füttere sie, bis ich meine, sie sind bestens versorgt. Nach den Flügen natürlich mehr Paddy Reis und im Laufe der Woche mehr Fett. Erdnüsse habe ich immer in der Tasche, so als Leckerei und Dankeschön. Aber es gibt auch Tauben, die ich, obwohl sie gute Flieger sind, nicht dazu bewegen kann, mir die Nüsse aus der Hand zu nehmen. Sie fressen zwar auch gerne Nüsse, aber nur, wenn ich sie auf den Boden werfe.

Im März werden die Reisetauben verdunkelt. Anfang März habe ich damit begonnen. Elf Stunden brennen nun die Tageslichtlampen, automatisch gesteuert und ohne Unterbrechung. Anfang April stoppe ich mit der Verdunkelung und die Tageslichtlampen brennen dann von Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang. Jede Woche wird die Zeit neu eingestellt. Das geht so bis zum längsten Tag des Jahres im Juni, und die Länge dieses Tages wird dann durch das Belichten beibehalten. Nach dem letzten Flug werden die Lampen dann abrupt ausgeschaltet.

Das Verdunkeln der Jungtauben beginnt Anfang April. Auch sie bekommen elf Stunden Licht am Tag. Das geschieht bis zum 21. Juni, danach werden sie belichtet wie die Alten auch.

Der Jungtaubenschlag
Der Jungtaubenschlag

Mit dem Training der Jungtauben habe ich früher erst begonnen, wenn ich das Verdunkeln eingestellt hatte. Das war die Meinung, die allgemein publiziert wurde und die auch ich vertrat. Inzwischen bin ich anderer Meinung. Frei nach Konrad Adenauer könnte man sagen, was schert mich mein Geschwätz von gestern!

Ich werde dieses Jahr also früher mit dem Training beginnen und zwar, sobald sie regelmäßig fliegen. Auch die Jungen bringe ich mindestens zweimal die Woche weg, und wenn man mich dieses Jahr noch mehr ärgert, werde ich noch viel öfter fahren. Auch einen Trainingsflug am Einsatztag werde ich testen.

Wichtig ist auch das ständige Beobachten der Tauben, gucken, gucken und nochmals gucken.

Nicht alles genau nach Plan machen, man muss flexibel und innovativ sein, man muss sehen, was sie brauchen und ihnen auch geben, was sie brauchen! Das Verhalten beobachten, stört irgendetwas im Schlag, fühlen sie sich wohl? Das sind alles Dinge, die kann man nicht lernen, man muss das Fingerspitzengefühl haben und immer noch etwas dazu lernen!

Um noch einmal auf den Neid und die Missgunst zu kommen, die wir derzeit leider erfahren müssen. Als im letzten Jahr die Tauben vom Endflug kamen, haben sich einige dieser Leute gegenüber im Wald versteckt, um die Ankunft meiner Tauben zu kontrollieren. Wären sie doch eben hineingekommen, gern hätte ich ihnen eine Tasse Kaffee und ein Stück Kuchen angeboten. Zum Glück kamen die Tauben sehr schnell, wodurch ihre Geduld nicht lange auf die Probe gestellt wurde und sie schon bald wieder abzogen!"

Schlaganlage

Florian: "Der neue Gartenschlag wurde von Friedhelm Cox erstellt und aufgebaut und ich muss sagen, er funktionierte vom ersten Tag an. Vielleicht Glück, aber ich glaube eher, Friedhelm versteht sein Handwerk."

Die neue Schlaganlage von Florian
Die neue Schlaganlage von Florian

Stammaufbau und Astauben

An den Stammbäumen der besten Tauben kann man sehr gut erkennen, wie ein Stamm aufgebaut wurde und welcher Zuchtweg bevorzugt wird. So wollen wir auch in diesem Bereich versuchen, Florian Grundmeier ein wenig in die Karten zu schauen. Dazu hier ein paar Abstammungen:

0498-09-9089
7. As-Weibchen des Verbandes 2011 mit 13/12 Preisen und 1.035,21 As-Punkten. Die Täubin stammt aus dem 07246-07-726, einem der sechs Vererber aus dem Stammpaar 08660-06-22 (Markus Neeb) x 09043-06-155, "Miss Nationen-Cup" (3. Platz Nationen-Cup BRD 2007 mit 1., 1., 3. Konkurs und 10 Preisen, 926 AS-Pkt. in 2006)! Die Mutter der "9089" ist die "Blauwe Kannibaaltje" (B-02-6508421) von Dirk Van Dyck. Sie kommt aus einem Sohn des "Kannibaal" und einer Tochter des "Zeerover"!

 

0498-09-9077
64. As-Vogel des Verbandes mit 13/13 Preisen und 1.028,28 As-Punkten in 2011. Er stammt aus dem 01063 07-1646, der ebenfalls ein Sohn des Stammpaares 08660-06-22 x 09043-06-155 ist. Die Mutter des "9077" ist die 0498-07-264, eine Schwester des "78" 2. AS-Vogel BRD 2007 von Markus Neeb aus dem Parade-Paar 04020-03-755 x B-01-6490998 (Dr. Marien)!

 

0498-09-9008
Dieser Vogel fliegt bisher 17 Preise mit 1.280,69 As-Punkten und zweimal den 1. Konkurs. Er ist ein Vollbruder der Weibchen "9067" und "9068".
Ihr aller Vater ist der 0498-07-301 (Markus Neeb), ein Sohn des 01313-03-170 (5 x 1. Konkurs, 2. Astaube des Verbandes Monat Mai 2006) und der 01513-04-508, Tochter des Stammpaares 305 x 1207 von Regina und Rudi Heinen.
Die Mutter des "9008", die 01063-07-1645, kommt ebenfalls aus dem Basispaar "22" x "155" und ist die Nestschwester des Vaters vom "9077"!

 

0498-09-9067
Sie bringt es in 2011 auf 12/10 und 719,47 As-Punkte. 2012 fliegt sie 13/10 Preise mit 782,26 AS-Pkt. Bisherige Spitzenpreise: 1., 1., 2., 5., 7., 8., 10., 10., 11., Sie ist eine Vollschwester von "9008" und "9068"!

 

0498-09-9068
Eine Nestschwester zu den beiden vorgenannten Tauben. Die "9068" fliegt bisher 1., 1., 1., 4., 5., 5., 8., 9., 11., Es bleibt also festzuhalten, dass drei Kinder des Paares 301 x 1645 zusammen sieben erste Konkurse fliegen.

 

Das Stammpaar

Dieses wird von dem 08660-02-22 von Markus Neeb und der "Miss Nationen-Cup" (09043-06-155) gebildet. Der "22" stammt aus dem B 03-6466662 (Dr. Marien), dem Topvererber des Schlages Neeb, und der 02098-04-1480 (Günter Prange), die aus "330" x B-01-3025114 (Eric Vermander) kommt.

 

Kinder und Enkel des "22" fliegen bisher vierzehn 1. Konkurse und eine Vielzahl an weiteren Spitzenpreisen!
Mit der "Miss Nationen Cup" (09043-06-155) brachte der "22" sechs absolute Zuchtasse, die derzeit als Toppvererber den Schlag Grundmeier auf höchstem Niveau halten. Wie man deutlich sieht, kommen auch hier fast alle Asse aus einem "Loch"!

 

Mehr Informationen:

Florian Grundmeier
Auf dem Härdtchen 13
57555 Brachbach
Tel. (0 2745) 2 28 01 65
floriangrundmeier@web.de

 
Weitere Topper:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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