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10.09.2017 Rolf Schlömer stellt vor
Alex Vluggen – ein Mann mit dem kleinen Korb..




Alex Vluggen (rechts) und sein bester Freund Jeand Beckers vor der Schlaganlage in Neerharen vereint. Diese beiden Virtuosen spielen seit Jahr sehr dominant auf den Flügen über 700 km.



1. provinzial, 3. national und 6. International Perpignan gegen 12.698 Tauben. 1. provinzial, 2. national Montelimar gegen 4.214 Alte im Jahr 2016

Einer der aufstrebensten Schläge in den letzten beiden Jahren ist Alex Vluggen aus dem belgischen Neerharen. Neerharen ist eine Teilgemeinde von Lanaken in der Provinz Belgisch-Limburg. Die Staatsbaan N78 teilt das Maasdorf in zwei Teile, bei der eine Seite zu Holland gehört und die andere zu Belgien. Wir sind zu Besuch in der Kasteelstraße bei Alex und Danielle Vluggen. Alex Vluggen lebte über 42 Lebensjahre im niederländischen Gulpen, bevor er im Alter von 70 Jahren nach Belgien zog. Erst drei Jahre nach dem Umzug wurden die ersten Tauben gehalten. In einer kurzen Zeit gewann dieser Schlag alleine neun erste Siege in der Provinz Belgisch-Limburg, diese Siege erringt er auf Entfernungen von 600 bis knapp 1.000 km. Ein besonderes Highlight war der provinziale Sieg ab Marseille im Jahr 2012, denn es war die einzige Taube in der Provinz, die am Auflaßtag den Heimatschlag erreichte. Mittlerweile zählt Alex Vluggen zu den besten Spielern in der Region 4 und 5. Eine Preisausbeute von durchschnittlich 70 Prozent sind hier keine Seltenheit.

Die ersten Tauben
Zu seiner Zeit, als Alex Vluggen noch in Holland wohnte, spielte er sehr stark auf der Kurz- und Mittelstrecke. Nur gelegentlich nahm er an Weitstreckenflügen teil. Aber auch damals schon, zeigte er seine Qualitäten über 900 km, hier bleibt noch in Erinnerung der 2. provinzial und 4. national St. Vincent im Jahre 1982, oder auch der 1. provinzial und 4. national Cahors (811 km). Später nach seinem Umzug nach Belgien startete er zunächst mit Tieren seines Vaters. Zeitgleich ging er zu Thomas Peeters nach As und kaufte gute Weitstreckentauben ein. Das war das alte Peeters-Blut in Verbindung mit Tauben der SG Nouwen & Paesen. Weitere Tiere folgten von Harinck-Poelsmans aus Genk und von Harry Winten aus Lanaken. Toptauben erhielt er ferner von Jules Hardy aus Vroenhoven, dessen Patenkind der bekannte Florian Hendriks aus Nijswiller ist. Die genannten Tauben formen die Basis des Schlages Vluggen bis heute. Alex Vluggen besitzt heute insgesamt neun wahre Zuchtpaare. Zusammen mit seinem besten Freund Jean Beckers aus Lanaken teilen sich die beiden Züchter die anfallenden Jungtauben. Jean Beckers würde übrigens mit demselben Taubenstamm 1. Weitstreckenmeister im Fondclub Lanaken 2016 geworden. Man merkt hier also ganz deutlich, dass der Erfolg im Zuchtschlag beginnt.


Der Vogel NL-12-1946337 errang 2016 den 1. Preis provinzial von Montelimar. Der Vogel kam als Geschenk von Jo und Florian Hendriks zu Sportfreund Vluggen.


1. provinzial Montelimar
Der provinziale Gewinner von Montelimar ist ein gehämmerter Vogel mit der Nummer NL-12-1946337, er kam als Geburtstagsgeschenk von Florian und Alex Hendriks zu Alex Vluggen. Der Vogel war ursprünglich für kürzere Entfernungen gezüchtet wurden und sollte auch im Mittelstreckenspiel getestet werden. Aber auf Anraten von Florian Henriks entschied man sich, den Vogel auf die Rhonetal-Route zu spielen. In seiner Vorbereitung flog er den 210. Chalon Sur Saone gegen 1.369 Tauben, 25. Valence (650 km) gegen 1.218 Tauben und dann Montelimar (700 km) mit dem 1. provinzial gegen 674 Tauben, den 2. national gegen 4.214 Tauben. Der Vater des Siegervogels ist der 10/345 von Chris Hebberecht und kommt aus dem 01/638 „Champion“, der Vogel war 1. provinzialer und 2. nationaler As-Vogel KBDB (Weitstrecke) 2005. Gepaart war der „Champion“ mit der 04/279 „Tochter Pancho“, die Großmutter gewann den 1. national Pau in Belgien 2011. Die Mutter des 12/337 ist die 10/791 „Inteelt Kleine 273“ von Jo Hendrks und Sohn und kommt aus 06/356 „New Favourit“ mit der 02/439 „Teletekst Duivin“ von Jo Hendriks und einem Sohn aus „Kleine 273“ mit 98/762.

1. provinzial Perpignan
Auch ein gehämmerter Vogel ist es, der die Ringnummer Belg-14-2056548 trägt, er gewinnt den 1. Preis Perpignan in der Provinz Belgisch-Limburg gegen 518 Tauben, den 3. national gegen 4.205 Tauben sowie den 6. international gegen 12.698 beteiligte Tauben. In seiner Vorbereitung flog er Limoges, Montauban und St. Vincent (963 km). Auf St. Vincent gewann er den 20. Preis in der Provinz, danach folgte der Sieg von Perpignan. Sein Vater ist der 09/767, der selber den 1. provinzial Libourne gegen 793 Jährige gewann. Er kommt aus 01/599 von Harrie Winten mit 07/960 „Tochter Narbonne Harinck“. Mutter von 14/548 (Perpignan-Sieger), ist die 10/767 „Tochter Marseille Jules Hardy“ und kommt aus 05/080 „De Marseille“ Jules Hardy (Linie Robert Venus x Beusen x 09/240, S. Beusen x Jos Joosen).

Reisemethode
Die Reisemannschaft besteht aus 35 Witwervögeln, aus denen im Frühjahr keine Jungen gezüchtet werden. Mit ihnen wird eine ganz klassische Witwerschaftsmethode praktiziert. Ferner stehen 12 Nestweibchen zur Verfügung, die dann eingesetzt werden, wenn sie einen guten Neststand haben; also 14 Tage alte Eier oder kleine Junge. In der Regel werden die Tauben drei- bis viermal auf Flügen über 600 km gespielt. Nach einem Weitstreckenspiel erfolgt immer eine zweiwöchige Ruhezeit. In der Reisezeit wird fortlaufend die Mausermischung „Rui Galaxy“ von Beyers gefüttert. Dieses Futter ist so umfangreich, dass es den Tauben an nichts fehlt. Lediglich an den letzten vier Tagen vor dem Einsatz zu einem Weitstreckenflug kommen noch zwei weitere Beyers-Mischungen hinzu, nämlich „Premium Super Witwer“ und „Olympia 47“ (Zucht- und Reisefutter). Das Futter soll so umfangreich wie nur möglich. Am Ende gibt es dann auch noch geschälte Sonnenblumenkerne und ein paar Erdnüsse. Die weitere Versorgung ist abgestimmt mit Produkten von Tierarzt Dr. Peeters aus Niel-bij-As. Es wird das Weitstreckenprogramm angewendet, hier stehen die Produkte „Aminosäüren“, „Flugvitamine“, Bierhefe und „Recuvit Forte“ auf dem Programm. Auch die Gesundheitsprodukte gegen Schnupfen und Trichomonaden kommen von dem bekannten Tierarzt.


Alex Vluggen im Reiseschlag. Vor den einzelnen Schlägen befindet sich ein Gang. Zum Freiflug können alle Abteile geöffnet werden.


Insgesamt neun provinziale Siege
1.provinzial Clermont Ferrand
1. provinzial Mouler
1. provinzial Cahors
1. provinzial Chateauroux
1. provinzial Marseille
1. provinzial Libourne
1. provinzial Marseille
1. provinzial Montelimar
1. provinzial Perpignan


Hier eine herrliche Plakette anlässlich des provinzialen Sieges von Marseille.


Im Gespräch mit Sportfreund Alex Vluggen:

Was denken Sie, warum Sie so stark reisen? Was macht für Sie den Unterschied zwischen einem guten und weniger erfolgreichen Züchter aus?


„Früher hatte ich einen sehr guten Lehrmeister, der mir vieles verraten hat. Ich denke, es gibt Liebhaber, die den Tieren mehr ansehen können, als andere. Man muss für jede Sportart Talent besitzen, sonst braucht man erst gar nicht anzutreten. Bezogen auf meinem Schlag muss ich zugeben, dass ich dreimal großes Glück hatte, direkt mit den richtigen Tauben anzufangen, präziser gesagt, ich hatte dreimal ein gutes Zuchtpaar. Im Taubensport ist die eigene Einstellung und Wille ganz wichtig; man muss ausgeglichen sein und ruhig mit den Tieren umgehen. Es gibt Leute, die den Schlag reinigen gehen und dabei keine Tauben sehen, so etwas gibt es bei mir nicht. Bevor ich etwas mache, schaue ich zuerst auf meine Tiere.“

Sie haben zweimal mit dem Taubensport neu angefangen und gehörten ein, zwei Jahre später zu den Meistern. Haben Sie in dieser Zeit auch einmal Fehler gemacht?

„Selbstverständlich macht jeder Fehler. Man darf nie Tauben aus ihrem Schlag nehmen, aus dem sie gut gereist haben. Vor ein paar Jahren hatte ich sechs Jährige aus ihrem ehemaligen Jungtierschlag gereist. Ich setzte alle sechs Tiere nach Cahors und gewann fünf frühe Preise. Nachdem im Alttierschlag etwas Platz wurde, setzte ich die Vögel um und gab ihnen ein Weibchen. Auf dem nächsten Flug ab Bergerac errang keiner von ihnen einen Preis. Sie wollten während dieser Zeit immer wieder in ihren Jungtierschlag herein.“

„Im Herbst und Winter werden die Preise gemacht“, sagen viele erfahrene Taubenzüchter. Vielleicht sollte man besser sagen: „In der Mauserzeit werden die Preise gemacht“, denn nur Tauben, die eine einwandfreie Mauser durchgemacht haben, werden im nächsten Jahr Spitzenpreise fliegen können.

Wie stehen Sie zu dieser Aussage?


„Nur gesunde Tauben kommen problemlos durch die Mauser und bringen später gesunde Junge. Gesunde Tauben erhält man nicht durch blinde Medikamentengaben sondern nur durch ordentliche Untersuchungen und daran anschließend – falls nötig – Behandlungen.“

Wie sieht der beste Schutz vor Krankheitsausbrüchen in der Herbst- und Winterzeit aus?

„Kurz gesagt: Gesundheitskontrolle, Impfung, gute Versorgung, mehr ist nicht nötig. Keinesfalls blinde Kuren durchführen.“

Wie reagieren Sie im Falle eines deutlichen Leistungsabfalls?


„Zum Glück habe ich noch nie einen dramatischen Leistungsabfall gehabt. Nach einem schlechteren Flug, der meistens auch mit schlechtem Wetter einherging, sollte man die Ruhe bewahren und nicht das System in Frage stellen. Wenn so etwas bei uns passierte, habe ich höchstens zu meiner eigenen Beruhigung etwas gegen Trichomonaden gegeben. Leider sind auf der Weitstrecke, die Flüge nicht berechenbar, wie im Programmspiel. Wenn der Wind ungünstig ist, oder lokale Schlechtwettergebiete auftauchen, muss man hier mit Niederlagen umgehen können, ansonsten hat man auf der Weitstrecke nichts verloren.“


Welchen Tipp können Sie jedem Züchter in diesen Tagen auf den Weg geben?

„Wenn die oben genannten Ratschläge befolgt werden sollte eigentlich alles gut gehen. Nicht nervös werden, wenn in dieser Jahreszeit einmal eine einzelne Taube wässrigen Kot absetzt. In der Regel ist das in dieser Jahreszeit völlig harmlos.“


Mit ihren außergewöhnlich klassereichen Tauben hat Alex Vluggen die Meßlatte so hoch gelegt, dass ihm nichts anderes übrig bleibt, als zu versuchen, seine eigenen Rekorde zu brechen. Man kann gespannt sein, wie es im Hause Vluggen weitergeht.

Vielen Dank für das Gespräch!

Rolf Schlömer

Kontakt:

Alex Vluggen
Kasteeltstr. 3
B-3620 Neerharen
Telefon: 0032 474 04 20 47

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