Einzelnen Beitrag anzeigen
  #5  
Alt 02.12.2002, 18:55
Benutzerbild von Pfaelzer
Pfaelzer Pfaelzer ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 11.04.2001
Ort: Landau-Land
Beiträge: 4.844
Standard RE: Jungtierkrankheit

hallo Gerhard,
ich gebe Dir in Deiner Denkweise vollkommen recht.
Allerdings nur dann, wenn Dir die Erfolge Deiner jungen Garde egal ist.
Ich habe einen guten Taubenkumpel, der wie Du auch einen doppelten Boden hat und der reist unter aller Sau.(doppelter Boden ist, wenn lange nicht mehr gereinigt wurde).
Aber es ist wahr, der hat keine Probleme mit dieser Krankheit.
Auch stimmt es ganz einfach nicht wenn H. Tamsen zitiert wird, denn der verdunkelt seine Jungen doch auch. Der ist sogar noch ein Stück brutaler als wir. Der sortiert seine Jungen Weibchen gleich aus ohne sie auf die Jungflüge zu setzen. Seine jungen Vögel sind allerdings verdunkelt und das schadet ihnen für ihr späteres Leben nicht, wie wir ja an seinen Erfolgen sehen.
Ich kenne aber auch Züchter die nicht verdunkeln und die haben die JK auch auf ihrem Schlag gehabt.
Ein Problem ist allerdings das Training, hier fängt es bei mir jedes mal an.
Wir dürfen meiner Meinung nach nicht zu spät mit dem Training beginnen. Hier liegt meines Erachtens der Hase begraben.
Wie ist es denn, die Altflüge sind vorbei und wir fangen an die Jungen zu Trainieren und haben dafür kaum noch Zeit.
Also werden die Jungen gefangen und gleich wegebracht.
Früher haben wir Sie über Nacht im Korb stehen lassen und sie haben sich der veränderten Situation anpassen können - heute nicht mehr, da werden sie gleich weggefahren und möglichst noch gleich auf 20 - 30 Km.
Früher hatten wir ja auch die Zeit dazu, weniger Freizeitangebote, weniger Tauben,, nur Witwer und keine totale Witwerschaft und der Lebenspartner hat sein Recht auch nicht so oft gefortert wie heute usw usw.
Den Stress übertragen wir von uns auch auf unsere Jungen.
Aber man kann den Uhrzeiger nicht mehr zurückdrehen. Da machen zuwenige mit. Auch sind die vielen Medikamente Schuld, die wir unseren Tauben angeblich geben. Ich habe bis bei mir die Krankheit ausgebrochen ist, noch nicht mal was gegen Trichomonaden gegeben -- von wegen viele Medikamente.
Auch habe ich die sog. Stohecke praktiziert, damit sich die Tiere mit ihrem Kot auseinandersetzen müssen, hat alles nichts geholfen. Es wurde alles so gemacht wie die Herren Tierärzte es empfohlen haben. Leider hat es nichts geholfen. Das Einzige was vielleicht sein kann, ist eine Überbesetzung der Jungtierschläge.
Daran werde ich dieses Jahr arbeiten und versuchen auf diesem Wege eine Lösung zu finden.
Aber es stimmt schon, je weniger wir an unseren Jungen herummachen umso weniger anfällig sind sie. Allerdings hat mein Kumpel mit dem doppelten Boden viele Jungtiere auf der Reise verloren ( weil sie so gesund sind ) und ich nur im ganzen 3 Stück und meine sind ja verhätschelt und verdunkelt und unnatürlich gehalten und dürften eigentlich gar nicht mehr nach Hause kommen.
Sportsfreunde die Zeit lässt sich nicht zurückdrehen.
mfg
Mauer Thomas
Mit Zitat antworten