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  #1  
Alt 06.09.2019, 15:08
Lessing Lessing ist offline
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Standard Die Saison 2020 planen !

Sommer-/ Herbstjunge
Sinnvoll oder Ballast?
Die Zucht- und Reisesaison 2019 neigt sich dem Ende zu. Der eine blickt zufrieden zurück, andere hatten "mal wieder" ein durchwachsenes oder gar schlechtes Jahr.
Jetzt gilt es schon wieder die Planung für 2020 ins Auge zu fassen. Eine gute Mauser ist jetzt wichtig, die richtige Auslese und vor allem die Zuchtwahl sollten uns vorrangig beschäftigen.
Besonders die Zucht im kommenden Jahr, bei einigen wird noch gezüchtet, andere denken schon an die Paarung Ende November.
Ich meine wir alle denken darüber nach ob wir unseren Bestand "verstärken" müssen und wie/wo das geschehen soll. Nun ist das für jene die bereits über besondere Zucht- oder Leistungstauben verfügen eher einfach. Man züchtet aus den Leistungsträgern eine Runde Herbsttauben und nimmt die vermeintlich besten in die Zucht!
Auch Sommerjunge der besten Vererber eignen sich dafür, sind es doch Geschwister zu den Leistungsträgern. Doch wie geht der "weniger" Erfolgreiche vor, schaut er bei einem Züchter vorbei der über "gute" Tauben verfügt? Oder nutzt er die vielen Auktionen oder Versteigerungen um sich zu "verstärken".... Müssen es ältere Tauben sein oder sind Sommer/Herbstjunge besser?
Ist es sinnvoller auf die Abstammung zu achten oder besser auf die Leistungen der Eltern bzw Familien, egal ob es sich dabei um Kreuzungen handelt. Brauche ich Tauben die "nur"den Namen eines Züchters tragen oder aus seinen besten? Sind die teuren besser oder dürfen es auch geschenkte oder "billige" sein?
Fragen die uns immer wieder beschäftigen, nur, wie lautet die richtige Antwort?
Wie heißt es doch so schön:
"Drum prüfe wer sich (ewig) bindet ob sich nicht was besseres findet"!
Nun habe ich mir das Video von Haluter über Cor Jacobs angesehen, übrigens sehr interessant , da heißt ganz klar, Späte.,,,
Um jetzt nicht wieder einen Hinweis auf die vielen ??? zu erhalten, kurz meine Meinung zu diesem Thema. Ich halte es so, das ich ganzjährig züchte um möglichst viele Jungtiere aus meinen Paaren zu erhalten. Die ersten behalte ich für mich, die nächsten Bruten gebe ich zum Testen an interessierte Züchter zum Reisen ab.
Dies um die Tauben in verschiedenen Gegenden und auf unterschiedlichen Richtungen testen zu lassen!
Gibt es dann positive Ergebnisse , kann ich meine Schlüsse ziehen und die Zucht auf die erfolgreicheren Linien und Paarungen konzentrieren.
Auch erscheint mir diese Vorgehensweise hilfreich angesichts der weiteren Zucht bei den Züchtern die meine Linien in bereits vorhandene "einbauen"! So finde auch ich schnell "Passer " und kann entsprechend reagieren.
Eine Win-Win Variante !
Sommer- oder Spätjunge behalte ich gern oder versuche mir solche speziell nach der Reise aus den aktuell besten in den Bestand zu holen.
Solche sind oft preiswert und anpaaren kann ich die Vögel schon im Januar, die Weibchen ab März, das Alter haben sie dann schon erreicht um für Nachwuchs zu sorgen.
LG und hoffentlich eine rege Diskussion!
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  #2  
Alt 06.09.2019, 23:20
Günter W. Günter W. ist offline
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Zitat:
Zitat von Lessing Beitrag anzeigen
Sommer-/ Herbstjunge
Sinnvoll oder Ballast?

Hallo Lessing und alle anderen pigeons,
ich erlaube mir mal ein paar Anmerkungen/Anegungen( in rot) zu deinem ZuR-Rundumschlag.

Die Zucht- und Reisesaison 2019 neigt sich dem Ende zu. Der eine blickt zufrieden zurück, andere hatten "mal wieder" ein durchwachsenes oder gar schlechtes Jahr.
Jetzt gilt es schon wieder die Planung für 2020 ins Auge zu fassen. Eine gute Mauser ist jetzt wichtig, die richtige Auslese und vor allem die Zuchtwahl sollten uns vorrangig beschäftigen. hier: Einspruch.Zuchtwahl, was ist das? Zuchtauslese: Du menst selektieren?
Besonders die Zucht im kommenden Jahr, bei einigen wird noch gezüchtet, andere denken schon an die Paarung Ende November.
Ich meine wir alle denken darüber nach ob wir unseren Bestand "verstärken" müssen und wie/wo das geschehen soll. Nun ist das für jene die bereits über besondere Zucht- oder Leistungstauben verfügen eher einfach. Man züchtet aus den Leistungsträgern eine Runde Herbsttauben und nimmt die vermeintlich besten in die Zucht!
Einwand: welche sind die (sorry) vermeintlichen Besten für Zucht?
Auch Sommerjunge der besten Vererber eignen sich dafür, sind es doch Geschwister zu den Leistungsträgern. Doch wie geht der "weniger" Erfolgreiche vor, schaut er bei einem Züchter vorbei der über "gute" Tauben verfügt? Oder nutzt er die vielen Auktionen oder Versteigerungen um sich zu "verstärken".... Müssen es ältere Tauben sein oder sind Sommer/Herbstjunge besser?
Das haben wir hier( und wird in anderen Foren) auch schon "wund" diskutiert:
Das ist für mich so wie mit der besten Futtersorte für die Reisetauben, wo auch schon ernsthaft diskutiert wurde, mindestens die 3 besten (oder teuersten) Futtersorten zu mischen.
Zurück zu den Tauben:
Ich habe die besten Ergebnisse auch bei einem Totalverkauf gemacht (bei Kipp u. S. als sie '95 auf die internationale Weitstrecke wechselten),
2.bestes: so rund 10 Junge (egal ob aus Sommmer/Herbst)
3.bestes (schlechtestes) Ergebnis: einzelne Tauben im Internet (was nicht am Internet liegt).



Ist es sinnvoller auf die Abstammung zu achten oder besser auf die Leistungen der Eltern bzw Familien, egal ob es sich dabei um Kreuzungen handelt. Brauche ich Tauben die "nur"den Namen eines Züchters tragen oder aus seinen besten? Sind die teuren besser oder dürfen es auch geschenkte oder "billige" sein?
Nun aber Butter bei die (Tauben)Fische:
Abstammung und Leistungen der Eltern/Familien ist kein Widerspruch.
Die Abstammung(en) (und sonst gar nichts) bestimmt/bestimmen (besonders im Internet) den Peis und natürlich die Leistung der Eltern (meist nur 1) (wenn vorhanden). Es gilt die Rangfolge:
1.) die Kinder der Asse sind/werden i. R. teuer, sehr teuer, sauteuer,
2. die Enkel, Urenkel, Ur-urenkel u.s.w.., die allesamt, sagen wir mal, erschwinglich, manchmal so gar 1 Schnäpschen (z. B. bei den en) bei den one loft race -"Verramschungen"),und das nur ,weil die Tauben keinen Geldpreis/Preis errungen haben.

(p.s.:OLR hat keinen/nur geringen sportlichen Wert, weil: nur 1 Schlag und kein Konkurrenzgebiet)

Fragen die uns immer wieder beschäftigen, nur, wie lautet die richtige Antwort?
Wie heißt es doch so schön:
"Drum prüfe wer sich (ewig) bindet ob sich nicht was besseres findet"!
Nun habe ich mir das Video von Haluter über Cor Jacobs angesehen, übrigens sehr interessant , da heißt ganz klar, Späte.,,,
Um jetzt nicht wieder einen Hinweis auf die vielen ??? zu erhalten, kurz meine Meinung zu diesem Thema. Ich halte es so, das ich ganzjährig züchte um möglichst viele Jungtiere aus meinen Paaren zu erhalten. Die ersten behalte ich für mich, die nächsten Bruten gebe ich zum Testen an interessierte Züchter zum Reisen ab.
Du hast es gut, Du bist ein erfolgreicher Züchter (oder hast teure, begehrte Abstammungen)

Dies um die Tauben in verschiedenen Gegenden und auf unterschiedlichen Richtungen testen zu lassen!
Gibt es dann positive Ergebnisse , kann ich meine Schlüsse ziehen und die Zucht auf die erfolgreicheren Linien und Paarungen konzentrieren.
Auch erscheint mir diese Vorgehensweise hilfreich angesichts der weiteren Zucht bei den Züchtern die meine Linien in bereits vorhandene "einbauen"! So finde auch ich schnell "Passer " (ich gehe mal in Vorlage:
nahezu jede Taube ist grundsätzlich ein Passer.
Das die Nachzuchten daraus nicht fliegen, liegt (zumeist) nicht immer nur (wie im wirklichen Leben) an ddn Eltern sondern hat (gerade im Taubensport) auch andere Ursachen.


und kann entsprechend reagieren.
Eine Win-Win Variante ! Sorry: ich glaube nicht an wini, winni im Taubensport.

Sommer- oder Spätjunge behalte ich gern oder versuche mir solche speziell nach der Reise aus den aktuell besten in den Bestand zu holen.
Solche sind oft preiswert und anpaaren kann ich die Vögel schon im Januar, die Weibchen ab März, das Alter haben sie dann schon erreicht um für Nachwuchs zu sorgen.
LG und hoffentlich eine rege Diskussion!
W.f.G
Günter W.
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  #3  
Alt 07.09.2019, 05:54
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argail argail ist offline
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Moin,


eigene RV:wenn ein sehr viel besser reisender Züchter sich in der eigenen Konkurrenz befindet,der annähernd gleiche Schlag-und Führungsverhältnisse wie man selbst hat und zu dem man dann noch einen guten Draht hat,dann ist es sicherlich von Vorteil,sich dort eine Runde Herbstjunge aus den Besten zu holen. Und man hat kurze Wege um sich nicht nur Tauben sondern auch Know-How zu sichern. Das ist,denke ich,auch ganz wichtig wenn man sich neue Tauben dazu holt. Man sollte den Züchter quasi mitkaufen. Wird oft übersehen, trägt aber immens dazu bei mit den neuen Tauben aus dem Knick zu kommen.


OLR: meines Erachtens ist es nicht verkehrt,bei OLR einzukaufen. Manches Mal kann man sogar ein echtes Schnäppchen machen,was man so nicht bekommen könnte. Bevorzugen würde ich immer,wenn so eine Auswertung angeboten wird,die ersten As-Tauben eines OLR. Die haben nämlich mehrfach vorne an geflogen. Endflugsieger haben manchmal auch einfach nur einen lucky punch gesetzt. Günter W.´sAussage "keinerlei sportliche Aussagekraft" teile ich nur zum Teil. Es kommt immer auf das Rennen an und wie es gelaufen ist.


Internet/Messe: auch hier kann man passende Tauben finden. Interessant für mich sind dann immer Anbieter,die schon sehr viele positive Referenzen ihrer Tauben bei anderen Züchtern vorweisen können. Reine "Abstammungsverkäufer" meide ich.


Grundsätzlich gilt aber bei allen Neuerwerbungen: Züchten, züchten, züchten und spielen spielen spielen. Dafür muss man hart genug sein. Ich bin´s z.B. nicht. Mein 563 darf immer bleiben obwohl er jedes Jahr nur 1 Preis fliegt. Auf einem erfolgsorientierten Schlag hat so eine Taube nichts zu suchen. Ist halt so.


Ich habe schon jetzt einige Nachfragen nach Tauben vom Heidederby 2019. Und wonach fragen die allermeisten Leute? Nicht nach Leistung. Nein,sie fragen Sachen wie "wenn am Ende eine schöne Rote über bleibt,denkst du mal an mich?" Ich persönlich würde ihnen ja eher eine der ersten As-Tauben ans Herz legen, egal welche Farbe die hat,aber bei der Auswahl von neuen Tauben scheint für sehr viele Züchter die Leistung gar nicht so ausschlaggebend zu sein. Und das ist auch ok. Jeder nach seinem Gusto :-)


Gruß,
Michael
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Das Heide-Derby auf www.heidederby.de
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  #4  
Alt 07.09.2019, 14:08
Lessing Lessing ist offline
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Standard Rom, wir kommen !

Auf der Suche nach dem Weg..

"Zuchtwahl"

Jeder Züchter legt fest aus welchen Tauben er Nachzucht haben möchte ! Klar bedarf es dabei einer "Selektion", das muss aber nicht heißen das alle anderen abgeschafft oder getötet werden. Der eine züchtet nur aus seinen "Tauben zur Zucht", der andere auch aus den Reisetauben...
Dazu fällt mir eine Aussage von Jules Rijckaert ein:
"Halte nur solche Tauben aus denen du auch züchten willst"
Dieser Mann war Jahrzehnte einer der erfolgreichsten Züchter/Spieler Belgiens!
Gern denke ich an die Zeit zurück da ich für die Kinder seiner Tauben wie "Salomon" "de Gier" dahinter stand "Gouden Bol x Serveuze", (Ernst Nebel !?) wie auch "Fakir/Diamantje" etc. nach "Passern" gesucht habe. Gefunden habe ich sie in Nachkommen des "Killer 727 x 910" von Spelten und Söhne, diese gingen im Ursprung auf die Linien "Motta/Atoom" von Vanhee zurück. (Hier auch "Nichtbrüter/Porre/ 30", Nies, Norman/Reimann.
Auch "passten" die Desmeth-Matthias der Linie "845/837" Kapoen/Kleine sehr gut zu diesen Tauben. Letztere gingen auch mit den "Fabry's" der Bronze/Pino Linien sehr gut! Selbstverständlich gab und gibt es auch viele andere Kombinationen, dabei denke ich besonders an den "Geeloger 67 x To. Junge Merckx" der Gebr. Janssen wie auch viele andere mehr und alle basieren auf einer individuellen "Zuchtwahl" mit der die Namen der Züchter bekannt wurden. Nun haben all diese Züchter auch immer wieder "neue" Tauben ausprobiert von denen auch Nachzucht abgegeben wurde. Darunter befanden sich auch "schlechtere" als erhofft. Wenn jetzt der Züchter diese wieder aus seinem Bestand genommen hat, bleiben immer noch die abgegebenen von denen wieder gezogen oder gar weiter abgegeben wird . Schließlich sind es ja Originale des Züchters X! Kommen dann keine Ergebnisse heißt es schnell "Die vom X taugen ja auch nicht"... Daher sollte man sich genau informieren über die Vererber des Züchters. Ist es nur einer, mit nur einem Partner, oder sind es mehrere in verschiedenen ( welchen?)
Kombinationen!?
Das ist für mich "Zuchtwahl"!
"Welche sind die vermeintlich besten für die Zucht?"
Eine schwierige Frage die ich in den 1980 er Jahren einem sehr bekannten Züchter, Maurice Delbar, gestellt habe. Sinngemäß seine Antwort:
"Züchte aus deinen besten Reisetauben, deren Eltern und Geschwistern sehr viele Junge.
Diese musst du sehr viel Reisen und hart selektieren!"
Kurz zum Thema "Internet", ja es ist schwer dort "die Passer" zu finden. Man muss lange suchen/stöbern und die Angebote studieren. Wer die Waschmittelreklame "Dash wäscht so weiß, weißer geht's nicht" ignoriert, kann allerdings fündig werden und dies oft auch zu vernünftigen Preisen.
Besonders gern stöbere ich bei Spendenauktionen, hier werden oft interessante Tauben angeboten. Meist Jungtauben aus besonderen Paaren von mehr oder weniger bekannten Sportsfreunden. Ich denke, wer spendet will etwas gutes tun und da ist das "beste" gerade gut genug!? (War mal blond und habe blaue Augen)
Und Tauben von den "OLR"?
Auch da finde ich oft Tauben die mich interessieren. Weniger die Sieger, eher jene die sich über alle Flüge durchgesetzt haben und am Ende zu den "Astauben" gehören.
Manche Abstammung sagt mir zu, wenn es sich um Kombinationen handelt die ich für "meine Zuchtwahl" gebrauchen könnte.
Das bedeutet aber auch sich damit zu beschäftigen und hier oder da zugreifen.
Unabhängig vom Hintergrund dieser OLR bieten sie Informationen über Zuchtwege und viele Möglichkeiten neue Kontakte und/oder Freundschaften zu schließen.
"Du hast es gut, Du bist ein erfolgreicher Züchter (oder hast teure, begehrte Abstammungen)"
Beides eher nicht, Erfolge ja, nur fast immer für/bei anderen, Abstammungen schreibe ich mit der Hand, teuer und begehrt sind die nicht!
Eines habe ich jedoch, die WIN WIN Variante unter Freunden!
LG und ein angenehmes und erfolgreiches Wochenende. Besonders den Tauben die in Ruhe daheim sind und jenen die noch fliegen müssen!
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  #5  
Alt 08.09.2019, 20:42
Günter W. Günter W. ist offline
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Zitat:
Zitat von Lessing Beitrag anzeigen
Auf der Suche nach dem Weg..

"Zuchtwahl"
Jeder Züchter legt fest aus welchen Tauben er Nachzucht haben möchte !

Hallo Lessing und Forum,
hier noch einige Anmerkungen von mir zur "Zuchtwahl"
G.W.: Zucht(aus)wahl oder auch Zuchtwert erkennen (unmöglich) oder testen, ausprobieren von Einzeltieren und des Bestandes, das ist für mich hier die Frage.
Dazu ist folgendes (ich meine aus dem 1. Versteigerungskatalog 1979 ) zu Händen gekommen:
Heinz Willi Ritz, Jüchen
ein deutscher züchter mit Internationalem ruf !
(steht da so, Absicht?)
. . .
Auf unsere Frage, wie sieht ihr heutiges Zuchtsystem aus und welchen Rat könnten sie einem weniger Erfolgreichen geben?
Antwort (Ritz):
1.) Man sollte durchaus auch aus den jüngeren Tauben züchten, denn ich habe die Erfahrung machen müssen, dass die meisten der überdurchschnittlichen Reisetiere aus Paaren kam, bei denen einer der beiden Partner jährig war.
2 ) Meine Zuchttauben werden nie länger als 2 Jahre zusammen gelassen, - auch wenn sie sehr viele Gute gebracht haben-. je länger ein Paar zusammenbleibt – umso weniger gute Tauben bringen sie pro Jahr. Eine Umpaarung an junge Partner hat bei meinen Tieren immer einen positiven Effekt gebracht. Natürlich kommen erfolgreiche Paare danach wieder zusammen.
3.) Für den Reiseschlag grundsätzlich nur gekreuzte Tiere vorsehen. Ich habe in dieser Beziehung selbst umdenken müssen und kann dies nur jedem Liebhaber empfehlen. Wer über einen vererbungsstarken Bestand verfügt, der kann ihn durch enge Linienzucht nicht verbessern. ...


P.s.:
heute - glaube ich - ist das vorstehende Geschreibsel bei den meisten Experten/Züchtern gängige Praxis.
Anfang 1980 war das anders, da hatte der Normalzüchter noch nicht - sprichwörtlich - zu viel Geld auf (seinem Dispo oder sonstwo) liegen und kaufte sich dafür(relativ) viele, teure (Zucht)Tauben (im Internet) und lies sie (ohne Preisgeld) fliegen. Man züchtete hauptsächlich aus den alten, erprobten,auch erfolgreichen eigenen Reisetieren und den ( wenigen) Veteranen (und ggf. ihre Nachzucht) im Zuchtschlag, die aus welchen Gründen auch immer, die damals weiteren,harten Flüge (Süd) überstanden hatten.
Da konnte man als RV-Meister seine Herbstzucht aus dem Reiseschlag noch für 50,- DM (abzüglich ggf. Inseratskosten) und ohne die heutigen wenig aussagenden Abstammungen - verkaufen, von denen die Käufer auch damals hofften, nicht nur 1Taube mit Zuchtwert bekommen zu haben.

...
(den Block habe ich wegen der besseren Übersicht hier heraus genommen)
. . .
"Du hast es gut, Du bist ein erfolgreicher Züchter (oder hast teure, begehrte Abstammungen)"
Beides eher nicht, Erfolge ja, nur fast immer für/bei anderen, Abstammungen schreibe ich mit der Hand, teuer und begehrt sind die nicht!
Eines habe ich jedoch, die WIN WIN Variante unter Freunden!
LG und ein angenehmes und erfolgreiches Wochenende. Besonders den Tauben die in Ruhe daheim sind und jenen die noch fliegen müssen!
Machts gut
Günter W.
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  #6  
Alt 08.09.2019, 21:44
Lessing Lessing ist offline
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Standard Hallo Herr Günter W.

Was wollten sie nun sagen?
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  #7  
Alt 06.10.2019, 22:56
Günter W. Günter W. ist offline
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Standard die Saison 2020 (züchterisch) planen

Zitat:
Zitat von Lessing Beitrag anzeigen
Was wollten sie nun sagen?

Hallo Sportfreunde,
hier bin ich Euch noch eine Antwort schuldig geblieben.
Dann will ich mal Butter bei die Taubenzucht legen und antworte wie folgt, mit einer Gegenfrage:

züchtet Ihr noch/schon nach Plan oder "passert" Ihr (d. h. verpaart auch Ihr - nahezu ausschließlich - nach dem Zufallsgenerator "Passer," (zu Lasten großer Bestände)?
Das stünde, entgegen den Gedanken/Lösungsvorschlägen im "Teufelskreis" von (kurz) Gonschior, in dem es heißt:
"künftig weniger Jungtauben gezielter (zu) züchten*
und diese in doppelt so großen Schlägen ((40 Junge bei 80 Plätzen) unterzubringen, diese aber trotzdem tagsüber draußen oder in einer offenen, nicht überdachten Voliere,zu veraufenthalten und oben drein diese ,leicht zu füttern und bis zu 18 x, überwiegend in der Wochenmitte fliegen/trainieren zu lassen.
Ich bin davon überzeugt: G. fliegt von meiiner- wegen der Taubenverluste - Lieblingsflugrichtung: (S) West (erlaubte Anmerkung: für S und O habe ich da so meine Bedenken)
Wobei Hr. G (Olympiataubenzüchter). hierzu Fragen, nach dem wie des Züchtens , offen läßt.
Anmerkung zur züchterischen Planung:
Ich muß schon zugeben, alle meinesportlich frühen Verwandschaftszuchten auf die "Asse" (auf der Reise und in der Zucht) sind mehr oder weniger gescheitert.
Mag an dergroßen Gen-Vielfalt meines Kreuzungsbestandes liegen.
Da war mein großer Lehrmeiste,r Dieter Ingebrand aus Ostbevern im Münsterland, mit gezieltzen Inzesst-Inzuchten anders unterwegs, (dokumentiert mit Abstammungen, wie z. B : 36x Nat.1 Schellens, xmal Fenomenale usw..
Macht's gut
Günter W.
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  #8  
Alt Gestern, 16:29
Lessing Lessing ist offline
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Standard Mal ein Ansatz..,

Flügel und Gesichter!
Was kann ich darin lesen ?
Angesichts der aktuellen Zeit, Auslese, Neuerwerbungen, Zuchtplanung..., erscheint es mir wichtig neben allen möglichen Ansätzen hier zwei Punkte besonders anzusprechen.
Der Flügel, das Federwerk gibt uns doch viele Hinweise auf das abgelaufene Jahr im Leben jeder einzelnen Taube. Dabei sind die Schwingen der ersten und auch der zweiten Ordnung in Betracht zu ziehen. Sauber und ohne Schäden gewachsen deuten sie auf eine gesunde und vitale Taube hin.
Nun muss natürlich auch der Zeitraum in Betracht gezogen werden in der die Taube eine Aufgabe zu erfüllen hatte. Dies kann die Zucht, die Reise bzw bei Jungtauben das Alter oder auch die wievielte Brut der Eltern sein.
Ältere Züchter erzählten mir, ich solle speziell auf die 7. Feder der ersten Ordnung achten!?
Diese Feder gäbe speziell bei älteren Zuchttauben einen Hinweis auf deren Vitalität. Die Federn fallen zur Zeit der "großen Mauser" und soll lang auswachsen und auch nicht zum Körper hin zeigen! Nun habe ich das viele Jahre beobachtet und auch die Jungen der voran gegangenen Zuchtsaison betrachtet. Ich meine da festgestellt zu haben dass da etwas dran ist. Speziell die letzten Bruten (3./4.) wiesen schon Mängel im Wachstum auf! Evtl ist das ja auch nur Theorie wie viele "Weisheiten" dir im Umlauf sind.
Gibt es dazu ähnliche Beobachtungen?
LG
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  #9  
Alt Gestern, 18:35
Sauerlandblitz Sauerlandblitz ist offline
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Standard

hallo,
das wäre dann auch die erste fingerschwinge von innen.richtig?sie zeigt doch mit der steilstenspitze immer nach aussen,was soll das heissen?soll der kiel tendenz nach aussen haben?
gruss frank

Geändert von Sauerlandblitz (Gestern um 18:41 Uhr)
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  #10  
Alt Gestern, 18:42
Lessing Lessing ist offline
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Standard Frage oder Antwort...

Ehrlich, kann ich nicht sagen ! Ich denke jedoch dass uns da ein erfahrener Züchter einen Beitrag liefern kann!
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