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  #1  
Alt 05.02.2011, 19:52
Benutzerbild von Okram
Okram Okram ist offline
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Standard Leserbrief Zachmann (Rauschende Schwingen)

Hallo Sportsfreunde,

ich stelle meinen Leserbrief einfach mal so in das Forum. Detaillierte Antworten werde ich nur als PN geben. Es ist genau so wie ich geschrieben habe.

Ihr könnt ja denken was ihr wollt, aber in Anbetracht der negativ Lage in Taubendeutschland, kann ich euch sagen, es ist nicht 5 vor 12, sondern schon 5 nach 12.

Als ich vor drei Jahren angefangen habe, merkte ich schnell, was alles verkehrt läuft. Meinem damaligen 1. Vorsitzenden sagte ich, dass was hier abläuft, ist "Krieg" Er lachte, aber nach kurzen Nachdenken, stimmte er mir zu.


Marko Zachmann hat inzwischen ein ordentliches Gericht angerufen

Mit Blick auf die Diskussion um die Abwahl des Leiters der Reiseordnungskommission (ROK) des Verbandes Deutscher Brieftaubenzüchter, Detert Feddinga, erreichte die Redaktion ein Leserbrief von Marko Zachmann. Wir weisen darauf hin, dass Leserbriefe nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wiedergeben müssen und behalten uns das Recht auf Kürzung vor. Marko Zachmann schreibt:

Ich bin vor drei Jahren als 42-Jähriger mehr oder weniger von heute auf morgen durch einen ehemaligen Schulfreund zum Brieftaubensport gekommen. In der ersten Herbstversammlung, in der ich als Mitglied aufgenommen wurde, dachte ich mir nur: „Wo bist du denn hier gelandet?!“ Es wurde mehr geschrien und sich auf das Übelste persönlich angegriffen, als vernünftig und sachlich diskutiert.
Die Reise ging los und keiner der Sportfreunde hielt es für nötig, mich in die sportlichen Abläufe einzuweisen. Die Schadenfreude war vielmehr groß, als ich keine Preise errang. Das änderte sich auf der Jungtierreise. Ich errang auf dem dritten Flug einen 1. Konkurs. Gratuliert haben seinerzeit ganze drei Züchter! Am Ende der Jungtierreise wurde ich, selbst zu meiner Verwunderung, 3. Jungtiermeister. Der Brieftaubensport hatte mich in seinen Bann gezogen. Im zweiten Jahr durfte ich den Kassierer machen. Machen „doofe Anfänger“ ja gerne mal. (…) Doch dann nahm ich zum ersten Mal an einer erweiterten Vorstandssitzung teil. Mir fielen fast die Ohren ab, was ich dort alles zu hören bekam. Man wollte sogar den Mitgliedern glaubhaft machen, dass das Finanzamt „ein Teil Schwarzgeld bei den Kabi-Fahrern erlaube“.

Im Laufe des Jahres merkte ich mehr und mehr, wie gelogen wurde und Teile des Vorstandes das Geschehen diktieren wollten. All mein Bemühen, in dieses ganze Vorgehen ein bisschen mehr Ehrlichkeit zu tragen, stieß auf taube Ohren. Es war kaum zu glauben, gegen welche Verbandsvorschriften verstoßen wurde. Immer öfter kritisierte ich, was alles missachtet wurde. Andere Züchter unterstützten meine Kritik und wiesen mich auf weiteres diverses Fehlverhalten hin. So machte ich mir natürlich reichlich „Freunde“. Das zweite Reisejahr schloss ich mit den alten Tauben recht gut ab. Doch bei den Jungtieren wurde ich mit großem Vorsprung 1. Jungtiermeister und errang 2x 1. Konkurs. Neid und Missgunst nahmen stetig zu, schließlich stand ich immer häufiger vor den alten Hasen in der Preisliste. (…) Im Herbst übergab ich dem stellv. Vorsitzenden der Transportgemeinschaft ein Schreiben, in dem ich ihn bat, Verstöße und Unregelmäßigkeiten bis zum nächsten Reisejahr abzustellen. Ob er aus diesem Grund sein Amt aufgab? Das dritte Jahr begann, wie das letzte aufgehört hatte. Es hatte sich nichts geändert - Verstöße und Lügereien gingen weiter. Meinen Missmut darüber machte ich unserem Vorsitzenden immer wieder klar. Zum Ende der Reisesaison stellte sich der Vorsitzende vor die Züchter und gab bekannt, dass er im nächsten Jahr nicht mehr zur Verfügung stehe. Der Grund dafür sei ich: Er fühle sich durch mich belästigt, (…)
Der Vorsitzende empfand meinen Wunsch nach Ehrlichkeit und Gerechtigkeit als „Belästigung“ – unglaublich! Eine Zeitlang ließ ich mir alles noch einmal durch den Kopf gehen. Dann gab es für mich nur eine Entscheidung: „So kann es nicht weitergehen!“ Ich entschied mich zur Einleitung eines Ehrengerichtsverfahrens gegen den Vorstand. Als das die Runde unter den Züchtern machte, ging es rund: Ich hatte einen Flächenbrand gelegt. Zuerst erhielt ich eine Abmahnung wegen vereinsschädigenden Verhaltens; im Wiederholungsfalle drohte ein Hausverbot. Ein unwiderrufliches Hausverbot erteilte mir dann der neu gewählte, aber noch nicht vollständige, Ehrenrat. Kurze Zeit später ereilte mich dann, ohne weitere Vorkommnisse, der Vereinsausschluss zum 31. Dezember 2010. Diese Entscheidungen wurden getroffen, ohne mich nur ein einziges Mal angehört zu haben. Selbst Verbandsjustitiar Rainer auf der Straße war der Meinung, dass es für mich besser sei, den Antrag auf Einleitung eines Ehrengerichtsverfahrens zurückzunehmen. Aber warum sollte ich das tun? Gesetze und Vorschriften sind schließlich dafür da, eingehalten zu werden. Aber wenn man sie umsetzen will, hält sich offensichtlich auch der Verband nicht für zuständig und macht, wie in vielen anderen Fällen auch (vgl. die Abwahl des ROK-Leiters Detert Feddinga) seine eigenen Gesetze. (…)
Das Ganze wird jetzt vor einem ordentlichen Gericht entschieden.“

Mit sportsfreundlichen Grüßen

Marko
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  #2  
Alt 06.02.2011, 05:05
Benutzerbild von Pfaelzer
Pfaelzer Pfaelzer ist offline
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Hallo Marko,
da mußt du durch.

ich würde es dir auch empfehlen und hoffe für uns alle, dass das mal einer durchzieht.

was in taubendeutschland im moment abgeht ist nicht zu glauben.

da wird wirklich gelogen das sich die balken biegen.
da werden absprachen in der vorstandschaft nicht eingehalten.
da werden falsche zahlen genannt, nur damit wieder eine mehrheit für die alte richtung zusammen kommt.
und und und.............................


all das hat für mich aber auch einen vorteil:
ich kann wunderbar in versammlungen gehen.
ich brauche keine angst mehr haben, dass mich einer für ein amt vorschlägt. sie wissen genau, dass ich so wie es im moment läuft nicht zur verfügung stehen würde.
und mit denen die mich, milde ausgedrückt "angeflunkert" haben, brauche und will ich meine freizeit nicht verbringen.

ich habe aber die befürchtung, dass das ausgeht wie alle anderen ungerechtigkeiten.
schade für uns.
wir sind aber selbst schuld.
denn es will ja auch niemand mehr verantwortung übernehmen und "was" machen (wollen).

aber glaube mir, einige von uns verstehen dich sehr gut.
ist es ihnen viell. ähnlich ergangen.

ich jedenfalls habs hinter mir.
ich mach da mit (wenn sie mich lassen) und wenn sie die tauben vom mond fliegen lassen.

PS: eigentlich ist schon die zeit zu schade das zu schreiben. es rentiert sich schlichtweg nicht mehr.
__________________
Gut Flug
Pfälzer

Lebenserfahrung ist die Summe zumeist schmerzlicher Lernprozesse.
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  #3  
Alt 06.02.2011, 06:38
Konrad Konrad ist offline
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Hallo Marko

Ich kann Dich sehr gut Verstehen, weil es mir ähnlich ergangen ist in meiner ehemaligen RV Leipzig.Dort gehen die Spiele genauso ab wie bei Dir und man schert sich ein Dreck um die Satzungen und Reiseordnung.Ein Geschäftsführer der seit den 70iger Jahren keine Tauben mehr Reist, hat mehr zu sagen als der Vorstand und der RV Vorsitzende der auch noch Regionalverbandes Vorsitzender ist.Ich möchte mal gerne wissen was da für ein Todes Kind bei den ehemaligen Genossen im Keller liegt. Es wird nichts für Mitglieder gemacht und Sie werden, wenn Sie nicht mit auf deren Welle Schwimmen einfach rausgeekelt.Dann Muße man sich noch Vorstellen das ein Mitglied zum Beispiel in seinen Heimatort einfach mit vollen Körben von der Einsatzstelle weggeschickt wurde und durfte nicht Einsetzen, obwohl ein gültiges Protokoll vorhanden ist das er Einsetzen darf.Der Fall ist auch beim Verband bekannt, aber es wird nichts unternommen.Ich selber als ehemaliger Vorstand habe mich um den Sportfreund bemüht, aber leider ohne Erfolg.Der RV Vorsitzende hatte mir sogar den Einblick in die Unterlagen und den Schriftverkehr mit den Verband verweigert, obwohl er es mir als Vorstand gestatten muss. Trotz Beschwerte beim Verband ist nichts passiert.Ich selber habe dann in der RV gekündigt und habe mit den Taubensport aufgehört. Unter solchen Bedingungen möchte ich auch nicht mehr den Sport weitermachen. Marko ich drücke Dir bei deinen Vorhaben nur die Daumen und ziehe es durch bis zum bitteren Ende. Durch solche Sogenannten Sportfreunde und Vorstände wird es ganz bestimmt bald ein Ende haben.

Gruß Sven
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  #4  
Alt 06.02.2011, 09:51
argail
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Guten Morgen,
Neid und Missgunst wird man nicht ausmerzen können,ebensowenig wie das Verhalten "haben wir immer schon so gemacht und was kümmern uns die Regeln und Verordnungen". Dies aber allein auf den Taubensport zu beschränken,wäre auch falsch,dass gibt es in jedem anderen Vereinssport auch.

Nur bei den Taubenzüchtern kommen meines Erachtens 2 Faktoren zum Tragen ,die man in vielen anderen Sportarten nicht hat. Erstens sind wir letztendlich alle Einzelkämpfer,die ihre Tiere auf dem Treppchen haben wollen. Zweitens begünstigt unsere Altersstruktur einen gewissen nicht abzusprechenden Starrsinn und den Hang zu Granteleien.

Viele von denen(nicht alle!!!), welche 30 Jahre lang keine Erfolge hatten,sind so verbittert und desillusioniert,dass sie ihre Tätigkeit eben auf üble Nachrede und Aberkennungen von Leistungen fokussieren,weil sie vielleicht DA mal ein Erfolgserlebnis haben können.

Und diejenigen ,die selbst erfolgreich sind,aber Anderen nicht das Schwarze unterm Nagel gönnen,sondern versuchen, den Erfolg Anderer kleinzureden oder mit Einsprüchen erste Konkurse aberkennen lassen wollen,die sind für mich einfach nur noch bemitleidenswert.Denn diese Züchter haben nichts im Leben ausser ihrem Erfolg.Und wenn ein Anderer auch erfolgreich ist,bricht eine Welt für sie zusammen. Wie armselig und traurig.

Und doch gibt es auch immer wieder Sportfreunde im Wortsinn,Leute,mit denen man frei und ungezwungen kommunizieren kann,die nicht verbohrt,verbittert,borniert,erfolgsgeil oder mit Minderwertigkeitskomplexen belastet sind,die sie über den Taubensport ausleben müssen.

Diese Sportfreunde sind es,an die wir uns halten müssen,auch wenn es nur wenige sind.Diese Menschen und der tägliche Umgang mit den Tauben,dass ist es ,was die Motivation ausmacht,weiter zu machen. Also haltet euch an die, mit denen ihr auskommt und ärgert euch nicht über den Rest. Es lohnt sich doch nicht.Ihr werdet sie nicht ändern,im Leben nicht.

Ich kenne einige "wilde" Züchter. Und das sind extrem entspannte Menschen,die seit Jahren nicht reisen,aber trotzdem viel viel Spaß mit ihren Täubchen haben. Vielleicht auch eine Alternative für manche,dem die Reise nicht so wichtig ist wie der Rest ,was Taubenzüchten ausmacht.

Und zur Not bleibt ja noch die Weitstrecke...da scheint es zumindest wesentlich ruhiger zuzugehen.


Ich jedenfalls lasse mir mein Hobby und den Spaß daran nicht durch Neider,Stänkerer und minderwertigkeitskomplexbelastete Leute verderben.


Gruß,

Michael
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  #5  
Alt 06.02.2011, 12:02
linus linus ist offline
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Beiträge: 1.328
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Hallo Marko;

Wenn es so ist, wie du geschrieben hast, daß Verbandsbestimmungen mißachtet werden, dann ist zunächst mal euer Regionalverband gefordert. Bei Verstößen gegen ROK ist die Einsatzstelle zu schließen. Sollte das nicht geschehen, ist der Verband gefordert. Das kostet Nerven, Freundschaften?, Mitglieder usw. Besser ist es, die Mitglieder die ein Interesse an der ordentlichen Durchführung der Flüge haben zu motivieren, gemeinsam gegen den Rest zu Felde zu ziehen. Wenn das alles nicht hilft, dann ist der von dir eingeschlagene Weg die letzte Instanz. Leider.

Schönen Sonntag Linus
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  #6  
Alt 06.02.2011, 19:47
Benutzerbild von Krake
Krake Krake ist offline
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Ort: Luth.Wittenberg
Beiträge: 2.204
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hallo argail,
"Einzelkämpfer"? Würde sagen wir haben reichlich verklemmte Eigenbrödler,
mit Außenseiterverhalten,d.h.Frustbeißer und abstruße Kobolzschützen aus
Angst vor zu wenig Anerkennung oder mangelhafter Umgangssouveränität.
Jede Gemeinschaft kann auch einige Außenseiter vertragen.Nur eine
Schulklasse die zuviele Klassenkasper hat verhält sich so und hat dazu das
geistige Niveau wie im Verband und Gliederungen üblich.

gruß
krake
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