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Alt 01.04.2019, 13:03
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haluter haluter ist offline
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Standard So ungefähr war es früher normal mit Tauben anzufangen.

Hallo Brieftaubenfreunde,
und wieder ein Neuling im Brieftauben-wesen.
Ps. kein Aprilscherz.

https://www.youtube.com/watch?v=ORiScQlKRTc&t=43s



M.f.G. Haluter;-)
__________________
http://zuchtschlagfigoreynaertbosua.jimdo.comZum Reichtum führen viele Wege. Und die meisten sind Schmutzig" Marcus Tullius Cicero ( 106-43 v. Chr).
" Die Strafe zähmt den Menschen, macht ihn aber nicht besser" Friedrich Wilhelm Nietzsche
(1844-1900), deutscher Philosoph.

Journal Impact Factor (JIF
Gebildet ist,
wer weiß,
wo er findet,
was er nicht weiß.


HOMPAGE der RV- WATTENSCHEID
BEACHTEN
http://www.brieftaubenreisevereinigung-wattenscheid.de/







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  #2  
Alt 02.04.2019, 16:35
Lessing Lessing ist offline
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1) Wie ich zum Brieftaubenzüchter wurde...
Rumms Bumms Knall Peng!!
Prost Neujahr!!
Was ist denn da los frage ich
mich und beschließe hier zu bleiben, in Mutters Bauch.*
Bald jedoch wurde mir klar, hier kann ich nicht bleiben, sonst wird's nix mit Tauben züchten. Also Mut und raus in die weite Welt!!*
Auf dem Kalender stand:*
22. Januar 1953
Kalt war es hier draußen, später wurde mir klar, so ist das wohl im Januar. Mutters Milch und ein schöner warmer Sommer ließen mich blendend wachsen, der nächste Winter konnte kommen.*
Dem Frühjahr 1954 sah ich schon auf eigenen Beinen entgegen und Tor rufen konnte ich im Sommer auch schon. Deutschland war Weltmeister!!
Von jetzt an wurde es richtig spannend, hören, sprechen sehen und immer mehr verstehen. Als Mutter immer runder wurde, war mir klar, ein Schwesterchen ist bald da. So kam es, dass ich ein großer Bruder wurde. Mutter hatte jetzt viel Arbeit und ich ging nach Draußen um die große, weite Welt zu erforschen.*
So gingen die Jahre dahin und mit dem ersten Schultag bekam alles seinen Sinn. Lesen, schreiben, rechnen war jetzt angesagt. Mein Lehrer, Herr Krömer, war ein netter Mann und es machte viel Spaß in die Schule zu gehen.
Inzwischen war ich "groß " geworden und hatte Aufgaben zu erfüllen. Damit die Wohnung immer warm wurde, musste ich in den Keller gehen und Kohlen holen. Eines Tages, es war kurz vor Weihnachten 1962, saßen über der Kohlenkiste hinter Draht sieben bunte Tauben.?!
Vater hatte die besorgt und Weizen geholt, dazu eine Schale mit Wasser gestellt. Die Tauben sollte ich jetzt gut füttern und immer frisches Wasser hinstellen damit sie schön dick und fett werden.
An Weihnachten sollten sie dann als Braten dienen....
Beeindruckt von der Schönheit der Tauben, sie hatten richtig dicke Nasen, pickten mir beim Füttern immer auf die Hand und waren richtig zahm. Es waren 4 Männchen und 3 Weibchen, die immer miteinander schmusten und schon bald hatten sie Nester im Stroh gebaut worin dann auch Eier lagen. In der Schule hatte ich gelernt, dass Vögel Eier legen, brüten und aus den Eiern Küken schlüpfen. Was soll bloß aus den Küken werden wenn die Eltern in der Küche liegen? Was tun?
Ganz einfach! Wunschzettel schreiben und Vater und Mutter bitten, die Tauben nicht aufzuessen. Gedacht gemacht und Wunschzettel rechtzeitig abgegeben.*
Das Fest rückte näher und schließlich war Heiligabend.*
Vater hatte den Baum besorgt und aufgestellt. Mutter musste ihn schmücken, Geschenke und Essen vorbereiten, sie hatte viel Arbeit und die Kinder störten. Also los, Vater und Kinder fahren zu Patenonkel Ernst und Tante Erna, dann zu Patenonkel Kurt und Tante Mia, die letzten hatten keine Kinder aber viele Geschenke.
Am Nachmittag, wieder Zuhause angekommen, roch es beim Öffnen der Haustür nach Braten !!!. Meine Stimmung sank auf einen Tiefpunkt und ich ging in den Keller um nach den Tauben zu sehen. Sie waren fort, nur die Eier lagen noch da, kalt.
Zurück in der Wohnung ging ich sofort in mein Zimmer, sehr traurig, und lenkte mich mit der Eisenbahn spielend von der großen Enttäuschung ab. Vater kam herein und sagte, das Essen ist fertig, komm zu Tisch. Mir graute vor diesem Moment, denn auch die Bescherung danach würde kaum Freude aufkommen lassen. Jedoch, ich musste kommen und ging.
Schön anzusehen war er ja der Küchentisch mit der feinen Decke, den Kerzen und dem guten Geschirr. Es wurde ernst, Tischgebet, Kartoffeln, Rotkohl und Soße, zum Schluss der Braten aus dem Ofen. Den Bratentopf auf den Tisch, den Deckel hoch und dann........
Eine Gans.... !!!
Zunächst etwas verwirrt, jedoch zufrieden, sah ich wie Vater schmunzelte und Mutter auftischte. Es wurde kräftig zugelangt und die Bäuche waren bald pappevoll. Was war aber mit den Tauben, sollte mein Wunsch in Erfüllung gehen? Nicht fragen, Hände waschen, Zähne putzen und Bescherung. Die Spannung vor der Stubentür war riesig und endlich klingelte das Glöckchen. Ein strahlender Baum und viele Pakete "Apfel, Nuss und Mandelkern" - alles wie immer. Kurz ein Gedicht aufgesagt und auspacken. Socken, Pullover, warme Winterschuhe und ein Häuschen mit Figuren für die Eisenbahn... toll, wie jedes Jahr.*
Doch was war das, ein Gutschein für eine Fahrt mit Vaters Moped auf dem Rücksitz am nächsten Tag?!?!
Naja, wenigstens etwas, was Spaß machen könnte. Etwas enttäuscht und bedrückt, in Gedanken bei den Tauben, ging es ins Bett.*
Am nächsten Morgen, in der Küche stand das Frühstück bereit und draußen hatte es geschneit. Keine Fahrt mit dem Moped, das war klar!! Vater schlug vor einen Spaziergang zu machen. Ich sollte mitkommen und die neuen Winterschuhe anziehen.
Los ging's in Richtung Badeanstalt, den Berg hoch und rein in den Gartenverein.
Aha, Frühschoppen bei Onkel Kunibert und Tante Edelgard, die hatten eine schöne Laube aus Stein mit Ofen. Doch was war das, kein Rauch, keine Tante und kein Onkel. Aha, Vereinsheim, Vater an die Theke, Sohn an den Kicker oder Billardtisch, ich kannte das schon... Wie immer waren schon Väter und Söhne da, Väter Bier und Korn, Söhne Brause oder Saft. Doch diesmal war es anders, Vater sprach mit dem Wirt und bat mich mit ihm zukommen. Er nahm mich an der Hand und wir gingen einige Meter weiter in einen Garten mit Laube. Vater hatte einen Schlüssel, Schloss auf und sagte zu mir, geh rein!
Ich ging und sah meine Tauben, in einem richtigen Taubenschlag über einem Hühnerstall mit 6 Hennen und 1 Hahn und daneben acht Kaninchenbuchten mit "blauen Wienern, Belgier Riesen" Böcke und Zippen. Wahnsinn dachte ich, frohes Fest sagte Vater. Füttern und ausmisten machst du sagte er, ich war glücklich, ein tolles Fest!!!!
Das war mein Start in ein langes Taubenzüchterleben!
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  #3  
Alt 02.04.2019, 20:31
Kleinöder Kleinöder ist offline
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Hallo Mohamed Sendy, hallo Sherwan,
ich hab mich sehr gefreut über den Clip von Joachim und dass es Brieftaubenfreunde gibt, die sich für den Brieftaubensport entschlossen haben. Als Vorsitzender des Weitstreckenclubs Westliches Ruhrgebiet Oberhausen heiße ich dich, Mohamed, herzlich willkommen.
Sherwan als unser Mitglied hat dir sicherlich schon einiges über uns erzählt. Wir möchten dich gerne nach unseren Möglichkeiten unterstützen.
Ich bin morgen bei Sherwan in Gelsenkirchen, dort könnten wir uns eventuell unterhalten. Wir haben vor, jeden Auflass unserer Tauben schon kurz nach der Freigabe am Auflassort auf unserer Internetseite zu zeigen. Der Wunsch ist da, aber die technischen Möglichkeiten sind noch nicht abgeschlossen..
Gruß Walter Kleinöder
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  #4  
Alt 03.04.2019, 08:20
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joza joza ist offline
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Zitat von Lessing Beitrag anzeigen
1) Wie ich zum Brieftaubenzüchter wurde...
Rumms Bumms Knall Peng!!
Prost Neujahr!!
Was ist denn da los frage ich
mich und beschließe hier zu bleiben, in Mutters Bauch.*
Bald jedoch wurde mir klar, hier kann ich nicht bleiben, sonst wird's nix mit Tauben züchten. Also Mut und raus in die weite Welt!!*
Auf dem Kalender stand:*
22. Januar 1953
Kalt war es hier draußen, später wurde mir klar, so ist das wohl im Januar. Mutters Milch und ein schöner warmer Sommer ließen mich blendend wachsen, der nächste Winter konnte kommen.*
Dem Frühjahr 1954 sah ich schon auf eigenen Beinen entgegen und Tor rufen konnte ich im Sommer auch schon. Deutschland war Weltmeister!!
Von jetzt an wurde es richtig spannend, hören, sprechen sehen und immer mehr verstehen. Als Mutter immer runder wurde, war mir klar, ein Schwesterchen ist bald da. So kam es, dass ich ein großer Bruder wurde. Mutter hatte jetzt viel Arbeit und ich ging nach Draußen um die große, weite Welt zu erforschen.*
So gingen die Jahre dahin und mit dem ersten Schultag bekam alles seinen Sinn. Lesen, schreiben, rechnen war jetzt angesagt. Mein Lehrer, Herr Krömer, war ein netter Mann und es machte viel Spaß in die Schule zu gehen.
Inzwischen war ich "groß " geworden und hatte Aufgaben zu erfüllen. Damit die Wohnung immer warm wurde, musste ich in den Keller gehen und Kohlen holen. Eines Tages, es war kurz vor Weihnachten 1962, saßen über der Kohlenkiste hinter Draht sieben bunte Tauben.?!
Vater hatte die besorgt und Weizen geholt, dazu eine Schale mit Wasser gestellt. Die Tauben sollte ich jetzt gut füttern und immer frisches Wasser hinstellen damit sie schön dick und fett werden.
An Weihnachten sollten sie dann als Braten dienen....
Beeindruckt von der Schönheit der Tauben, sie hatten richtig dicke Nasen, pickten mir beim Füttern immer auf die Hand und waren richtig zahm. Es waren 4 Männchen und 3 Weibchen, die immer miteinander schmusten und schon bald hatten sie Nester im Stroh gebaut worin dann auch Eier lagen. In der Schule hatte ich gelernt, dass Vögel Eier legen, brüten und aus den Eiern Küken schlüpfen. Was soll bloß aus den Küken werden wenn die Eltern in der Küche liegen? Was tun?
Ganz einfach! Wunschzettel schreiben und Vater und Mutter bitten, die Tauben nicht aufzuessen. Gedacht gemacht und Wunschzettel rechtzeitig abgegeben.*
Das Fest rückte näher und schließlich war Heiligabend.*
Vater hatte den Baum besorgt und aufgestellt. Mutter musste ihn schmücken, Geschenke und Essen vorbereiten, sie hatte viel Arbeit und die Kinder störten. Also los, Vater und Kinder fahren zu Patenonkel Ernst und Tante Erna, dann zu Patenonkel Kurt und Tante Mia, die letzten hatten keine Kinder aber viele Geschenke.
Am Nachmittag, wieder Zuhause angekommen, roch es beim Öffnen der Haustür nach Braten !!!. Meine Stimmung sank auf einen Tiefpunkt und ich ging in den Keller um nach den Tauben zu sehen. Sie waren fort, nur die Eier lagen noch da, kalt.
Zurück in der Wohnung ging ich sofort in mein Zimmer, sehr traurig, und lenkte mich mit der Eisenbahn spielend von der großen Enttäuschung ab. Vater kam herein und sagte, das Essen ist fertig, komm zu Tisch. Mir graute vor diesem Moment, denn auch die Bescherung danach würde kaum Freude aufkommen lassen. Jedoch, ich musste kommen und ging.
Schön anzusehen war er ja der Küchentisch mit der feinen Decke, den Kerzen und dem guten Geschirr. Es wurde ernst, Tischgebet, Kartoffeln, Rotkohl und Soße, zum Schluss der Braten aus dem Ofen. Den Bratentopf auf den Tisch, den Deckel hoch und dann........
Eine Gans.... !!!
Zunächst etwas verwirrt, jedoch zufrieden, sah ich wie Vater schmunzelte und Mutter auftischte. Es wurde kräftig zugelangt und die Bäuche waren bald pappevoll. Was war aber mit den Tauben, sollte mein Wunsch in Erfüllung gehen? Nicht fragen, Hände waschen, Zähne putzen und Bescherung. Die Spannung vor der Stubentür war riesig und endlich klingelte das Glöckchen. Ein strahlender Baum und viele Pakete "Apfel, Nuss und Mandelkern" - alles wie immer. Kurz ein Gedicht aufgesagt und auspacken. Socken, Pullover, warme Winterschuhe und ein Häuschen mit Figuren für die Eisenbahn... toll, wie jedes Jahr.*
Doch was war das, ein Gutschein für eine Fahrt mit Vaters Moped auf dem Rücksitz am nächsten Tag?!?!
Naja, wenigstens etwas, was Spaß machen könnte. Etwas enttäuscht und bedrückt, in Gedanken bei den Tauben, ging es ins Bett.*
Am nächsten Morgen, in der Küche stand das Frühstück bereit und draußen hatte es geschneit. Keine Fahrt mit dem Moped, das war klar!! Vater schlug vor einen Spaziergang zu machen. Ich sollte mitkommen und die neuen Winterschuhe anziehen.
Los ging's in Richtung Badeanstalt, den Berg hoch und rein in den Gartenverein.
Aha, Frühschoppen bei Onkel Kunibert und Tante Edelgard, die hatten eine schöne Laube aus Stein mit Ofen. Doch was war das, kein Rauch, keine Tante und kein Onkel. Aha, Vereinsheim, Vater an die Theke, Sohn an den Kicker oder Billardtisch, ich kannte das schon... Wie immer waren schon Väter und Söhne da, Väter Bier und Korn, Söhne Brause oder Saft. Doch diesmal war es anders, Vater sprach mit dem Wirt und bat mich mit ihm zukommen. Er nahm mich an der Hand und wir gingen einige Meter weiter in einen Garten mit Laube. Vater hatte einen Schlüssel, Schloss auf und sagte zu mir, geh rein!
Ich ging und sah meine Tauben, in einem richtigen Taubenschlag über einem Hühnerstall mit 6 Hennen und 1 Hahn und daneben acht Kaninchenbuchten mit "blauen Wienern, Belgier Riesen" Böcke und Zippen. Wahnsinn dachte ich, frohes Fest sagte Vater. Füttern und ausmisten machst du sagte er, ich war glücklich, ein tolles Fest!!!!
Das war mein Start in ein langes Taubenzüchterleben!
Eine wunderbare Geschichte,Glückwunsch :applaus:
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  #5  
Alt 05.04.2019, 12:51
Lessing Lessing ist offline
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Standard Wie es weiter ging....

2) Wie ich zum Brieftaubenzüchter wurde...
Die Festtage waren vorüber, das neue Jahr hatte begonnen und die Schule wartete wieder. Also aufstehen, frühstücken, Schule, Hausaufgaben und Essen später, erstmal Tiere versorgen. Eier mitnehmen, dafür waren die Hühner ja da.
Die ersten Schultage hatten ein wichtiges Thema:*
" Was hast du zu Weihnachten bekommen?"
Stolz auf meine Tauben erzählte ich gern, dass ich jetzt Taubenzüchter bin.*
"Mein Opa hat auch Tauben" sagte ein Mitschüler, Jule wie wir ihn nannten und lud mich ein, ihn zu besuchen um Opas Tauben zu begutachten.*
Nicht lange überlegt, verabredet und mit dem Bus Tage später hingefahren. Jule stellte mich seiner Mutter vor und wollte Opa rufen. Jules Familie waren Landwirte und Opa war mit seinem Vater auf dem Feld. Also durften wir allein zu den Tauben gehen und da saßen sie, die echten Brieftauben mit Ringen. Welch erhabener Anblick!!!
Wo bekommt man die Ringe her, fragte ich Jule. Da musst du Opa fragen, der weiß das.*
Also, ganz wichtig, hier bleiben und auf Opa warten!!! Der kam auch gegen Abend, ich war zum Essen eingeladen und blieb. Da bist du ja, sagte Opa als er zur Tür hereinkam. Etwas verwundert dachte ich, woher weiß der, dass ich hier bin!? Hatte Jule ihm gesagt dass ich komme?
Na klar sagte Opa, Jule hat mir gesagt dass du kommst, aber auch deine Eltern haben dich angekündigt. Woher kannte der meine Eltern?
Nun, es war so, meine Mutter hatte während des Krieges auf dem Hof gearbeitet und die Tauben aus dem Kohlenkeller, meine jetzigen Zuchttauben, stammten von Jules Opa. Sie waren im Sommer gezüchtet worden, für die Küche, ohne Ringe!
Du willst also ein richtiger Taubenzüchter werden, fragte mich Opa und stolz nickte ich ihm zu. Nur... Ich habe keine Ringe für "echte" Brieftauben. Die bekommst du wenn du einem Verein angehörst, aber das hat dein Vater schon für dich geregelt. Er wird dort mit dir hinfahren und wenn die Züchter dich in ihren Verein aufnehmen, bekommst du auch Ringe. Toll dachte ich und es kam noch besser. Du darfst dir morgen 2 Paare mit Ringen aussuchen, dein Vater holt dich morgen ab und die Tauben darfst du mitnehmen, ich schenke sie dir. Was für ein toller Opa!!! Wahnsinn 2 Paare echte Brieftauben, sogar zum Aussuchen, ein Verein, eigene Ringe, welch ein Tag!!!
In der folgenden Nacht habe ich kaum geschlafen und am nächsten Morgen ging es direkt zu den Tauben. Und hier darf ich mir welche aussuchen, fragte ich Opa. Nein, nicht hier sondern draußen in der Voliere. Was war denn das? Unten angekommen verstand ich schnell, ein Drahtkäfig. So etwas brauchst du auch sagte Opa. Warum fragte ich? Die Tauben, die du bekommst, sind echte Flugtauben, die nicht mehr an den Wettflügen teilnehmen. Wenn du die frei fliegen lässt kommen die wieder zurück zu mir und das möchte ich nicht, sagte er. Ich habe keine Voliere, woher soll ich die bekommen, war mein Gedanke. Opa schien meine Gedanken lesen zu können und sagte wie im " Märchen, " die Voliere hat dein Vater gestern gebaut, also such dir 2 Männchen und 2 Weibchen aus.
Welch ein Tag, unglaublich.*
Die Tauben, es waren echte "Englandflieger" die bereits von Dover zurück gekommen waren, alles blaue mit dicken Nasen, die Weibchen nicht.*
Inzwischen war Vater an-gekommen und hatte einen kleinen Weidenkorb für die Tauben in der Hand. Den schenke ich dir zum Geburtstag nächste Woche schon im Voraus. Gut, Tauben eingepackt, bedankt, aufs Moped und ab zum Tauben-schlag im Garten. Da war sie, die Voliere, Vater hatte sie auf das Dach gebaut und einen kleinen Ein/Ausflug eingebaut.
Jetzt fehlte nur noch der Verein! Und das sollte in der nächsten Woche geschehen!!!
Am letzten Samstag des Monats, im Vereinslokal "Zur Börse, saßen sie, die echten Brieftaubenzüchter! Albert, der Vorsitzende, fragte die Züchter ob ich Mitglied im Verein 04157 Heimatliebe werden könne. Alle stimmten zu! Auf die Frage nach Ringen wurden mir 20 Stck. mit den Nummern 201-220 zugesagt. Perfekt, jetzt war ich ein echter Brieftaubenzüchter mit eigenen Ringen!!
Um mein Wissen über echte Brieftauben zu erweitern waren jetzt Besuche bei anderen Züchtern angesagt. Nur, wo wohnten die alle? Das heraus zu finden war nicht schwer, ich musste nur in den Himmel schauen und die Dächer nach Tauben absuchen. Geholfen haben auch Versammlungen, hier wurde ich eingeladen und es wurden Termine vereinbart.*
Auf dem Weg von und zur Schule sah ich einen Schwarm, traute mich in dem Haus zu klingeln und fragte nach dem Taubenzüchter. Der wohnte unten rechts und hatte sofort Zeit für mich. Nach Vorstellung meiner Fragen und Wünsche lud er mich ein zu den Tauben zu gehen. Allerdings nicht sofort sondern gegen Abend 18 Uhr. Klar, ich werde kommen und ging erstmal meine Tauben, die Hühner und Kaninchen füttern.*
Inzwischen hatten sich meine Tauben gepaart und auch schon Eier gelegt. Nur ein Weibchen, eine Blauscheck aus dem Kohlenkeller hatte noch keinen Vogel. Es musste einer her, nur wie?
Nun gut, Tiere versorgt, ab nach Haus, Schulaufgaben erledigt, und los zu Herrn Fröbrich, so hieß der Züchter.*
Als ich dort ankam, eine halbe Stunde zu früh, gab es gerade Abendbrot. "Willst du auch ne Stulle?" Na klar wollte ich...
Als Herr Fröbrich dann vom Tisch aufstand, bemerkte ich , dass er schlecht laufen konnte.
Später auf der Treppe blieb er öfter stehen und atmete schwer. " Das kommt vom Pütt" sagte er und mir war klar, er war Bergmann von Beruf!
Im Schlag angekommen setzte er sich auf eine Kiste und sagte, mach dir Tür auf, dann kannst du dir die Tauben anschauen.*
Beeindruckend, alles blaue, in den Schrägen richtige Nistzellen ( Steinhöfer) mit Klappen, Sitzhürden und Schubladen zum herausziehen. Alles "pikkosauber" nur ein bisschen verstaubt. Lange kann ich hier nicht bleiben sagte er, der Staub!
Soll ich den einmal weg machen, fragte ich. Ja, wenn du willst war seine Antwort und ich wollte. Vater und Mutter gefragt ob ich darf und ich durfte!!
Gleich am nächsten Tag nach der Schule wollte ich es machen. Besser am Samstag bekam ich zur Antwort, dann sind die Tauben weg, sie werden zum Wettflug gefahren. Abgemacht, Samstag nachmittag, ich komme.
Als es dann soweit war, keine Tauben im Schlag, die Jungen flogen draußen, bekam ich einen Eimer warmes Wasser mit einem Spritzer Spülmittel, einen Schwamm und trockene Tücher. Los ging's putzen , putzen. Glücklicherweise waren nur 12 Zellen im Schlag, die Sonne schien und alles war bald wieder trocken. Was für eine "Jauche" kam dabei heraus! Noch schnell den Jungtierschlag und fertig...
So mein Junge, das hast du sehr gut gemacht, ich danke dir. Willst du morgen kommen und zusehen wie die Tauben zurück kommen? Klar wollte ich... Dann komm mal gegen 10 Uhr, das ist früh genug.
Es folgte eine schlaflose Nacht!
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  #6  
Alt 05.04.2019, 14:39
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joza joza ist offline
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Standard Nachwuchszüchter

Ich hoffe sehr es geht weiter.Sicher bin ich nicht der Einzige dem es gefällt.
Gruß Joza
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  #7  
Alt 05.04.2019, 16:09
Lessing Lessing ist offline
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Ich hoffe sehr es geht weiter.Sicher bin ich nicht der Einzige dem es gefällt.
Gruß Joza
3) Wie ich zum Brieftaubenzüchter wurde..
Am morgen beschlich mich eine ungewohnte Spannung. Schnell in den Garten Tiere füttern und los. Inzwischen hatte ich von Vater ein Fahrrad, Marke Vaterland, bekommen, alles ging schneller und ich war schon kurz nach 9 bei Herrn Fröbrich angekommen. Oh, du bist aber schon sehr früh, kannst es gar nicht erwarten?!
Die Tauben kommen wohl erst gegen Mittag, das Wetter war nicht so gut und der Auflass war erst um 8 Uhr in Düren bei Aachen etwa 320 km sagte er. Mathematik, 80kmh, boa sind die schnell war meine Antwort. Nun gut, wenn du schon mal da bist zeige ich dir meine Jungtauben. Du kannst ja auch Wasser holen und ich erzähle dir etwas über das Füttern und versorgen von Brieftauben. Es wurde ein unglaublicher Vormittag, was der alles über Tauben wusste!!*
Beim Betrachten der Jungtauben fiel mir ein alter, blauer Vogel auf der hier noch sass. Haben sie den vergessen oder warum ist der noch hier fragte ich. Nein, das ist mein Opa, der geht nicht mehr auf die Flüge. Gefällt er dir? Na klar sagte ich. Dann nimm ihn mit, für deine Hilfe, ein Weibchen hab ich leider nicht. Das macht nichts war meine Antwort, mein Blauscheck Weibchen hatte jetzt einen Vogel, den "103", später wurde mir klar, der befruchtete nicht mehr...
Doch zurück zum Flug, die Tauben kamen sehr gut, ich lernte das mit den Gummiringen und der Uhr und vor allem die Freude der Tauben wenn sie wieder mit ihrem Vogel oder Weibchen zusammenkamen, kennen. Schnell suchten sie ihre Nester auf und fingen wieder an zu brüten. Aber warum hatten die Gipseier und einige richtige Eier im Nest? Den Grund sollte ich in den folgenden Wochen erfahren.*
Jetzt, da ich wusste wie schnell Tauben fliegen können, wollte ich natürlich auch wissen wie das geht mit dem Verschicken den Uhren und dem Ausrechnen der Preise. Also ging es Woche für Woche zur Einsatzstelle. Schließlich wollte ich ja Bescheid wissen wenn ich dann mit meinen Jungen anfange.*
Doch zuvor die Geschichte meiner "210". Auf dem Weg zu Züchter Wilfried, der hatte mich zu sich eingeladen, sah ich auf einem Scheunendach eine braune Taube sitzen. Die gefiel mir und ich klingelte an der Haustür nebenan um nach der Taube zu Fragen. Na Junge, wie kann ich dir helfen fragte mich ein kleiner Mann, der nicht gerade freundlich wirkte. Die braune Taube dort auf dem Dach, ist das Ihre, fragte ich. Ja klar, gefällt sie dir? Ja, die ist schön aber- hat die auch einen Ring? Leider nein war seine Antwort. Schade, aber ist das eine echte Brieftaube hakte ich nach. Aber klar, die ist aus einer besonderen Zucht, ich hatte keine Ringe mehr, die ist aber aus meinem besten Paar, alte Bricouxsorte! Wenn das so ist dachte ich, frag ob er sie abgeben würde. Gedacht, gefragt, die Antwort war ja, für 5 Mark kannst du sie haben.
5 Mark, woher nehmen?
Nun war ich nicht auf den Kopf gefallen und hatte eine Idee! Im Gartenverein tranken viele Männer gern Bier. Das konnte man im Vereinsheim in Flaschen kaufen. Wenn ich jetzt durch die Gartenanlage gehen würde und fragen ob ich Bier holen soll, könnte ich was verdienen. Die Idee war gut, innerhalb 1 Woche hatte ich die 5 Mark und mehr verdient, ich durfte das Pfandgeld behalten!
Bei der nächsten Versammlung fragte ich ob Bricouxtauben gute sind und alle sagten ja. Mein Entschluss stand fest, ich musste diese braune Taube haben. Vater gefragt ob ich darf, gesagt das Bricoux gut sind und die 5 Mark ehrlich verdient. Alles klar sagte er aber ich komme mit!
Also ging's hin zum Züchter, im Nachhinein stellte sich heraus, der war gar nicht im Verein und Taube gekauft. Es war ein Weibchen, jetzt fehlte wieder ein Männchen...
Pass auf Junge sagte Vater, da ist doch der Züchter Bothe mit den fahlen und roten, der hatte dich doch eingeladen, komm lass uns hinfahren und schauen ob der vielleicht ein Männchen übrig hat. Also rauf aufs Moped und los. Dort angekommen sah ich einen Schwarm Tauben fliegen, alles rote und fahle, hier musste es sein. Klingel drücken und hoffen das jemand zu Hause ist. Glück gehabt. Nach kurzer Begrüssung direkt zu den Tauben. Schöne Tiere waren das und der Züchter sehr nett. Die Frage nach einem Vogel wurde mit ja beantwortet, die Frage nach dem Preis mit einem, den schenke ich dir mein Junge! Jetzt aber schnell bedanken und ab nach Haus, anpaaren!! So kam ich an die Eltern meiner "210", die mich im Herbst zum erstenmal zum*
" Meister" machen sollte.*
Doch davon später mehr....
6) Wie ich zum Brieftaubenzüchter wurde...
Teil6)
Nun konnte es losgehen mit der Brieftaubenzucht. Einmal die Woche mit dem Rad zu Deneke Landhandel, Futter und Grit kaufen. Mit dem Fahrrad ging das ganz gut, es waren ja nur 10 Pfund und etwas Grit. Bezahlt immer noch aus den Einnahmen vom Bier holen! Vater sorgte für die Hühner und Kaninchen.
So richtig gut ging es dann aber nicht mit der Zucht. Bis Ende Mai gab es nur 12 Junge für die Flüge. Egal, gut trainieren, dann wird's schon werden. Bei den alten Züchtern hatte ich gesehen, dass sie auf dem Gepäckträger der Mopeds oder Fahrräder eine Holzplatte hatten auf der die Körbe standen und mit einem Gürtel oder einer Schnur befestigt waren. Also nachmachen!!
Mein Weidenkorb war zwar klein, konnte aber 12 Tauben vertragen, eng aber es ging.*
Die Sommerferien standen an und los ging's, trainieren. Bei gutem Wetter Tauben eingepackt, auf's Rad und ab nach Haverlah. Straße 5km, Luftlinie 3, 10 Minuten warten und Tauben fliegen lassen. Schnell auf's Rad und... Die Tauben waren schon da! Prima, so sollte es sein. Vier Wochen ging das so, dann kamen die richtigen Flüge. Eine Uhr hatte ich nicht aber schräg gegenüber hatte Tadeusz eine Uhr, ich ein Fahrrad, Laufvergütung gab es auch, somit war alles bereit. Nach den Vorflügen hatte ich noch 9 von Anfangs 12 Jungtieren und der erste Preisflug stand an. Jetzt wurde es ernst!!!
Das Einsatzgeschäft kannte ich ja schon, schließlich war ich zur Alttierreise immer da und hatte schnell begriffen wie das geht mit Einsatzliste, Ringe anlegen, Uhren ausnehmen, Konstatierkarten schreiben und letztlich auch Körbe zur Bahn bringen. Leicht waren die Körbe nicht, aber ein richtiger Brieftaubenzüchter hilft immer mit, zumindest beim Tränken der Tauben am Bahnhof.*
Zum 1. Flug, 9 Tauben eingesetzt, müsste ich 2Preise oder mehr erringen um meine "Prozente" zu machen. An Prozente haben die Züchter nicht gedacht, eher an die "Vollen" mit 13/3 gesetzt. Daran durfte ich mich noch nicht beteiligen. Ausserdem ging das auch nicht, Korbgeld und Preisliste forderten ihren Tribut. Die Reiseumlage hatten Vater und Mutter gezahlt, ebenso die Beiträge im Verein.
Mein erster Wettflug, Vater hatte noch Wochen vorher einen silbernen Punkt auf das Dach des Taubenschlages gemalt, damit die Tauben den Schlag besser finden! PS er war Malermeister, hatte von Tauben 0 Ahnung!!...
Das Ergebnis des 1. Fluges waren 2 Preise, der 208 aus den Englandfliegern von Jules Opa und die 210 aus der roten 5 Mark mit dem fahlen von Herrn Bothe. Von den 9 gesetzten kamen 7 zurück, 2 habe ich nie wieder gesehen.*
Am Abend beim Uhren - ausnehmen gab mir ein wohlgesonnener Züchter einen Tip. Fahre am Montag zu Deneke und hole dir 1 Pfund Hanf und das gelbe Vitamin- Kissen. (4Tage über das Futter) dazu je Taube 1 Teelöffel Hanf täglich!!
Jetzt war mir klar,*
ohne Wundermittel gehts nicht.
Ratschlag umgesetzt und zum 2. Flug eingesetzt, 7 Stück, jetzt musste ja was passieren. Das Ergebnis: 1 Preis, die 210 aus der roten 5 Mark. Große Enttäuschung aber immerhin eine mit 2 Preisen, der 208 kam kurz nach den Preise, die anderen spät, trotz dem Geheimmittel.
Na , wie wars, fragte mich der "gutmeinende" Züchter am Abend? Nicht gut war meine Antwort. Dann fährst du am Montag wieder zu Deneke und holst dir das grüne Vitaminkissen, Machs wie in der letzten Woche war sein Rat. Wer so nett ist meint es bestimmt gut und ich befolgte seinen Rat.
Jetzt kam der 3. Flug, alle 7 wurden eingesetzt und das Ergebnis... 1. Taube die 210 aus der 5 Mark, 2. der 208 aus Opas Englandfliegern, sieben gesetzt, 1 Preis und der 208 kurz nach den Preisen. 3 spät, 2 verloren.. Sche.....!!
Jedoch nicht wirklich, denn im Verein gab es nur noch zwei Tauben mit drei Preisen, meine 210 und die "Schwarzscheck" von Tadeusz, dem Mann mit der Uhr. Langsam wurde mir klar, von den Geheimmitteln werden die schlechten auch nicht besser. Also diese Woche kein Vitaminkissen und Geld gespart!
Der 4. und letzte Flug stand an und ich setzte noch 5 Tauben ein . Am Flugtag herrschte Wind von hinten. Die erste Taube kommt, nicht die 210, also nicht zur Uhr, warten. Es dauerte nicht lang, da kam sie die 210!! Also Ring ab, in den Mund und rauf aufs Fahrrad und angekommen,*
Ring verloren.....
Zurück, wiedergefunden und ab zur Uhr. Freudestrahlend in den Schlag zu Tadeusz, aber Problem, die Schwarzscheck sitzt auf dem Dach. Tadeusz klappert mit der Futterbüchse und sagt mir dass er seine erst eindrehen muss, dann kommt meine. War klar, schließlich ging es um die beste Vereins-Jungtaube. Letztlich wurden beide konstatiert, wie sich beim Uhrenausnehmen heraus stellte, war nicht klar ob sie in die Preise kommen würden.*
Die Spannung war riesig und am Freitag radelte ich schon früh los um meine Preisliste beim Vereinsvorsitzenden ab zuholen. Banges Warten bei Apfelsaft (Hosenjodler genannt) wurde schließlich belohnt, Liste aufschlagen, Hurra sie ist dabei, die 210 fliegt gerade noch Preis!*
Die Schwarzscheck fällt gerade hinten raus, Zeitverrechnung sei Dank!!
Beste Jungtaube 1963 :
04157 63 210 aus "5 Mark"
Im Herbst folgte dann die Siegerehrung bei Spanferkel am Spieß, mit Männern, Frauen, Kindern und Enkeln und ich auf dem Podest ganz oben.
Jetzt war ich ein echter
BRIEFTAUBENZÜCHTER
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  #8  
Alt 06.04.2019, 16:15
Thom Thom ist offline
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Registriert seit: 29.10.2008
Ort: Beilngries
Beiträge: 7
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Hallo
Lessing genau so erlebte ich als Junge den Brieftaubensport.
Danke für die Wunderbaren Geschichten. Wie ich deine Zeilen
lass fühlte ich mich in die Ende der sechziger Jahre versetzt.
Danke nochmals und schreibe weiter so.

MFG
Ludwig
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  #9  
Alt 06.04.2019, 23:23
Lessing Lessing ist offline
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Registriert seit: 31.01.2019
Ort: Wolfenbüttel
Beiträge: 395
Standard Das Ende?

Jetzt bin ich 56 Jahre dabei und möchte keine Minute missen!
Später auf "Wolke 7" würd' ich mich freuen ähnlich Positives von der "neuen Generation" zu lesen!*
Also nicht immer vom "Ende" reden!!!!
Ob alles genauso war?*
was soll's....

Die Zeit danach...
Der Winter von 1963/64 war überwunden und zum Ende des April '64, am 30. erfolgte der Einsatz zum 1. Vorflug...
Gut 30km standen auf dem Plan und am 1. Mai sollte der Auflass erfolgen. Bei August F. gab es "das" Telefon und die Züchter trafen sich dort zum Frühschoppen... Nur, an diesem Tag regnete es in Strömen und es wurde ein länger dauernder Schoppen mit Folgen! Gegen Abend um ca 18 Uhr wurde der Flug endgültig angesagt und fast alle machten sich auf den Heimweg. So auch mein Vater mit mir auf dem Rücksitz der neuen Horex, damals leistungsfähiger als eine NSU Quickly! In einer scharfen Kurve rammte er dann mit der rechten Pedale den Bordstein und er wie auch ich machten den ersten und zugleich letzten Flug, der auf einer Wiese bzw. an einem Baum endete...
Das wars, tatütata und bis August im Krankenhaus! Einer der wärmsten Sommer des vergangenen Jahrhunderts im Beckengips auf der Südseite mit 30 Betten im Saal folgte!
Nun gut, es war nicht schön, sowie der Gehgips angelegt war ging es sofort zu den Tauben! Mutter hatte sie bestens versorgt und es waren SEHR viele geworden...
Allerdings eine besondere fehlte, die "210" aus 5 Mark!
Die war schon vom 1. Vorflug nicht heim gekehrt....
Nun hieß es von den vorhandenen die "besten" zu behalten und die anderen? , die wurden eingekocht und stückweise als Suppe oder Braten verzehrt! Das war kein Problem, diese unsinnigen Medikamente und Antibiotika hatten die nicht bekommen, kannten wir ja nicht?!
Nun stand erst einmal eine Pause im Raum, in der Schule war viel nachzuholen und die Tauben wurden abgeschafft!
Doch schon bald ging es an anderer Stelle weiter.
Darüber mehr falls es interessiert?*
LG
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  #10  
Alt 07.04.2019, 08:10
Benutzerbild von joza
joza joza ist offline
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Registriert seit: 05.09.2006
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Standard Erinnerungen

Ich hoffe doch sehr das es weiter geht.Also weiter so.Alles ist doch sehr lesenswert.Viele Grüße von Joza:applaus:
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