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Alt 26.05.2021, 23:22
hadl hadl ist offline
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wie ist da eure Meinung?

Taubengruß
Alfred Weber[/QUOTE]


Hallo Alfred

Ich bleibe grundsätzlich bei meiner Meinung, das Blut ist das A und O über konstante Erfolge. Wie das der eine oder andere hin bekommt kann unterschiedlich sein.
Wenn das Blut zu dick, und dunkel wird fliegen die langsamer. Wie wichtig ideales Blut für Höchstleistungen ist zeigte 1972 der finnische Olympiasieger von München Lasse Viren. Nach einem Höhentraining in Alma Ata lies der sich Blut abnehmen, einfrieren, und kurz vorm Start zum 5000 Meterlauf in München wieder zuführen. Die Konkurrenz hatte bekanntlich keine Chance gegen ihn. Meine Erkenntnis, Tauben, die schon – warum auch immer – mit zu dickem Blut, aus dem Winter kommen, haben schon verloren. Dazu kann ich ein interessantes Beispiel bringen.

In 1971 hatte ich meinen 792 von 1969 beim Einsetzen zum letzten Vorflug in der siebten Boxe meines Zwölfer Korbes vergessen einzusetzen. Erst beim nächsten Einsetzen, als ich zufrieden meine Witwer, wohl geformt und etwas feucht auf der Brust aus den Boxen nahm, bis ich an die siebte Boxe kam. Da war ich erschrocken, von dem was ich da in die Hand bekam. Da saß der 792 und fühlte sich etwas anders an. Der saß eine Woche im Korb auf einem Regal in der Garage, und ich hatte mich gewundert, dass ausgerechnet der 792, der jährig gut geflogen war, von dem normal verlaufenen Vorflug fehlte. Zu Hause angekommen lies ich den nicht etwa nach belieben fressen, sondern er musste sich erst mal mit einer Prise Gerste und ein paar Haferflocken begnügen.

Am nächsten Tag war seine Zelle von Daunen übersät. Er genoss in dieser Woche das normale Aufbauprogramm seiner Schlaggenossen, und kam beim zweiten Preisflug ab 250 Km zum Einsatz. Und nun kommt das, vorauf ich hinaus will. Der 792 war Schlag erster mit einem Spitzenpreis. Sein Blut war gereinigt und wahrscheinlich hellrot und dünn. Der 792 flog in diesem Jahr jeden Flug Preis, und war am Ende mit 12/12 Viertbester der RV weil drei 13er vor ihm lagen. Mein „Korbhocker“ ist heute noch ein Thema wenn in speziellen Runden gefachsimpelt wird.

Ähnliche Erkenntnisse konnte man gewinnen, wenn auf der Südostrichtung ein Witwer der nicht anpacken wollte mal 3 Tage später kam, und von da an in Serie Preise flog. Da hatte sich die Entschlackung auf natürliche Art vollzogen.
Wie gesagt die Kunst des Fütterns, hält das Blut dünn und Wettflug konform.
Das scheint der Röber zu beherrschen. Wer dann von ihm Tauben hat, und das nicht beherrscht, ist enttäuscht.

Diese meine Erkenntnisse habe ich später auf dem eigenen Schlag bitter bestätigt bekommen, als ich aus Bequemlichkeit was anderes probierte, und die Erfolge nach liesen.

Beim Fachsimpeln mit gegenwärtig erfolgreichen Sportfreunden stellt sich heraus, dass die genau so verfahren, wie ich das in meinen besseren Zeiten praktiziert habe.
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